Sport an der Schule ...


aus:    DAS FUSSBALLMAGAZIN Nr. 002 / 2000

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Sport an der Schule

Erfahrungen mit dem Wahlpflichtfach Fußball

Die in Charlottenburg gelegene Poelchau-Oberschule hat sich in den Jahren ihres Bestehens einen festen Platz erobern können. In den Klassen finden wir eine Reihe von Auswahlspielern. Alle sind in der höchsten Berliner Klasse, der Landesliga, einige Ältere sogar in der vom NOFV betriebenen Regionalliga (B‑Jugend) aktiv. Der 1984 geborene und in Berlin lange Zeit bei Tennis Borussia spielende Charles Takyi erfuhr seine entscheidende Förderung auf der Poelchau-Oberschule. Seit wenigen Monaten kickt der DFB-Auswahlspieler für Schalke 04 und ist in Gelsenkirchen auf dem Fußball-Internat. Die Liste mit weniger bekannten, u.U. aber ebenso talentierten Jungen und Mädchen ließe sich fortsetzen. So wurde in der abgelaufenen Saison Patrick Bastian in der Fußball - Woche als C-Jugendspieler hervor gehoben.


editorial

In Berlin durften wir einen unerwarteten Triumph feiern. Den 14- bis 16-jährigen Jungs der Berliner Hertha gelang das, wovon die Profis noch träumen: Sie wurden Deutscher Meister. Mit viel Kampfgeist besiegten sie die Münchener Bayern mit 1:0.
Beim 3:1 Erfolg der deutschen U21 über Spanien wussten die Berliner Benthin (1. FC Union) und Köhler (Hertha BSC) zu gefallen. Das von Hannes Löhr vorgegebene Kurspassspiel verfehlte seine Wirkung nicht. Aus der Sicherheit im Mittelfeld erarbeitete sich das Team viele Chancen. Um den Nachwuchs braucht uns bei einer vernünftigen Sport- und Nachwuchspolitik nicht Bange zu sein. Voraussetzung ist natürlich das Schaffen von ausreichend Spiel- und Trainingsstätten. Es liegt vieles im Argen. Viele Vereine und Mannschaften besitzen nur unzureichende Möglichkeiten. Es gibt jedoch auch erfreuliche Entwicklungen. Die Poelchau-Oberschule in Charlottenburg wird jetzt endlich offiziell von DFB und LSB gefördert, mit ihren Fußballklassen konnte sie in der Vergangenheit für so manche Überraschung sorgen. Der U15-Nationalspieler Charles Takyi - jetzt Schalke 04 - drückte dort noch vor Kurzem die Schulbank.
(Dieser Artikel wurde leicht gekürzt)

Erko Sturm

Jugendredakteur

Seit einiger Zeit arbeiten in Berlin Oberschulen mit Klassen, in denen entweder das Wahlpflichtfach Fußball angeboten wird oder neben dem allgemeinen Unterricht die Sportart eine wichtige Rolle einnimmt. Bewusst haben diese Schulen in der Vergangenheit die Nähe zu bestimmten Vereinen gesucht, obwohl die entsprechende Zugehörigkeit für die Schüler nicht zur Bedingung gemacht wurde. 

In unserer Stadt haben sich die Werner-Seelenbinder-Oberschule (BFC Dynamo), die Flatow-Oberschule (1.FC Union) sowie die Poelchau-Oberschule (Tennis Borussia) mit ihrer Arbeit einen ausgezeichneten Ruf erworben.

Die Früchte werden erst in ein paar Jahren zu ernten sein. Die Erfolge im Schulfußball aber belegen, dass die Saat aufgeht. Carsten Maaß, Jugendtrainer des BFC Dynamo und an der Werner-Seelenbinder-Oberschule tätig, wusste unlängst auf einer Trainerfortbildung zu berichten: "Die Beidfüßigkeit vieler Spieler ist auffällig. Die Förderung besonders qualifizierter Jungs und Mädchen im Schulalltag hat sich bewährt. Es geht um Integration." Im Bereich der Technik ist das Ziel die Perfektion. Man arbeitet an Finten, verbessert die Ballführung, die verschiedenen Stoßarten und übt das Jonglieren. Der Schnelligkeits- und Ausdauerbereich darf nicht zu kurz kommen. Die Trainer achten auf das gruppentaktische Verhalten, ab der 9. Klasse wird auch der Kraftraum genutzt.
Maaß: "Die theoretische Ausbildung spielt eine wichtige Rolle. Es wird Geschichte und Entwicklung des Fußballs gelehrt. Die jungen Spieler müssen auch begreifen lernen, dass zur vernünftigen Ausübung eine sportgerechte Lebensführung gehört." Von 130 Bewerbern werden im Jahr 18 angenommen. Die Schule möchte den Weg in die Berliner Auswahlmannschaften ebnen, Voraussetzungen schaffen. Die Leitung achtet auch auf die schulischen Leistungen.

 Presseschau

    

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