|
Nach den drei bundesweit renommierten Schulen mit
sportlichem Schwerpunkt, die in den Bezirken Hohenschönhausen, Köpenick
und Prenzlauer Berg liegen, wird nun auch eine Gesamtschule in
Charlottenburg, die Poelchau-Oberschule, für zwei Leistungssportzüge
ab dem Schuljahr 2001/2002 den Status einer Schule mit sportlichem
Schwerpunkt erhalten.
Auf ein detailliertes Konzept einigten sich gestern unter Leitung von
Staatssekretär Thomas Härtel die Senatsverwaltung für Schule,
Jugend und Sport, der Charlottenburger Bezirksstadtrat Andreas
Statzkowski für den Schulträger und der Landessportbund.
„Mit der Erweiterung der Poelchau-Oberschule durch zwei
Leistungssportzüge tragen wir dem Ziel der Koalition Rechnung, den
bislang nicht erreichten sportlichen Talenten aus den westlichen
Berliner Regionen eine bessere Chance zu geben, neben einer
leistungssportorientierten Ausbildung auch einen guten Schulabschluss zu
erreichen", sagte Staatssekretär Härtel nach Abschluss der
Verhandlungen. „Nur in dieser besonderen Organisationsform ist die
Doppelbelastung von Schule und Leistungssport zu bewältigen."
Damit gute Leistungen im Sport in aller Regel mit guten schulischen
Leistungen einhergehen, werden den Schülern der Poelchau-Oberschule
alle KMK‑anerkannten Schulabschlüsse angeboten, auch das Abitur.
Daher wird an der Gesamtschule mit Beginn des kommenden Schuljahres eine
gymnasiale Oberstufe ab Klasse 11 in Kooperation mit der benachbarten
Anna-Freud-Oberschule angeboten und genehmigt. Der Aufbau
einer eigenen gymnasialen Oberstufe soll bis zum Schuljahr 2005/6
abgeschlossen sein, so Staatssekretär Härtel.
Der Landessportbund wird in Kürze mit seinen Sportfachverbänden und
den Landesleistungszentren abgeklärt haben, welche Profilsportarten an
der Poelchau-Oberschule angeboten werden. Zur Diskussion stehen Hockey,
Rudern, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Schwimmen und Wasserball
sowie Kanu, Eissport und Fußball als Projektsportarten. |