Einzug ins Finale ...    



vom 12.Juli 2000

nach unten

Torhüter sicherte
den Einzug ins Finale

Kein Rugby, sondern reine Freude nach dem gehaltenen Elfmeter: Die siegreichen Spieler feiern den Finaleinzug.

VON THOMASGANTZ


Ausgerechnet der zuvor nur wenig geprüfte Torhüter Jens Bloszyk sicherte der Poelchau-Oberschule am Dienstag im Stadion Wittenau den Einzug ins Endspiel um die Berliner Schulmeisterschaft der Jahrgänge 1985-88. Die Charlottenburger, deren Spieler überwiegend bei Tennis Borussia aktiv sind, setzten sich im Halbfinale nach Elfmeterschießen mit 7:6 gegen die Köpenicker Flatow-Oberschule durch. Morgen um 9 Uhr ist in Wittenau der Anpfiff zum Finale. Gegner ist die Reinickendorfer Max-Eyth-Oberschule, die sich im zweiten Ausscheidungsspiel gegen das Hohenschönhausener Seelenbinder-Gymnasium überraschend deutlich mit 3:0 durchsetzen konnte.
Die Poelchau-Kicker hatten bis kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit von siebzig Minuten nach Toren von Aschhan Dejagah (39.) und Mikael Camöz (61.) mit 2:1 geführt, ehe Libero
Patrick Bastian ein ausgesprochenes Missgeschick unterlief. Bastian, der in diesem Jahr mit TeBe Berliner Meister und Pokalsieger der C-Jugend 

 

wurde und U 15-Auswahlspieler ist, hatte gerade die Riesenchance zum 3:1 vergeben und war nicht rechtzeitig zurückgeeilt. Die ausschließlich für den 1. FC Union spielenden Talente des Kontrahenten konnten das in der Schlussminute zum 2:2 nutzen.Einige der gelb gekleideten Akteure sanken im Angesicht des Desasters in die Knie. Die Chancen auf ein glückliches Ende schienen entschwunden, zumal die spielerisch deutlich überlegenen Charlottenburger zuvor schon nervlich instabil wirkten. Ohne Verlängerung ging es sofort in die Entscheidung vom Strafstoßpunkt aus. Dabei zeigte sich schnell, dass den Torhütern an diesem Tag entscheidende Bedeutung zukommen sollte. Jens Bloszyk war bei zwei vorherigen Versuchen der Ballabwehr knapp gescheitert, tauchte dann jedoch in die richtige Ecke. Der Rest ging am Dienstag ab 10.28 Uhr im Jubel unter. Um Bloszyks Gesundheit musste ernsthaft gefürchtet werden, als sich das Ensemble im Siegestaumel geschlossen auf ihn warf.  Der Endspielgarant überstand die Prozedur glücklicherweise unbeschadet.  

 

Morgen wird er im entscheidenden Kräftemessen gegen die überwiegend für die Jugendabteilung der Reinickendorfer Füchse spielenden Talente der Eyth-Oberschule wieder zwischen den Pfosten stehen.Rüdiger Barney, der Leiter der Poelchau-Oberschule, kann dann gleich zwei Auftritte seiner „Schützlinge" begutachten. Am Dienstag noch pendelte er an der Göschenstraße zwischen zwei Plätzen hin und her, weil die Mädchen seiner Bildungseinrichtung zeitgleich gegen die Steglitzer Dag-Hammarskjöld-Schule antraten. 
Die Charlottenburgerinnen gewannen mit sage und schreibe 14:0 und bestreiten morgen von 9.45 Uhr an auf Kunstrasen das Endspiel gegen die Herbert-Hoover-Oberschule aus dem Wedding.
Während das Endspiel der Jungen keinen klaren Favoriten kennt, scheinen die Poelchau-Mädchen in diesem Jahr schier unbezwingbar. In den drei Partien der Vorrunde und im Halbfinale brachten sie es auf beeindruckende 27 Torerfolge. 
Den jeweiligen Gegnern war in vier Spielen nicht einmal ein Ehrentreffer vergönnt.

Presseschau

nach oben