| Zweiter Brief aus Vancouver - Annika Schleu ... |
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Mit
fünf weiteren Eliteschülern aus Deutschland wurde unsere |
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Hier Annikas zweiter Brief:
Eine unvergessliche und einmalige Zeit geht zu Ende Hallo, ich sitze gerade im Flieger zurück nach Frankfurt, das bedeutet leider, dass das Jugendlager nun hinter mir liegt. Die zwei Wochen vergingen wie im Flug. Wenn ich letztes Mal geschrieben habe, dass die erste Woche unvergesslich war, dann kann ich das von der zweiten Woche auch behaupten. |
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Zum einen waren da wieder die Wettkämpfe, mit den Medaillengewinnern und den spannenden Entscheidungen um die Olympiamedaillen, bei denen wir die Sportler so gut es ging unterstützten, die für mich unvergesslich bleiben werden. Ich denke auf diese Weise werde ich Olympische Spiele kein zweites Mal erleben. Ein besonderes Highlight war natürlich der Besuch des deutschen Hauses, an dem Tag als die Biathlonstaffel und die nordischen Kombinierer Bronze holten. Denn wie man weiß, feiern die Sportler ihre Medaillen im deutschen Hause, so hatte ich die Möglichkeit, eine solche Olympiamedaille in der Hand zu halten (die ist echt schwer) und sogar ein paar Worte mit den Sportlern zu wechseln. Außerdem hatte ich das unglaubliche Glück, das Olympische Dorf zu besuchen, was eigentlich nur Politikern, Funktionären und Angehörigen der Sportler vorbehalten ist. Dementsprechend streng waren auch die Kontrollen, um in das Dorf rein zu kommen. Drinnen schauten wir uns dann die Unterkünfte der deutschen Sportler an. Am meisten beeindruckte uns allen jedoch der riesige Essensraum, wo man alles essen konnte, was man sich nur vorstellen kann und zur Freude vieler auch McDonald's ohne zu bezahlen genießen konnte. Dort haben wir uns dann erstmal zusammen mit den Olympiateilnehmern den Bauch vollgeschlagen. Außerdem haben wir in der zweiten Woche auch noch Vancouver besucht, eine unglaublich schöne Stadt. Man steht am Pazifik und sieht auf der anderen Seite der Bucht die Skyline der Hochhäuser von Vancouver downtown, wenn man sich nur einmal um die eigene Achse dreht und in die entgegen gesetzte Richtung schaut, erkennt man die schneebedeckten Gipfel der Rocky Mountains. Und natürlich war auch Vancouver im totalen Olympiafieber, überall sah man die fünf Ringe und natürlich konnte man dort die olympische Flamme besichtigen. Der offizielle Olympiashop war so überfüllt, dass man eine Stunde anstehen musste, bis man nur rein gehen konnte, ich denke das zeigt, was dort für ein Olympiatrubel herrscht. Ein weiterer Ausflug der zweiten Woche führte uns zu den First Nations, den Ureinwohnern der Region um Vancouver, von denen wir einiges über ihre Kultur und gerade ihre Tänze erfuhren. Natürlich war die zweite Woche auch so schön, weil man nun Freundschaften geschlossen hat und sich die ganze Gruppe besser kennengelernt hat. Dadurch wurden die Nächte jedoch auch immer kürzer. So genossen wir einmal einen tollen Abend am Lagerfeuer unter einem unvergesslichen Sternenhimmel mitten in den Rocky Mountains. Und natürlich wurden die deutschen Medaillen auch bei uns in der Lodge abends immer ordentlich gefeiert. Um zu begreifen wie unglaublich schön und einmalig das alles ist, muss man sich immer wieder vor Augen führen, dass solche Erlebnisse den meisten Menschen gar nicht zuteil werden. Ich konnte die Olympischen Spiele aus nächster Nähe verfolgen, die Emotionen der Sportler und die Atmosphäre der Spiele direkt in mich aufsaugen und das alles mit anderen Jugendlichen, die die gleichen Ziele haben wie ich. Einmal an den Olympischen Spielen teilnehmen. Und als Highlight konnten wir noch gewisse Privilegien genießen, die einem nur zuteil werden, wenn man als offizieller Teil der deutschen Olympiamannschaft zu den Spielen fährt. Wir konnten das deutsche Haus besuchen, das olympische Dorf und bekamen die offizielle Einkleidung. Zu unserem Abschlussabend kamen sogar deutsche Olympiamedaillengewinner. Für mich heißt es jetzt bald Abschied nehmen und ich hoffe, dass ich euch durch die Berichte wenigstens einigermaßen darstellen konnte, was ich auf der Reise alles erlebt habe und dass es auch euch als Motivation dient, selber alles zu geben, um einmal Teil solcher Spiele zu werden. Denn ich kann euch sagen, es lohnt sich auf jeden Fall und nicht nur wegen der begehrten Medaillen. Das Motto: „Dabei sein ist alles“, verstehe ich jetzt besser. Darum möchte ich mich auch noch mal herzlich bei der Schule bedanken, da sich mir nur durch das Engagement der Schule die Möglichkeit geboten hat, diese Eindrücke zu sammeln. Liebe Grüße
Annika
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