|
VON
MICHAEL FÄRBER
Berlin - 15 Spiele waren in der Schwimmhalle Schöneberg
angesetzt. Insgesamt 420 Minuten, verteilt auf drei Tage,
sollten gespielt werden, bis der Deutsche Wasserball-Meister der
männlichen B-Jugend gekürt werden konnte. Am Ende entschied
lediglich eine Sekunde - die letzte des Endturniers.
Als Florian Damaschke den Ball ins Tor wuchtete, in jenem
allerletzten Moment, da kannte der Jubel bei den Wasserfreunden
Spandau 04 keine Grenzen mehr. Damaschkes Tor bedeutete das 6:6
gegen den ASC Duisburg in der entscheidenden Partie um den
Titel. Ein Punkt, der den Spandauern genügte, um wie schon im
Vorjahr ganz oben zu stehen. |
Der Erfolg der Schützlinge desTrainergespanns Duncan
Faulkner und Peter Bukowski sowie der Triumph der A-Jugend des
SC Wedding eine Woche zuvor belegen: Berlin ist nicht nur im Männerbereich
mit Rekordmeister Spandau 04, sondern auch im Nachwuchs die
deutsche Wasserball-Hauptstadt.
Dabei schien es, als sollte den 04-ern, die ohne Niederlage
die Endrunde erreichten und auch vom SC Neustadt (6:5), SV
Weiden (8:6), der SG Neukölln (11:5) sowie Bayer Uerdingen
(8:6) nicht zu stoppen waren, auf der Zielgeraden die Luft
ausgehen.
Lange fanden die Wasserfreunde kein Mittel gegen den
besten Duisburger, Sven Rößing. Der ASC-Torjäger und
C2-Nationalspieler erzielte alle sechs Treffer gegen die
Gastgeber. |
So auch die wichtige 6:5-Führung 2:22 Minuten vor
dem Abpfiff.
Und doch sollte er zum tragischen Held werden. Grund: Rößing musste fünf Sekunden vor dem Ende zum dritten Mal eine
Strafzeit absitzen. Damit war der Weg frei für Florian
Damaschke.
Während Spandau 04, das in Andre Walkhoff auch den besten
Spieler der Finalrunde stellte, sein Ziel mit Glück und
Geschick erreichte, blieb Berlins zweiter Vertreter, die SG Neukölln,
hinter den Erwartungen zurück.
Ohne Punkt blieb der Mannschaft
der Trainer Gabor Bujka und Michael Taege nur die Rote Laterne.
Im entscheidenden Spiel um Platz fünf musste Berlins
Vize-Meister gegen Weiden, das jüngste Team der Endrunde, eine
8:11-Niederlage hinnehmen.
MoPo
vom 30. Oktober 2001 |