Einmaliges Projekt zur Talentförderung


aus: vom 26. November 1998

Einmaliges Projekt zur Talentförderung in Berlin
beeindruckt sogar den DFB


Die Idee wurde vor zwei Jahren geboren. Werner Stahr, Lehrer an der Poelchau-Oberschule in Charlottenburg und Jürgen Sundermann, seinerzeit Trainer beim Fußball Zweitligaverein Tennis Borussia, setzten sich zusammen. Und sie schmiedeten einen Plan, wie in der Verbindung Schule und Verein auch an einer Bildungseinrichtung im Westteil der Hauptstadt Fußballtalente gezielt gefördert werden können. Dabei dienten ihnen die durchorganisierten sportbetonten Schulen der Ostbezirke als Vorbild.
Das Ergebnis ist ein Projekt, das in dieser Form in Deutschland einmalig ist, Modellcharakter hat und, wie es der Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, Otto Höhne, sagt, „sogar. auch den Deutschen Fußball-Bund beeindruckt".
Zweimal wöchentlich trainieren die lizensierten Trainer Markus Schatte und Denn Anton jeweils vier Stunden lang mit 35 talentierten Kindern der Poelchau-Oberschule. ,;Das bisherige Resultat kann sich sehen lassen", sagt Schuldirektor Rüdiger Barney.
Die Talente aus den siebten und achten Klassen spielen in Landesliga-Mannschaften von 13 Vereinen und werden dort von den ÜbungsIeitern besonders in Augenschein genommen. Barney wußte das gesamte Kollegium hinter sich, „als wir beschlossen; eine optimale Verbindung von 

schulischem Lernen und sportlichem Training herzustellen. Übrigens gilt das auch für andere Sportarten. Jeder Interessent kann sich um die Aufnahme an unserer Schule bewerben. Schwerer hat es Tennis Borussia. Der. Verein muß noch Vorbehalte abbauen,. die Partnerschaft zur Poelchau-Oberschule aus egoistischen Gründen zu unterhalten. TeBe-Vorstandsmitglied Sundermann sagt: „Wir sehen uns als eine Art Sponsor und ausschließlich in der Pflicht, Fußballtalente konzentriert zu betreuen und auszubilden. Es ist völlig unerheblich, wo sie spielen. Wir haben uns zunächst für vier Jahre zu diesem Engagement bekannt, um einfach mehr für die leistungssportliche Nachwuchsentwicklung zu tun. Wir unterstützen ein ausgesprochenes Schulprojekt, dem noch viele folgen sollten."
Einen Höhepunkt erlebte das zweijährige Sichtungstraining Dienstag und Mittwoch.
In der Sporthalle Sömmeringstraße ging es erstmals um den. „TeBe-Schulcup '98". Zehn Mannschaften; darunter
auch Sportgymnasien aus den neuen Bundesländern, bewarben sich um die Trophäe. Sieger einer. sogenannten Meistergruppe wurde die. erste Mannschaft der Poelchau-Oberschule. Dahinter folgten die Sportgymnasien aus Chemnitz, Jena und auf Platz vier die Berliner Flatow-Oberschule.  WSch

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