Poelchau - Oberschule blieb locker - Drumbo-Cup 2000  


aus: v. 17. Januar 2000

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Poelchau blieb locker

Charlottenburg: Friedensburg wieder "Vize"

In Charlottenburg nichts Neues, könnte man meinen. Der routinierte Turnierleiter Stephan Zapfe von der Liebermann-OS begrüßte nämlich das gleiche Teilnehmerfeld des 99iger Wettbewerbes, dass sich auch diesmal in der Vorrunde mit 11 Teams durchsetzten konnte. Immerhin 17 Jungen kickten auch schon vor Jahresfrist mit.
Am Ende triumphierte nicht unerwartet die sportbetonte Poelchau-OS um Trainer Michael Reer. Die mit zahlreichen Auswahl,- Regional- und Landesligaspielern gespickte Mannschaft bot teilweise sehr ansehnlichen Fußball und 

DER SIEGER – Poelchau-OS.  
Stehend von links: Lehrer Michael Reer, Knappe, Wohlert, Marjanovic, Wahl, Trainer Dieter Lahl. Vorn von links: Wiederhöft, Hendschke, Binos, Seitz, Biller.

besaß mit Hentschke und Goalgetter Salihovic herausragende Akteure und gewann sicher verdient. Jedoch spielte man teilweise fast schon unterkühlt professionell und locker.Die Poelchauer zogen nämlich nur dann richtig an, wenn es nötig wurde. In der Berliner Endrunde müsste in puncto Konzentration und Konstanz noch eine Schippe draufgelegt werden.
Im Finale traf man auf den letztährigen Finalisten Friedensburg. Nach dem frühen Führungstor durch Hentschke (2.) waren die Fronten schnell verteilt. Die Friedensburg-OS drückte vornehmlich durch Korkmaz und Karatas auf den Ausgleich, die Poelchau-OS lauerte auf Konter. Zwar holte Friedensburg viele Ecken heraus, doch Poelchau-Keeper Wiedekamp musste kaum ernsthaft eingreifen. Die Entscheidung besorgte dann Salihovic kurz vor Schluss, als er sich gegen Wahbi am Rande des Fairplay durchsetzte und den Ball unter die Latte drosch (10.).
In der Vorrunde der Staffel B standen sich die späteren Finalisten schon einmal gegenüber. Hier holte die Friedensburg-OS beim 1:1 verdient einen Zähler. Titelverteidiger Elisabeth-OS spielte diesmal keine Rolle, nach der 1:2-Niederlage gegen Friedensburg ging man gegen die Poelchauer mit wehenden Fahnen unter (1:7). Die beiden Treffer für die Elisabeth-OS erzielte Barboutis.
In der Staffel A schafften Liebermann- und Schlesien-OS den Einzug in die Vorschlussrunde. Da beide Teams die Pommern-OS in die Schranken wiesen, konnte sich die Schlesien-OS sogar den Luxus einer 0:6-Klatsche gegen Liebermann erlauben.
Im ersten Halbfinale zwischen Liebermann und Friedensburg (1:4) setzte Liebermanns Kilicaslan mit einem Schuss per Hacken zwar das erste Achtungszeichen, doch traumhafte Treffer von Karatas (Direktabnahme) und Korkmaz (von links in rechte untere Ecke) brachten die Friedensburg-OS schnell auf die Siegerstraße.
Im zweiten Überkreuzvergleich schien die Schlesien-OS mit ihrer Einschläferungstaktik Erfolg zu haben. Nach dem schnellen Führungstor durch Hentschke (2.) vergaß die Poelchau-OS nämlich lange, den Sack zu zubinden. Immer wieder scheiterten Hentschke, Wiederhöft & Co. am großartig reagierenden Schlesien-Torwart Bach. Und als plötzlich Steinke das 1:1 besorgte (9.) lag eine Überraschung in der Luft. Doch in den letzten 90 Sekunden umgingen die nun wachgerüttelten Poelchauer mit drei Treffern noch das drohende Neun-Meter-Schießen.
Die Schiedsrichter Klaus Strehlow (Lichtenberg 47) und Gerhard Klahn (SSV Oberspree) mussten einige Male das Geschehen beruhigen und verhängten drei Zeitstrafen. Zudem „durfte“ Turnierleiter Zapfe mehrmals die Streitigkeiten rivalisierenden Zuschauer schlichten. Augenzeugen in der leider ungeheizten Sömmering-Halle waren Drumbo-Cup-Erfinder Heinz Habbel sowie Karsten Finger von der Dresdener Bank, der die Siegerehrung durchführte.
Der Sieger
Poelchau–OS: Dennis Wiedekamp (TeBe) – Brain Biller (SW Neukölln), Benjamin Hentschke (TeBe), Aleksander Marjanovic (Hertha BSC), Jeffrey Seitz (Tasmania 73), Patrick Wiederhöft (SW Spandau), Christian Ritter (Tasmania 73), Sejad Salihovic (Hertha 03). Trainer: Michael Reer.

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