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Hochbetrieb
herrschte vor kurzem beim „Tag der offenen Tür" an der Poelchau-Schule.
Auf zwei langen Schulstraßen präsentierten sich acht Profilsportarten
und gaben an Ständen Einblick in die Arbeit mit den jungen Sportlern,
überall dicht umlagert. Darüber hinaus stellte sich der Förderverein
vor und lag eine interessante Schulzeitung, das Poelchau‑Magazin,
aus. Dazu umrahmten viele sportliche Darbietungen auf einer Bühne sowie
Vorführungen in der Sporthalle das Ganze. Hier trafen wir auch die
jungen Kicker mit den verantwortlichen Trainern Markus Schatte und
Dennis Anton. Ihre Schützlinge zeigten Ausschnitte aus dem technischen
Ausbildungsprogramm.
Die Poelchau-Schule ist eine Gesamtschule im grünen Norden von
Charlottenburg. Hier werden Schülerinnen und Schüler mit der
Empfehlung für die Oberschulzweige Hauptschule, Realschule und
Gymnasium aufgenommen. An der benachbarten
Anna‑Freud‑Oberschule, die sich übrigens im gleichen
Gebäude befindet, kann die Fachschulreife, das Fachabitur abgelegt
werden. Sportkoordinator der Schule ist Lehrer Werner Stahr, der auch
dafür sorgt, daß Angebot und Nachfrage in den sportlichen Disziplinen,
die inhaltliche Gestaltung, den Erfordernissen entspricht.
Die Poelchau‑Schule ist die erste Schule im Westteil Berlins, die
ein derartiges Projekt für sportinteressierte Schüler anbietet. Ein
Projekt, das von Tennis Borussia sowie der Göttinger Gruppe in
Zusammenarbeit mit der Poelchau‑Schule mit Leben erfüllt wird. 50
Jungen und Mädchen mit der Sportart Fußball sind an dieser Einrichtung
bislang. Derzeit laufen noch die Sichtungen für die neu einzuschulenden
18 neuen Fußballschüler.
„Acht Stunden Training haben die Fußballer in der Woche, dazu
die zwei obligatorischen Sportstunden", so der verantwortliche
Trainer Markus Schatte.
Viele
der Steppkes gehören Tennis Borussia, den Füchsen, SW Spandau oder dem
SBC an. Insgesamt kommen sie aus 13 Vereinen.
Erst kürzlich nahmen Charles Takyi und Sekan Kara an einem Lehrgang der
C‑Jugend des DFB an der Sportschule in Leipzig teil. |
Geleitet
wurde dieser durch DFB-Auswahltrainer Klaus Sammer. Auch in den
Berliner Auswahlmannschaften sind viele Fußballer der
Poelchau‑Schule zu finden, so Benjamin Griesert, kürzlich beim
IV. Flatow‑Cup als bester Feldspieler ausgezeichnet.
Man hat sich an dieser sportbetonten Schule den Grundsatz zu eigen
gemacht: „Erfolg ist kein Zufall". Das gilt besonders und gerade
für den Sport. „Die Talentförderung ist keine Privatsache, nur durch
das tägliche Training stellen sich Erfolge ein", betont
Jugendleiter Olaf Schweunecke.
Das Projekt von Tennis Borussia mit der Poelchau‑-Schule läuft
erst kurze Zeit, bei den Kickern ist man im zweiten Jahr. Doch stellten
sich bei den Nachwuchsfußballern schon erste Erfolge ein. So setzte man
sich beim erstmalig durchgeführten TeBe-Schulcup erfolgreich durch und
ließ dabei starke Konkurrenz der im NOFV-Bereich ansässigen
Mannschaften aus Erfurt, Schwerin, Frankfurt/Oder oder Chemnitz hinter
sich. Zudem gewann die Schulauswahl auch kürzlich den IV. Flatow-Cup sicher.
Turniererfolge sind nicht allein aussagekräftig, doch wer die Steppkes
beim Training beobachtete oder sie beim „Tag der offenen Tür"
erlebte, wie sie Kostproben ihres technischen Repertoires brachten, kann
behaupten, die Poelchau‑Schule ist auf dem richtigen Weg. Hier das
Projekt von Tennis Borussia mit der Göttinger Gruppe, auf der anderen
Seite die sportbetonten Schulen im NOFV, sie alle verfolgen ein
gemeinsames Anliegen: jungen, talentierten Burschen ihre Sportart näherzubringen,
sie sportlich anzuleiten.
Klaus-Jürgen
Hoffmann |