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BERLIN
- Sommerpause bei Hertha? Nein, jetzt wird richtig in die Hände
gespuckt. Es kreischen die Bohrmaschinen, die Betonmischmaschinen
laufen, die Presslufthammer dröhnen auf dem Gelände an der
Hanns-Braun-Straße am Olympiagelände. Hertha ist eine Baustelle. Hier
wird an der neuen Heimat und der Zukunft gebastelt.
Der erste Bau wird gerade in Rekordzeit hochgestemmt. Schon am
Monatsende soll die Fußball-Akademie für Hertha-Talente im 2. Stock
des Friesenhauses 1 eingeweiht werden. Danach ist der 1. Stock dran, da
kommen die Profis rein. Dabei begannen die Arbeiten erst im März.
Herthas Projektleiter für das Vereinszentrum, Hans-Peter Jakob, ist
zufrieden: "Wir haben alle Beteiligten von Spielern, Trainern bis
zum Jugendkoordinator Falko Götz bei den Planungen mit eingebunden. Das
Internat wird wegweisend sein."
Vor dem Pokalfinale schaute sich der DFB das Gebäude an, und die
Funktionäre waren begeistert. 18 Zimmer für Herthas Talente. Dazu ein
Internet-Cafe, Fernsehraum, Spielsalon mit Flipper und Billard,
Hausaufgabenzimmer und Küche. Auf den Zimmern selbst wird es keine
Fernseher oder Computer geben. "Die Jungs sollen sich nicht
abkapseln, sondern das Gemeinschaftsgefühl soll gestärkt
werden",
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erklärt
Jakob. Hart wird es trotzdem für die Jungs, die später mal Profi
werden wollen. Die Hausordnung sieht "Mädchen-Verbot" vor.
"Wir haben eine soziale Verantwortung, wenn Eltern ihre Kinder zu
uns geben", so Jakob. Deswegen gibt es eine Rund-um-Betreuung. Ein
Ehepaar hat im Internat eine Wohnung, kümmert sich um die Talente. Mit
der Poelchau- Sportschule in Charlottenburg gibt es eine Zusammenarbeit.
Jugendleiter Horst Kuffler: "Nicht nur der Fußball, sondern auch
die schulische, wie berufliche Ausbildung stehen im Vordergrund."
14 Talente im Alter zwischen 14 bis 18 Jahren werden nächsten Monat die
Räume beziehen. Herthas Zukunft hat begonnen.
Das Jugendinternat ist nur ein Mosaikstein für die neue Hertha-Heimat.
Jakob holt die Baupläne raus. Acht Sportplätze werden auf dem
ehemaligen Briten-Camp hergerichtet. Dazu will Hertha noch Neubauten
beim Senat durchsetzen. Jakob: "Wir streben Kooperationen mit
anderen Vereinen an. Es soll ein riesiger Sportpark werden. Das Gelände
ist 150 Hektar groß. Auch der BFV will hier herziehen."
Visionen, die zur Realität werden. Denn die WM 2006 naht. Während des
Turniers werden zwei Nationalteams auf dem Gelände beherbergt.
Wolfgang Heise |