|
Vom
kommenden Schuljahr an wird es im Westteil der Stadt eine sportbetonte
Oberschule geben. An der Charlottenburger Poelchau‑Gesamtschule,
an der auch das Abitur abgelegt werden kann, werden zwei Klassen
ausschließlich Hochleistungssportlern vorbehalten sein. In einer
weiteren Klasse lernen sowohl Spitzensportler als auch normale Kinder.
Damit hat Berlin dann vier Sportschulen. Neben der Poelchau-Oberschule
sind das die Coubertin-, die Werner-Seelenbinder- sowie die
Flatow-Oberschule.
Wie Rüdiger Barney, Leiter der Poelchau-Schule gestern mitteilte, wählt
der Landessportbund gemeinsam mit den Fachverbänden die Kinder und
Jugendlichen aus, die in den sportbetonten Klassen lernen dürfen. So
genannte Quereinsteiger werden auch genommen. Sie müssen allerdings
vorher einen Eignungstest absolvieren. Diese Mädchen und Jungen werden
vor allem in den Sportarten Rudern, Hockey, Leichtathletik, Schwimmen,
Wasserball und Leichtathletik ausgebildet. Es gibt gleichzeitig die Möglichkeit,
dass die Schüler im Fußball, Basketball, Tischtennis oder Volleyball
verstärkt unterrichtet werden.
Sportsenator Böger (SPD) sagte, dass die Wahl auf die Charlottenburger
Oberschule wegen der günstigen Lage zu vielen Sportstätten fiel. Das
Landesleistungszentrum für die Ruderer am Jungfernheideweg sei
beispielsweise zu Fuß zu erreichen. Zwei Busse, die vom Bezirksamt und
vom Fußballverein Tennis Borussia finanziert werden, bringen die Schüler
an weitere Sportplätze. Nach Aussage von Böger sei eine Eliteförderung
wichtig: „Der Spitzensport hat eine Ausstrahlung in die Gesellschaft,
die nicht zu unterschätzen ist". Zusätzliche Lehrer müssen an
der Gesamtschule in Charlottenburg vorerst nicht eingestellt werden. Sie
kooperiert mit der benachbarten Anna-Freud-Oberschule.
Wer
sein Kind an der Schule anmelden will, kann dies unter Telefon 3430 5211
für die 7. Klasse und 11. Klasse tun. (fg.) |