"Poelchau" zweimal Zweiter ...    


aus: vom  30. September 2002

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Poelchau-OS zweimal Zweiter

Gute Stimmung beim Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia"
Von Klaus-Jürgen H o f f m a n n

Prächtige Stimmung beim 64. Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia": Die Landessieger der 16 Bundesländer ermittelten in der vergangenen Woche bei der Schul-Olympiade in Berlin ihre Besten. Zu den prominentesten Gästen unter den rund 3600 Schülern zählte zweifellos Bundespräsident Johannes Rau. In vier Altersklassen (Jungen und Mädchen) wurde drei Tage lang gespielt. Erfreulich aus Berliner Sicht, dass die Poelchau-Oberschule zweimal den Einzug ins Finale schaffte. Die Jungen (WK II) unterlagen der Lausitzer Sportschule Cottbus 1:3, die Mädchen (WK III) hatten gegen die jungen Potsdamerinnen abermals das Nachsehen und scheiterten 0:5. Die Spandauer Heinrich-Böll-OS wurde nach 2:2 und 5:4 im Elfmeterschießen im WK III gegen die Jungen aus Trier Fünfter.

Jungen, WK II (Jahrgänge 1986-88), Finale: Poelchau-Oberschule -Lausitzer Sportschule 1:3 (1:0)
POELCHAU: Lauenstein, Bloszyk, Boateng, Bongartz, Cubukcu, Ebert, Griesert, Grubert, Müller, Özüpek, Preiß, Prestel, Röhr, Yelen, Sonar.
COTTBUS: Petereit ,Genge,Halke, Jahn, Schwenk, Gübsch, Schuppen, Unversucht, Teichmann, Päch, Frahn, Hoßmang, Weber, Wiener, Fiedler.SR: Hähnel (Berlin) Z.: 275.
TORE: 1:0 (34.) Sonar, Foulelfmeter, nachdem der Schütze durch Weber von den Beinen geholt wurde, 1:1 (43.) Frahn nach tollem Kopfball, 1:2 (58.) Hübsch, setzte sich gegen mehrere Abwehrspieler durch, 1:3 (64.) Frahn, aus Nahdistanz.
BESTE SPIELER: Ebert, Sonar - Hübsch, Päch,Halke.
Bis ins Finale marschierten die meist bei Hertha BSC spielenden Berliner ohne größere Gegenwehr. Hier aber erwies sich die Lausitzer Sportschule aus Cottbus als eine Nummer zu groß. Zwar hatte das Team um Trainer Markus Schatte nach 20 Minuten etwas Oberwasser gewonnen und durch Boateng,  Yelen (19.) sowie durch Sonar (24.) gute Torchancen. Doch erst als Weber etwas zu rustikal gegen den durchbrechenden Sonar einstieg, schafften die Berliner die Führung vom Elfmeterpunkt.
Von dem Gegentor ließen sich Cottbusser aber keineswegs beeindrucken. Sie zogen fortan ein schnelles und konzentriertes Spiel auf. Glück für die Berliner, als Fiedler (39.) freistehend das Leder über das Quergebälk bugsierte. Doch bald nach dem Seitenwechsel war es passiert.
Die Mannen der Poelchau-Oberschule gingen zu wenig in die Zweikämpfe und griffen die flinken Gäste oftmals zu spät an. Der Ausgleich war durchaus verdient (43.). Und  

der Cottbusser Päch (44.) hätte kurz darauf beinahe das 2:1 erzielt; er traf aber nach einem einem schönen Solo den ball nicht richtig. Nur noch selten konnten sich die Berliner vom Gästedruck befreien, weil sie vor allem im Mittefeld zu wenig Konstruktives boten.
Sonar und Preiß kamen in der Spitze immer weniger zur Geltung, auch Yelen konnte nichts mehr bewegern. Bei Distanzschüssen von Boateng kam nichts Zählbares mehr zustande. Die langen Kerle im Lausitzer Team (Unversucht, Spielführer Päch oder Hübsch) waren einfach cleverer.Bei den Berliner wurden vor allem Bieler und Dejagah vermisst, die mit der U 17-Nationalmannschaft gegen Nordirland im Einsatz waren.
Vorrunde: Poelchau-OS gegen Gymnasium Konz (Rheinland-Pfalz) 6:0, Poelchau-OS gegen die Gesamtschule Saarbrücken-Restbachtal (Saarland) 14:0, Poelchau-OS gegen Wilhelm-Heinrich-von Piehl-Schule Wiesbaden (Hessen) 2:1.
Viertelfinale: Poelchau-OS - Sportgymnasium Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommem) 4:2.
Halbfinale: Poelchau-OS - Gesamtschule Berger Feld Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) 2:1.


Mädchen, WK III
, Finale: Poelchau-Oberschule - Sportschule Potsdam 0:5 (0:2)
POELCHAU: Buschow, Weise,S. Banecki, N. Banecki, Bönisch, Chaabi, Nawroacka, Neto, Primann, Melzheimer.
Wie bereits im Vorjahres-Finale (0:6) bekamen die Berlinerinnen von der sportbetonten Potsdamer Schule ihre Grenzen aufgezeigt. ,;Sicherlich ist die Niederlage etwas zu hoch ausgefallen, denn wir sahen streckenweise nicht schlecht aus", war Trainer Jürgen Druschky trotz des 0:5 keineswegs unzufrieden.
Vielleicht müsste Berlin mehr Werbung für den Mädchen-Fußball betreiben, um künftig neue und erfolgversprechende Wege zu gehen. Seit zwei Jahren zeigen die Verantwortlichen aus dem Nachbarland Brandenburg, wie es geht. Der zweimalige Durchmarsch der Mädchen aus Potsdam ist der beste Beweis dafür.
Potsdam war physisch, aber auch technisch eine gehörige.Portion besser und wirkte zudem abgeklärter. Die beiden Torjägerinnen auf Berliner Seite, die Geschwister Banecki, kamen jedenfalls nur selten richtig zur Geltung.
Vorrunde: Poelchau-OS gegen Gymnasium Meckelfeld, Seevetal (Niedersachsen) 1:3., Poelchau-OS gegen Hochwald-Gymnasium Wadem (Saarland) 9:0, Poelchau-OS gegen Stiftschule St. Johann (Hessen) 8:0.
Viertelfinale: Poelchau-OS gegen Sportgymnasium Schwerin (Mecklenburg/Vorpommem) 6:0. Hier erzielte S. Banecki fünf Tore.
Halbfinale: Poelchau gegen Realschule Baumholder (Rheinland-Pfalz) 5:1.

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