Preis gewonnen bei "Rauchen macht arm" ...

vom 25. Juni 2004

Bei uns wird nicht gequalmt

Poelchau-Schüler gewannen Preis im Ideenwettbewerb "Rauchen macht arm"

Charlottenburg-Wilmersdorf. Entgegen dem allgemeinen Trend nimmt unter den Berliner Schülern die Zahl der Raucher zu.
Das trifft jedoch nicht auf die Klasse 9S1 der Poelchau-Oberschule in Charlottenburg zu. In dieser Klasse gibt es keinen einzigen Raucher. Das, so versichern Nicolai (17), Linda (15) und Rene (16), nicht aus Geiz, sondern aus Überzeugung, gesund leben zu wollen.
Diese Überzeugung teilen leider nicht alle Klassen dieser Schule. Bei der 9S1 handelt es sich um eine der sportbetonten Klassen, denn die Poelchau-Schule ist eine Schmiede des Berliner Spitzensports.

Freude über Kreativität
Die Klasse hatte sich für die Idee von Gesundheitsstadträtin Martina Schmiedhofer 

Die Poelchau-Oberschüler fertigten eine Installation aus überdimensionalen Zigaretten, auf denen sie ihre Argumente gegen das Rauchen untergebrachten.

(B90/ Die Grünen) begeistert, die die Schulen des Bezirks zu einem Ideenwettbewerb unter dem Motto "Rauchen macht arm" aufgerufen hatte. Zu den Siegern des Wettbewerbs, die zur Preisverleihung in das alkoholfreie Restaurant "Weißer Elefant" in der Wilmersdorfer Wegenerstraße eingeladen wurden, gehörte auch die Nichtraucherklasse der Poelchau-Schule.
Sie fertigten eine Installation aus überdimensionalen Zigaretten, auf denen sie ihre Argumente gegen das Rauchen un tergebracht hatten. Dieses Projekt wurde von ihrer Lehrerin Steffi Kinberger begleitet, die gerade ihr Examen bestanden hat. Sehr zum Bedauern der Jugendlichen und der Schule wird sie ihre Nichtraucherklasse nicht weiter begleiten können, da Berlin keine Lehrerstelle für sie hat.
Martina Schmiedhofer freute sich bei der Siegerehrung über die Kreativität der Schüler, mit der sie sich mit dem Thema auseinander setzten und ihre Entscheidung gegen das Rauchen trafen. Es wurden Fotos, Comics, ein Mobile, einige Videoclips und eine Wandzeitung eingesandt.

Im August sollen alle Beiträge im Rahmen einer Ausstellung im Rathaus Charlottenburg der Öffentlichkeit gezeigt werden. "Ich bin sicher", sagt die Politikerin, "dass es gelingt, durch die Ausstellung noch einige Raucher zum Nachdenken zu bewegen und sogar vom Rauchen abzubringen".  FW

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