Wasserfreunde schwimmen oben ...


v.  30. November  2004


Wasserfreunde schwimmen oben: 
Rang vier der C-Jugend unterstreicht 
die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit der Spandauer Wasserballer

Von Michael Färber

Die gute Laune ist offensichtlich. "Wenn ich das Geheimnis unserer guten Jugendarbeit verrate", sagt Piotr Bukowski, Trainer des Wasserball-Nachwuchses der Wasserfreunde Spandau 04, "dann wissen es die anderen Mannschaften auch." Recht hat er. Doch die Gründe, warum Spandau sich im Jugendbereich hinter Bayer 08 Uerdingen - beide Klubs brachten alle Nachwuchsteams in die Finalrunden - geschoben hat, sind offensichtlich.
"Die Jugendarbeit wird seit einigen Jahren richtig ernst genommen", sagt Bukowski. Nach den 80er und 90er Jahren, in denen die Konkurrenz den Wasserfreunden immer wieder vorgeworfen hatte, talentierte Bundesliga-Spieler wegen der größeren Finanzkraft nur kaufen zu können, zeigt man den Rivalen nun, daß auch in der Hauptstadt Wasserballer von Format ausgebildet werden können.
Mit Erfolg, wie die deutschen Endrunden belegen: Die von Bukowski betreute A-Jugend wurde Meister, die B-Jugend (Trainer: Duncan Faulkner) holte Bronze. Und die C-Jugend von Trainer Artur Pisarski wurde just am vergangenen Wochenende guter Vierter hinter dem Überraschungssieger OSC Potsdam, Hellas Hildesheim und Gastgeber Uerdingen. Wobei die Wasserfreunde nur wegen der knappen Niederlage gegen Uerdingen (4:5) an einer Medaille vorbei geschwommen sind.
Daß diese Früchte geerntet werden konnten, liegt sowohl am erfahrenen Trainerteam als auch an der Zusammenarbeit mit der sportbetonten Poelchau-Schule in Charlottenburg. "Anders als in Uerdingen, wo die Verbindung nach oben fehlt, profitiert davon auch unser Männerteam", sagt Bukowski. Die gute Laune in seiner Stimme ist nicht zu überhören.

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