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Im 7. Jahrgang führen wir Projektwochen zum Thema "Medienkonsum" durch, in denen die Schülerinnen und Schüler anhand eigener Erfahrungen den Umgang mit Zeitung, Radio und Fernsehen durchleuchten und in Kooperation mit dem "Offenen Kanal Berlin" Fernsehbeiträge selbst erstellen. Zum 9. November führen wir jährlich mit allen Klassen zeitgeschichtliche Projekte durch, bei denen wir uns, nicht zuletzt in der Verpflichtung unserem Namensgeber gegenüber, unserer jüngsten Vergangenheit widmen. So erkunden zum Beispiel die 7. Klassen, weshalb die Straßen unseres Viertels die Namen von Widerstandskämpfern tragen und besuchen die Gedenkstätte Plötzensee. |
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Andere Klassen
befragen Zeitzeugen und die
älteren Schülerinnen und Schüler fahren in die Normannenstraße, nach
Sachsenhausen, Halbe oder Auschwitz. (siehe auch Artikel unten!) |
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Schonungsloser Umgang mit der eigenen Vergangenheit |
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Nazi-Opfer Josef «Muscha» Müller erzählt Schülern der Poelchau-Oberschule von seinem Leben |
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Von Christiane Rathmann |
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Reinickendorf -
Manchmal sind es Kleinigkeiten, die Josef Müller
traurig stimmen. Wenn ein früherer Arbeitskollege Bilder von den Söhnen und
Töchtern herumzeigt beispielsweise. «Als junger Mensch hat mich das nicht
gestört, aber je älter du wirst, desto mehr wünschst du dir eine Familie»,
sagt er, der keine Kinder hat. Josef «Muscha» Müller ist ein rundlicher älterer
Herr von 69 Jahren mit einem freundlichen Gesicht. Die dunklen Augen blitzen
unternehmungslustig hinter einer dezenten Brille, von den früher dichten
schwarzen Locken ist nur ein ergrauter Haarkranz übrig geblieben. Er ist
einer, der schnell warm wird mit den Menschen. «Hier ist der Muscha», meldet
er sich am Telefon. «Wie geht es dir?» In Reinickendorf kennt er Hinz und
Kunz. Aufgeschlossen ist er - und «für einen Scherz bin ich immer zu haben». |