Patrick Bastian - Spieler der Woche  


aus: vom 4. September 1999

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Patrick Bastian von TeBe

Horst Grönke,


ehemaliger Verbandstrainer, 
über die Gründe für diese Wahl

Starker Linksfuß
mit Köpfchen

Zahlreiche Zuschauer waren erschienen, um sich das Prestigeduell zwischen den C-Jugendlichen von Hertha BSC und Tennis Borussia anzuschauen. Sie wurden nicht enttäuscht. Auch wenn beide verstärkt auf Defensive bedacht waren und dement- sprechend keine Tore fielen, wurde von

beiden Seiten guter Fußball geboten. War TeBe noch in der ersten Viertelstunde Ton angebend, kam danach Hertha BSC auf und hätte den Torchancen nach die Begegnung gewinnen können.
Dass es nicht so kam, war zum Teil der Verdienst von Patrick Bastian, dem linken Außenverteidiger in der 4er-Abwehrkette von Tennis Borussia. Er wuchs im Laufe der Begegnung mehr und mehr in die Rolle des Abwehrorganisators herein. Die Überwachung des brandgefährlichen Üstün in der 4er-Kette von TeBe übernahm dann Timo Weber.
Seine körperlichen Stärken spielte Patrick Bastian vor allem beim Kopfball aus, da war er eindeutig “Herr der Lüfte”. Zweimal klärte er mit dem Kopf auf der Linie. Im direkten Zweikampf am Boden wirkte der Blondschopf dagegen noch ungelenk. Das Tackling wird er aber mit Sicherheit noch lernen, denn dies wurde auch deutlich: Der Junge hat Willen.
Am beeindruckendsten war jedoch sein linker Fuß. Schon heute bringt er die langen Bälle präzise und gefühlvoll nach vorne. Insgesamt schaltete er sich jedoch nur selten in die Offensive ein. Dafür sei die Hertha zu stark gewesen, sagt der Abwehrspieler nach der Partie. Aufgrund des Spielverlaufs sah er die Sicherung des eigenen Tores als seine vorrangige Aufgabe an. Und die hat er gut gelöst.

Markus Hirte,



Verbandstrainer des BFV,
beurteilt die Fähigkeiten
des Spielers

Das
bringt er mit ...

Daran 
muss er arbeiten ...

Die herausragende Eigenschaft von Patrick Bastian ist sein gutes Spielverständnis. Der linke Außenverteidiger weiß genau, wann er sich in den Angriff einschalten kann und wann er auf Defensive umschalten muss. Im taktischen Bereich denkt er gut mit und ist in der Lage, Vorgaben des Trainers konsequent umzusetzen. Dank seiner kräftigen Statur besitzt er außerdem großes Durchsetzungsvermögen. Bemerkenswert ist sein starker linker Fuß. Doch nicht nur körperlich bringt er einiges mit, auch Willensstärke und ein gesunder Ehrgeiz zeichnen ihn aus.
Vor allem im Bereich Technik muss sich Patrick Bastian noch verbessern. Insbesondere fällt auf, dass er im Gegensatz zu seinem starken linken einen schwachen rechten Fuß besitzt. Zudem könnte er in Sachen Beweglichkeit, Wendigkeit und Schnelligkeit noch zulegen. Das heißt für ihn, in Zukunft nicht nur zu lernen, auch bei hohem Tempo hohes Niveau zu bringen. Es bedeutet auch, schneller auf dem Feld zu handeln oder auf Spielsituationen zu reagieren. Schwäche und Stärke zugleich ist seine ruhige Art: Er ist keiner, der eine Partie an sich reißt.

Der Steckbrief:

Name: Patrick Bastian
Geburtsdatum: 31. Juli 1985
Geburtsort: Berlin
Nationalität: deutsch
Größe: 1,79 Meter
Gewicht: 64 Kilogramm
Verein: Tennis Borussia (seit 1995)
zuvor: SC Staaken (5 Jahre)
Position: linker Außenverteidiger.

Das Interview:

Überrascht von der Wahl?
Bastian:
Was soll man sagen? Ich denke, ich habe gut gespielt und einiges zum Unentschieden beigetragen.
Gibt es ein Vorbild?
Bastian:
Roberto Carlos. Nicht nur wegen der tollen Freistöße, die der brasilianische Linksfuß von Real Madrid schießt, ich finde, er ist insgesamt ein guter Spieler.
Wo hast Du mit dem Vereinsfußballspielen angefangen?
Bastian:
Beim SC Staaken mit sechs Jahren. Dem Verein habe ich viel zu verdanken. Dort brachte man mir das Kicken im offensiven Bereich bei. Bei TeBe wurde ich für die 4er-Abwehrkette umgeschult.
Heißt der Wunschtraum Profi-Karriere?
Bastian:
Selbstverständlich. Ich weiß, es ist ein harter Weg, aber dafür werde ich so manches auf mich nehmen.


Gibt es einen anderen Berufswunsch?
Bastian:
Noch nicht. Das hängt dann auch vom Schulabschluss ab. Im Moment strebe ich den Realschulabschluss an. Wenn alles gut geht, soll später das Abitur folgen.
Wie stehen Deine Eltern zu Deiner Fußballleidenschaft?
Bastian:
Meine Eltern helfen, wo sie können. Sie bringen viel Verständnis für mich auf. Daher kann ich auch auf den sportorientieren Zweig der Poelchau-Gesamtschule gehen.
Das bedeutet, Du stehst täglich auf dem Fußballplatz?
Bastian:
So gut wie. Wochentags täglich zwei Stunden in der Schule, dreimal Training im Verein plus Spiel am Wochenende, dazu kommt noch die Auswahl.
Wie stehst Du zur Auswahl?
Bastian:
Sehr positiv. Dort kann ich mich weiterentwickeln, und ich werde alles darum geben, dort einen Stammplatz zu haben.

Presseschau 

Sportl. Erfolge

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