Wieder Deutscher Wasserballmeister ...  


30. Oktober 2001

In letzter Sekunde

Spandaus B-Jugend verteidigt Wasserball-Titel - Neukölln Sechster

VON MICHAEL FÄRBER

Berlin - 15 Spiele waren in der Schwimmhalle Schöneberg angesetzt. Insgesamt 420 Minuten, verteilt auf drei Tage, sollten gespielt werden, bis der Deutsche Wasserball-Meister der männlichen B-Jugend gekürt werden konnte. Am Ende entschied lediglich eine Sekunde - die letzte des Endturniers.
Als Florian Damaschke den Ball ins Tor wuchtete, in jenem allerletzten Moment, da kannte der Jubel bei den Wasserfreunden Spandau 04 keine Grenzen mehr. Damaschkes Tor bedeutete das 6:6 gegen den ASC Duisburg in der entscheidenden Partie um den Titel. Ein Punkt, der den Spandauern genügte, um wie schon im Vorjahr ganz oben zu stehen.

Der Erfolg der Schützlinge desTrainergespanns Duncan Faulkner und Peter Bukowski sowie der Triumph der A-Jugend des SC Wedding eine Woche zuvor belegen: Berlin ist nicht nur im Männerbereich mit Rekordmeister Spandau 04, sondern auch im Nachwuchs die deutsche Wasserball-Hauptstadt. 
Dabei schien es, als sollte den 04-ern, die ohne Niederlage die Endrunde erreichten und auch vom SC Neustadt (6:5), SV Weiden (8:6), der SG Neukölln (11:5) sowie Bayer Uerdingen (8:6) nicht zu stoppen waren, auf der Zielgeraden die Luft ausgehen. 
Lange fanden die Wasserfreunde kein Mittel gegen den besten Duisburger, Sven Rößing. Der ASC-Torjäger und C2-Nationalspieler erzielte alle sechs Treffer gegen die Gastgeber.

So auch die wichtige 6:5-Führung 2:22 Minuten vor dem Abpfiff.
Und doch sollte er zum tragischen Held werden. Grund: Rößing musste fünf Sekunden vor dem Ende zum dritten Mal eine Strafzeit absitzen. Damit war der Weg frei für Florian Damaschke.
Während Spandau 04, das in Andre Walkhoff auch den besten Spieler der Finalrunde stellte, sein Ziel mit Glück und Geschick erreichte, blieb Berlins zweiter Vertreter, die SG Neukölln, hinter den Erwartungen zurück. 
Ohne Punkt blieb der Mannschaft der Trainer Gabor Bujka und Michael Taege nur die Rote Laterne. Im entscheidenden Spiel um Platz fünf musste Berlins Vize-Meister gegen Weiden, das jüngste Team der Endrunde, eine 8:11-Niederlage hinnehmen.
      MoPo vom 30. Oktober 2001

Wasserduell:

Spandaus
Ralph Kleinschmidt

gegen

Duisburgs
Florian Kreuzmann

Presseschau