Talente in guter Obhut ....  


aus: v. 13. Dezember 1999

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Talente in guter Obhut

Poelchau-OS und TeBe zogen Erfolgsbilanz

Die Poelchau-Schule, 1973 gegründet und später nach dem Gefängnispfarrer Harald Poelchau benannt, ist auf dem richtigen Wege. Neben 14 vom DFB in den neuen Bundesländern geförderten sportbetonten Einrichtungen - in Berlin die Flatow- und Werner-Seelenbinder-OS - bietet auch‑die Poelchau-OS in Zusammenarbeit mit Tennis Borussia und der „Göttinger Gruppe" talentierten Fußballern eine gesicherte Allgemeinbildung im Einklang mit der Förderung sportlicher Begabungen.
Am Donnerstag lud die Schulleitung Schüler und Eltern zum „Tag der offenen Tür" ein.
"54 Jungen sind derzeit eingeschult", erzählt Markus Schatte, einer der Fußballtrainer. „Doch die Nachfrage zur Einschulung in die neue 7. Klasse war noch nie so groß. Fast 190 Nachfragen und Anmeldungen." Nahezu die Hälfte der Kicker an der Poelchau-Schule spielten in Berliner Auswahlteams. Dennis von Rekowski ist sogar im erweiterten DFB-Kader der U 15. Zwar gehört das Gros vereinsmäßig auch Tennis Borussia an, doch spielen auch Jungen bei SW Spandau, der DJK SW Neukölln, den Reinickendorfer Füchsen oder Hertha BSC. Auch die Fußballerinnen sind an dieser Einrichtung recht stark. Jürgen Druschky ist für die entsprechende Ausbildung verantwortlich.
Während sich interessierte Mädchen noch am 12. Januar um 10 Uhr in der Poelchau-OS zu einer Sichtung melden können, werden die Jungen bereits am heutigen Montag um 16 Uhr am Kühlen Weg getestet. Weitere Sichtungen sind für den Januar angesagt. „Je mehr wir sichten, je höher wir den Maßstab ansetzen, umso mehr werden sich die tatsächlich veranlagtesten Jungen auch durchsetzen", so noch einmal Markus Schatte. Gut, dass man sich nicht unter Druck setzt. Die bisherigen sportlichen Erfolge der jungen Poelchau-Fußballer können sich sehen lassen. Dreimal setzten sie sich beim "Flatow-Hallen-Cup" durch, dem Leistungsvergleich der sportbetonten Schulen in Berlin.
Viele Stände im langen Flur und in den Gängen, wie eine Straße des Sports angelegt, luden ein und zeigten in Bild, Video und Vorführungen das sportliche Programm der Schule. Sie alle waren

dicht umlagert, auch der Stand von Tennis Borussia. Hier waren auch die anderen an der Schule arbeitenden Fußballtrainer zugegen: Dennis Anton, Michael Reer und Dietrich Lahl.Dann aber war die Bühne Anziehungspunkt der zahlreichen Besucher. Die Kicker zeigten Übungen aus dem Trainingsprogramm. Noch größer der Beifall, als drei der Elite-Kicker von Tennis Borussia erschienen. Marko Tredup, Matthias Hamann und Ivan Kozak erprobten sich in einem improvisierten Fußball-Tennis-Match gegen ein Mädchen-Team um die beiden Auswahlspielerinnen Jasmin Reeder und Lena Kandler, am Mikrofon mit viel Sachverstand kommentiert durch den Schulleiter Rüdiger Barney.Danach stellten sich die drei Profis noch einem Interview  fürs Kabelfernsehen. Mitreden konnte vor allem Mark Tredup, der ja aus den Ostteil Berlins kommt und vor der Wende in die Kinder- und Jugendsportschule (KJS) für Wasserfahrsport (die Fußballer waren hier integriert) in Köpenick ging. „Fußballtalent allein reicht nicht, es muss gefördert werden, Trainingsfleiß mit eingeschlossen", betonte Tredup, „und gerade dafür wird in diesen sportbetonten Schulen gesorgt." Dem ist nichts hinzuzufügen.
Eine wichtige Rolle spielt auch der .von Hannover 96 gekommene Nachwuchskoordinator Mirko Slomka, der außerdem noch die A-Jugend trainiert. Da eine seiner Hauptaufgaben in der Talentsichtung und -förderung besteht, „liegt: mir besonders die Entwicklung der eingeschulten Steppkes und die Zusammenarbeit.mit ihnen am Herzen".
Viele interessierte Gäste kamen durch die offenen Türen der Poelchau-OS. Zu ihnen gehörten auch der Vorsitzende des Verbandsjugendausschusses Bodo Domheim und Ingrid Heinrich, die Verantwortliche für den Mädchenfußball.
Wie im Flugs vergingen die drei Stunden, die mit vielen buntem Darbietungen aus den Profilsportarten der Poelchau-Schule wie Leichtathletik, Fußball, Tischtennis, Hockey, Basketball und Rudern (Trockentraining) gefüllt waren.
                         
                                  Klaus-Jürgen Hoffmann

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