Der Westen bekommt 'ne Sportoberschule ...  


Der Westen bekommt 'ne Sportschule

von Gerhard Lehrke


Cracks an der Poelchau-Schule:
Dennis Aydin (14, l.) und Lukasz Chmielieswki (14),
Berliner Doppelmeister, üben mit Verbandstrainer

BERLIN - Der Westteil bekommt jetzt die erste Sport-Oberschule: Junge Hochleistungssportler aus dem Westen und dem Norden müssen ab nächstem Schuljahr keine weiten Reisen mehr zu den drei Sportoberschulen im Osten unternehmen.
Ausgewählt wurde die Poelchau-Gesamtschule (Charlottenburg, Halemweg), die zugleich noch eine gymnasiale Oberstufe erhalten wird: Da wurde Schulsenator Klaus Böger (SPD) mal nicht mit Protestplakaten empfangen.
In zwei der sechs 7. Klassen werden dann Hochleistungssportler eingeschult, die von den Sport-Fachverbänden und Landestrainern ausgewählt und an der Schule trainiert werden.
Sie haben zehn statt drei Stunden Sport in der Woche - eine Mehrbelastung von zwei Stunden 

pro Woche. Dafür entfällt unter anderem ein Wahlpflichtfach. Abends wird im Verein trainiert.In der Schule, die bereits sportorientiert ist, werden dann vorwiegend Hockey, Rudern (das Landesleistungszentrum ist in der Nähe), Leichtathletik, Schwimmen/Wasserball und Moderner Fünfkampf angeboten. Als Projektsportarten werden Basket-, Volley- und Fußball sowie Tischtennis weitergeführt. Übrigens: Die drei aus DDR-Vorläufern entstandenen Sportschulen im Ostteil der Stadt (Seelenbinder-, Flatow- und Coubertin-Schule) stellten bei den Olympischen Spielen in Sydney 40 der 59 Berliner Teilnehmer.

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