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Zum
9. Male hatte die Köpenicker sportbetonte Flatow-Oberschule starke
Konkurrenz auch aus den benachbarten Bundesländern zum Flatow-Cup in
die Union-Ballspielhallen eingeladen - ein willkommener
Leistungsvergleich der in diesem Schuljahr in den 7. Klassen
begonnenen Talenten. Die Turnierleiter Manfred Gumm und Heinrich
Zutzewitz waren zufrieden, zumal alle Teams anreisten.
Hauchdünn ging es in den Halbfinals und im Finale zu. Jeweils musste
das Siebenmeterschießen für die Entscheidung sorgen. Das Endspiel
zwischen der bislang sechsmal erfolgreichen Poelchau-Oberschule und
den Jungen der Sportschule Frankfurt/Oder endete 1:1. Erst brachte der
Herthaner Schmoldt die Berliner in Front, ehe schließlich der als
bester Feldspieler des Turniers ausgezeichnete Hader für Frankfurt
ausglich. Im Siebenmeterschießen hatte Frankfurt mit 3:2 die Nase
vorn.
Zu den auffälligsten Spielern zähl ten Garnczarek
(Werner-Seelenbinder-Schule), sowie Schmoldt und Topuz (Poelchau,
beide Hertha BSC), Schiller (Flatow), Hadel (Frankfurt) sowie der als
bester Tor steher ausgezeichnete Frankfurter Haufe. Beim besten Torschützen
entschied erst ein "Stechen" vom Siebenmeterpunkt zwischen
Schmoldt und Shatin (Cottbus), die beide fünfmal trafen. Am Ende war
Shatin der glückliche Sieger.
Auch beide Halbfinals endeten unentschieden. "Flatow II" führte
lange mit 2:1, ehe Hadel per Kopf für den späteren Turniersieger
Frankfurt ausglich. Im zweiten Überkreuzvergleich setzte sich die
Poelchau-OS gegen die Berliner Lessing-OS im Siebenmeterschießen
durch.
Viel Prominenz auch am Rande des Geschehens. So begrüßte Schulleiter
Gert Sunkel den Referent für Schule und Sport beim Landessportbund,
Peter Schwarz, sowie Ingrid Klewitz vom Landesschulamt. Auch der in
der Trainerweiterbildung tätige Heinz Werner freute sich an der
Talenteschau. Er unterstützt zudem einen Austausch chinesischer
Spieler, die ein Jahr lang an der Köpenicker Flatow-Oberschule sein
werden. |
Sehr
kritisch nahm der Leiter der Amateurabteilung beim 1. FC Union, Henry
Häusler, die Steppkes unter die Lupe. Er ist künftig auch für das
Leistungszentrum beim 1. FC Union verantwortlich, also für de
kontinuierliche Heranführung der Talente auch von der Flatow-Schule
an die Lizenzabteilung der Wuhlheider.
"Die Jungen versuchen noch zuviel auf eigene Faust, das
mannschaftlich dienliche Wirken kommt noch zu kurz ", lautete Häuslers
Fazit.
In einem Einlagespiel der Mädchen "geizten" die Poelchau-
und Flatow-Oberschule mit Toren. 0:0 hieß es am Ende, 2:0 für
"Flatow" nach einem Siebenmeterschießen.
Die Ergebnisse, Staffel 1: Flatow I - Lessing 0:2, Frankfurt / Oder -
Seelenbinder 0:0, Seelenbinder - Lessing 1:1, Flatow I - Frankfurt
1:1, Flatow I - Seelenbinder 2:1, Frankfurt - Lessing 4:1.
1. Sportschule Frankfurt
2. Lessing -Oberschule
3. Flatow-Oberschule I
4. Seelenbinder-Oberschule
Staffel 2 : C ottbus - Neubrandenburg 2:1, Poelchau - Flatow II 3:1,
Flatow II - Neubrandenburg 4:0, Poelchau - Cottbus 4:1, Poelchau -
Neubrandenburg 2:0,
Cottbus - Flatow II 1:1.
1. Poelchau-Oberschule
z. Flatow-Oberschule II
3. Sportschule Cottbus
4. Neubrandenburg
Halbfinale
Frankfurt/Oder - Flatow II nach Sieben meterschießen 3:2 (2:2).
Lessing - Poelchau nach Siebenmeterschießen 1:3 (1:1).
Spiel um Platz 3:
Flatow II - Lessing 4:3
Finale:
Frankfurt/Oder - Poelchau 1:1 nach Siebenmeterschießen 3:2
Die Berliner Aufgebote, Poelchau-Oberschule: Koch (1. FC Schöneberg)
- Colak (Eintracht Südring), Topuz, Reichelt, Schmoldt (alle Hertha
BSC), Koschek, Bröhl (beide TeBe), Harwell (Rein. Füchse).
Klaus-Jürgen Hoffmann |