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Prächtige Stimmung beim 64. Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia":
Die Landessieger der 16 Bundesländer ermittelten in der vergangenen
Woche bei der Schul-Olympiade in Berlin ihre Besten. Zu den
prominentesten Gästen unter den rund 3600 Schülern zählte zweifellos
Bundespräsident Johannes Rau. In vier Altersklassen (Jungen und
Mädchen) wurde drei Tage lang gespielt. Erfreulich aus Berliner Sicht, dass
die Poelchau-Oberschule zweimal den Einzug ins Finale schaffte. Die
Jungen (WK II) unterlagen der Lausitzer Sportschule Cottbus 1:3, die
Mädchen (WK III) hatten gegen die jungen Potsdamerinnen abermals das
Nachsehen und scheiterten 0:5. Die Spandauer Heinrich-Böll-OS wurde
nach 2:2 und 5:4 im Elfmeterschießen im WK III gegen die Jungen aus Trier
Fünfter.
Jungen,
WK II (Jahrgänge 1986-88), Finale: Poelchau-Oberschule -Lausitzer Sportschule 1:3 (1:0)
POELCHAU: Lauenstein, Bloszyk, Boateng,
Bongartz, Cubukcu, Ebert, Griesert, Grubert,
Müller, Özüpek, Preiß, Prestel, Röhr, Yelen,
Sonar.
COTTBUS: Petereit ,Genge,Halke, Jahn,
Schwenk, Gübsch, Schuppen, Unversucht,
Teichmann, Päch, Frahn, Hoßmang, Weber,
Wiener, Fiedler.SR: Hähnel (Berlin) Z.: 275.
TORE: 1:0 (34.) Sonar, Foulelfmeter,
nachdem der Schütze durch Weber von den
Beinen geholt wurde, 1:1 (43.) Frahn nach tollem
Kopfball, 1:2 (58.) Hübsch, setzte sich gegen
mehrere Abwehrspieler durch, 1:3 (64.) Frahn,
aus Nahdistanz.
BESTE SPIELER: Ebert, Sonar - Hübsch,
Päch,Halke.
Bis ins Finale marschierten die
meist bei Hertha BSC spielenden
Berliner ohne größere Gegenwehr.
Hier aber erwies sich die Lausitzer
Sportschule aus Cottbus als eine
Nummer zu groß. Zwar hatte das
Team um Trainer Markus Schatte
nach 20 Minuten etwas Oberwasser
gewonnen und durch Boateng, Yelen (19.) sowie durch Sonar (24.)
gute Torchancen. Doch erst als
Weber etwas zu rustikal gegen den
durchbrechenden Sonar einstieg,
schafften die Berliner die Führung
vom Elfmeterpunkt.
Von dem Gegentor ließen sich
Cottbusser aber keineswegs
beeindrucken. Sie zogen fortan ein
schnelles und konzentriertes Spiel
auf. Glück für die Berliner, als
Fiedler (39.) freistehend das Leder
über das Quergebälk bugsierte.
Doch bald nach dem Seitenwechsel
war
es
passiert.
Die Mannen der Poelchau-Oberschule gingen zu wenig in die
Zweikämpfe und griffen die flinken
Gäste oftmals zu spät an. Der
Ausgleich war durchaus verdient
(43.). Und
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der Cottbusser Päch
(44.) hätte kurz darauf beinahe
das 2:1 erzielt; er traf aber nach
einem einem schönen Solo den ball
nicht richtig. Nur noch selten
konnten sich die Berliner vom Gästedruck befreien, weil sie vor allem im
Mittefeld zu wenig Konstruktives
boten.
Sonar und Preiß kamen in der
Spitze immer weniger zur Geltung,
auch Yelen konnte nichts mehr bewegern. Bei Distanzschüssen von Boateng kam nichts Zählbares mehr
zustande. Die langen Kerle im
Lausitzer Team (Unversucht,
Spielführer Päch oder Hübsch)
waren einfach cleverer.Bei den Berliner wurden vor
allem Bieler und Dejagah vermisst,
die mit der U 17-Nationalmannschaft gegen
Nordirland im Einsatz waren.
Vorrunde:
Poelchau-OS gegen Gymnasium
Konz (Rheinland-Pfalz) 6:0, Poelchau-OS gegen
die Gesamtschule Saarbrücken-Restbachtal
(Saarland) 14:0, Poelchau-OS gegen Wilhelm-Heinrich-von Piehl-Schule Wiesbaden (Hessen) 2:1.
Viertelfinale:
Poelchau-OS - Sportgymnasium
Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommem) 4:2.
Halbfinale:
Poelchau-OS - Gesamtschule Berger Feld Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen)
2:1.
Mädchen, WK III, Finale:
Poelchau-Oberschule - Sportschule Potsdam 0:5 (0:2)
POELCHAU: Buschow, Weise,S. Banecki, N. Banecki, Bönisch, Chaabi,
Nawroacka, Neto, Primann, Melzheimer.
Wie bereits im Vorjahres-Finale
(0:6) bekamen die Berlinerinnen
von der sportbetonten Potsdamer
Schule ihre Grenzen aufgezeigt.
,;Sicherlich ist die Niederlage etwas
zu hoch ausgefallen, denn wir
sahen streckenweise nicht schlecht
aus", war Trainer Jürgen Druschky
trotz des 0:5 keineswegs
unzufrieden.
Vielleicht müsste Berlin mehr
Werbung für den Mädchen-Fußball
betreiben, um künftig neue und
erfolgversprechende Wege zu
gehen. Seit zwei Jahren zeigen die
Verantwortlichen aus dem
Nachbarland Brandenburg, wie es
geht. Der zweimalige Durchmarsch
der Mädchen aus Potsdam ist der
beste Beweis dafür.
Potsdam war physisch, aber auch
technisch eine gehörige.Portion
besser und wirkte zudem
abgeklärter. Die beiden
Torjägerinnen auf Berliner Seite,
die Geschwister Banecki, kamen
jedenfalls nur selten richtig zur
Geltung.
Vorrunde: Poelchau-OS gegen Gymnasium Meckelfeld, Seevetal (Niedersachsen) 1:3., Poelchau-OS gegen Hochwald-Gymnasium
Wadem (Saarland) 9:0, Poelchau-OS gegen
Stiftschule St. Johann (Hessen) 8:0.
Viertelfinale: Poelchau-OS gegen
Sportgymnasium Schwerin (Mecklenburg/Vorpommem) 6:0. Hier erzielte S.
Banecki fünf Tore.
Halbfinale:
Poelchau gegen Realschule
Baumholder (Rheinland-Pfalz) 5:1.
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