Erfolg ist kein Zufall !  


Aus: vom 4. Januar 1999

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„Erfolg ist kein Zufall"

Poelchau-Schule zieht junge Talente heran

Hochbetrieb herrschte vor kurzem beim „Tag der offenen Tür" an der Poelchau-Schule. Auf zwei langen Schulstraßen präsentierten sich acht Profilsportarten und gaben an Ständen Einblick in die Arbeit mit den jungen Sportlern, überall dicht umlagert. Darüber hinaus stellte sich der Förderverein vor und lag eine interessante Schulzeitung, das Poelchau‑Magazin, aus. Dazu umrahmten viele sportliche Darbietungen auf einer Bühne sowie Vorführungen in der Sporthalle das Ganze. Hier trafen wir auch die jungen Kicker mit den verantwortlichen Trainern Markus Schatte und Dennis Anton. Ihre Schützlinge zeigten Ausschnitte aus dem technischen Ausbildungsprogramm.
Die Poelchau-Schule ist eine Gesamtschule im grünen Norden von Charlottenburg. Hier werden Schülerinnen und Schüler mit der Empfehlung für die Oberschulzweige Hauptschule, Realschule und Gymnasium aufgenommen. An der benachbarten Anna‑Freud‑Oberschule, die sich übrigens im gleichen Gebäude befindet, kann die Fachschulreife, das Fachabitur abgelegt werden. Sportkoordinator der Schule ist Lehrer Werner Stahr, der auch dafür sorgt, daß Angebot und Nachfrage in den sportlichen Disziplinen, die inhaltliche Gestaltung, den Erfordernissen entspricht.
Die Poelchau‑Schule ist die erste Schule im Westteil Berlins, die ein derartiges Projekt für sportinteressierte Schüler anbietet. Ein Projekt, das von Tennis Borussia sowie der Göttinger Gruppe in Zusammenarbeit mit der Poelchau‑Schule mit Leben erfüllt wird. 50 Jungen und Mädchen mit der Sportart Fußball sind an dieser Einrichtung bislang. Derzeit laufen noch die Sichtungen für die neu einzuschulenden 18 neuen Fußballschüler.
„Acht Stunden Training haben die Fußballer in der Woche, dazu die zwei obligatorischen Sportstunden", so der verantwortliche Trainer Markus Schatte.
Viele der Steppkes gehören Tennis Borussia, den Füchsen, SW Spandau oder dem SBC an. Insgesamt kommen sie aus 13 Vereinen.
Erst kürzlich nahmen Charles Takyi und Sekan Kara an einem Lehrgang der C‑Jugend des DFB an der Sportschule in Leipzig teil.

Geleitet wurde dieser durch DFB-Auswahltrainer Klaus Sammer. Auch in den Berliner Auswahlmannschaften sind viele Fußballer der Poelchau‑Schule zu finden, so Benjamin Griesert, kürzlich beim IV. Flatow‑Cup als bester Feldspieler ausgezeichnet.
Man hat sich an dieser sportbetonten Schule den Grundsatz zu eigen gemacht: „Erfolg ist kein Zufall". Das gilt besonders und gerade für den Sport. „Die Talentförderung ist keine Privatsache, nur durch das tägliche Training stellen sich Erfolge ein", betont Jugendleiter Olaf Schweunecke.
Das Projekt von Tennis Borussia mit der Poelchau‑
-Schule läuft erst kurze Zeit, bei den Kickern ist man im zweiten Jahr. Doch stellten sich bei den Nachwuchsfußballern schon erste Erfolge ein. So setzte man sich beim erstmalig durchgeführten TeBe-Schulcup erfolgreich durch und ließ dabei starke Konkurrenz der im NOFV-Bereich ansässigen Mannschaften aus Erfurt, Schwerin, Frankfurt/Oder oder Chemnitz hinter sich. Zudem gewann die Schulauswahl auch kürzlich den IV. Flatow-Cup sicher. Turniererfolge sind nicht allein aussagekräftig, doch wer die Steppkes beim Training beobachtete oder sie beim „Tag der offenen Tür" erlebte, wie sie Kostproben ihres technischen Repertoires brachten, kann behaupten, die Poelchau‑Schule ist auf dem richtigen Weg. Hier das Projekt von Tennis Borussia mit der Göttinger Gruppe, auf der anderen Seite die sportbetonten Schulen im NOFV, sie alle verfolgen ein gemeinsames Anliegen: jungen, talentierten Burschen ihre Sportart näherzubringen, sie sportlich anzuleiten.

 

Klaus-Jürgen Hoffmann

Presse

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