Zweimal Silber im Bundesfinale Fußball ...

aus: vom  27. September 2004

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Zweimal Silber für "Poelchau"

Viel Stimmung beim Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia"


Über drei Tage lang gaben sich die besten Schulfußballer bei den Mädchen und Jungen aus den 16 Bundesländern in Berlin ein Stelldichein. Gespielt wurde jeweils in zwei Altersklassen beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia": Die Jungen kickten auf dem Maifeld am Olympiastadion, die Mädchen an der Göschenstraße in Wittenau.
Die „Poelchau-Oberschule“ aus Charlottenburg war gleich dreimal vertreten. Und Berlin ging nicht leer aus: Zweimal standen die Mädchen der Poelchau-Oberschule im Endspiel, jeweils gegen die Sportschule Potsdam. Zweimal setzte sich wie bereits in den Vorjahren verdientermaßen der Nachwuchs aus Potsdam durch.
Nicht mithalten mit den Mädchen konnten die Jungen. Die Poelchau-Oberschule belegte bei den Jahrgängen 1988-90 Platz sieben, während die Heinrich-Böll-Oberschule bei den Jahrgängen 1990‑92 auf Rang acht landete.

Finale der Mädchen (1988 bis '90)

Poelchau-Oberschule - Sportschule Potsdam 1:3 (0:0) 'POELCHAU: Buschow - Primann, Bönisch, Lange, N. Banecki, Neto, Chaabi, Weise, Yaren, Muthke.
POTSDAM: Bellinghoven - Schlanke, Holland, Bakke, Mastkord, Schiewe, Hagemann, Schötz, Paschen, Starick.
TORE: 0:1(43.) Hagemann, lässt Weise gekonnt aussteigen, 0:2 (58.) Holland, 0:3 (61.) Starick,1:3 (66.) Yaren
BESTE SPIELERINNEN: N. Banecki, Hagemann, Schiewe, Holland.

In der über 2 x 35 Minuten gehenden Partie tasteten sich beide Teams zunächst ab. Keiner wollte sich eine Blöße geben. Doch zeigte sich bereits in dieser durchaus ansprechenden ersten Halbzeit , dass der Nachwuchs von Turbine Potsdam nicht nur körperlich deutlich überlegen war, sondern auch spielerisch den Ton angab. In dieser Phase unterstrich einmal mehr Poelchau-Keeperin Buschow, dass sie ein sehr zuverlässiger Rückhalt ist. Sehenswert, wie sie beispielsweise gegen Starick klärte (22.) klärte.
Im zweiten Abschnitt machten die Potsdamerinnen noch mehr Druck, ließen nun über weite Strecken geschickt Ball und Gegner laufen. Erst beim Stande von 0:3 konnte die beste Berlinerin, Nicole Banecki, das Ergebnis etwas freundlicher gestalten. Die in der Vorrunde so souverän aufspielenden Bönisch und Primann konnten sich gegen die dominanten Mädchen aus dem Nachbarbezirk Potsdam nicht entscheidend durchsetzen. Schiewe, die bereits ' im Bundesliga-Team von Turbine zum Einsatz kam, zeigte nun viel Übersicht:

Vorrunde: Poelchau - Sportschule Obervieland (Bremen) 2:1, Poelchau‑Hochwaldgymnasium Wadern (Saarland) 3:1 Poelchau - Realschule am Europakanal Erlangen (Bayern) 3:0. Viertelfinale: Poelchau-Goethegymnasium Kelbra (Sachsen-Anhalt) 12:0. Halbfinale: Poelchau-Sportgymnasium Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) 1:1 (3:2 im Neunmeterschießen).

Finale der Mädchen ( 1990 bis '92)

Poelchau-Oberschule  -  Sportschule Potsdam 2:5 (1:1)
POELCHAU: Mohamed - Neubauer, Wirrchen, Breistoffer, Hon, Lüdecke, Kozian, Teodoridis, Vojticzek, Rühle.
POTSDAM: Eichmann - Brosius, Schödel, Küpper, Lindner, Mohr, Dierer, Notthoff, Hecht, Danner.
TORE: 1:0 (21.) Neubauer, 1:1(24.) Schödel, 2:1 (50.) Teodoridis, 2:2 (53.) Undner, 2:3 (56.) Lindner, 2:4 (58.) Undner, 2:5 (60.) Mohr.
BESTE SPIELERINNEN: Teodoridis -Uindner, Schödel, Brosius.

In der Vorrunde kamen die Mädchen von Trainer Jürgen Druschky zwar in drei Partien auf 30:0 Tore, doch  

spätestens im Finale wurde den Kickerinnen um die herausragende Teodoridis (GW Neukölln) die Grenzen aufgezeigt. 
Zwar führte „Poelchau" zweimal, doch fanden die Brandenburgerinnen jeweils schnell ins Spiel zurück. Besonders nach dem Seitenwechsel trumpfte der Sieger groß auf. Aus einer kompakt stehenden Abwehr heraus schwärmten die quicklebendigen Potsdamerinnen gefährlich aus und nutzten ihre Chancen optimal. Zudem hatte der Turbine-Nachwuchs nach der Pause im konditionellen Bereich noch einiges zuzulegen.

Vorrunde: Poelchau - Staatliche Regelschule „Anna Sophia" (Thüringen) 14:0, . Poelchau -Wilhelm-Heinrich-von-RiehlOberschule Wiesbaden (Hessen) 12:0, Poelchau - Otto-Hahn-Gymnasium Karlsruhe (Baden-Württemberg) 4:0. Viertelfinale: Poelchau-Wemer-Heisenberg-Gymnasium Heide (Schleswig-Holstein) 11:1. Halbfinale: Poelchau -Otto-Hahn-Realschule Bitburg (Rheinland-Pfalz) 5:1.

Finale der Jungen (1988 bis '90)

Poelchau-Oberschule auf Rang sieben

Nach den ansprechenden Leistungen in der Vorrunde, besonders beim 5:0 gegen die Jungen aus Hessen, bauten die Mannen um Trainer Dirk Kunert im Viertelfinale mächtig ab. Hier spielten die Berliner trotz deutlicher Überlegenheit nur 0:0 gegen das Sportgymnasium Jena (Thüringen). Das anschließende Elfmeterschießen endete 4:5. Nun musste man um die Plätze 5 bis 8 ran. Offenbar wurde die Truppe um Spielführer Prestel damit nicht ganz fertig. Gegen den Vertreter aus Niedersachsen unterlagen die Berliner mit1l:2. Damit aber nicht genug.
Erst sah Kapitän Prestel nach einer Reklamation die Rote Karte. Später marschierten auch noch Dikmen und Huke wegen überharter Gangart.
Am dritten Tag aber zeigte sich das Team erholt und bot über weite Strecken durchaus ansehnlichen Fußball und setzte sich mit 6:3 gegen: die Jungen aus dem Otto‑Hahn‑Gymnasium (Karlsruhe) durch. Damit sprang wenigstens Rang sieben heraus. Die Treffer des Siegers schossen Ben-Hatira (2), Lemke, Morack, Pech und Jerome Boateng.

Das Aufgebot der Poelchau-Oberschule: Koch -Jerome Boateng, Ben-Hatira, Brendel, Capolei, Demirkol, Dikmen, Huke, Dennis und Patrick Lemke, Morack, Pech, Prestel, Schmoldt, Ruttke.

Vorrunde: Poelchau - Gymnasium Homburg (Saarland) 2:1, Poelchau – Cart-Schurz-Schule Frankfurt/Main (Hessen) 5:0, Poelchau- Otto-Hahn-Gymnasium Karlsruhe (Baden-Württemberg) 2:1.

Finale der Jungen (1990 bis 92)

Sportschule Cottbus – Obervieland-Oberschule(Bremen) 4:0.

Böll-Oberschule hält gut mit
Die Heinrich-Böll-Oberschule, trainiert von Trainer Peter Kremkow und Andreas Werner, setzte sich in der Vorrunde mit zwei Siegen und einer Niederlage durch. Besonders beim 4:1 gegen Hofenwestedt boten die Berliner eine geschlossene Mannschaftsleistung. Im Viertelfinale mussten sie dann aber die Segel streichen, als sie gegen den späteren Sieger, die Sportschule Cottbus, glatt mit 0:5 unterlagen. Im Spiel um Platz sieben unterlag die Böll-Oberschule dem Sportgymnasium Schwerin 2:4. Die Berliner Tore erzielten Krentz und Ngo.

Finale: Sportschule Cottbus - Sportgymnasium Dresden 3 : 0.


Klaus-Jürgen Hoffman

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