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Die Poelchau-Oberschule ist eine
Gesamtschule, an der Tanzsport als
Kursangebot seit nicht allzu langer Zeit
unterrichtet wird. Erstmals haben in Berlin
zwei junge Tanzsportler ihr Sportabitur als
Teilbereich in der Disziplin
Lateinamerikanische Tänze bestanden.
Simone Reinicke (Blau-Silber Berlin) und
Jakob Stühler (Ahorn-Club im PSV Berlin)
haben eine glänzende Prüfung abgelegt.
Der Teilbereich Tanzsport wurde am 9. Mai
2007 von unserem Landestrainer Horst Beer
geprüft und von der Prüfungskommission,
unter Leitung des Sportkoordinators der
Schule Herrn Stahr sowie unter Mitwirkung
von zwei Sportlehrerinnen und der
Sportwartin des LTV Berlin Ursula Stiller
abgenommen. Zum Erlangen des Abiturs
sind in der Einführungsphase der Profilkurs
und in der Qualifizierungsphase der
Leistungskurs zu belegen. Tanzsport ist
einem der acht möglichen Themenfeldern
zugeordnet.
Aus diesem Katalog der Möglichkeiten
wurde das Kursangebot erstellt, aus dem die
Schüler je nach Interesse und den
Möglichkeiten des individuellen
Stundenplans ihre
Kurse belegen können. An der Poelchau-Oberschule werden besonders
talentierte und engagierte Sportler während
ihrer gesamten Schullaufbahn besonders
gefördert. Im Rahmen des Unterrichts stehen
ihnen als Schüler einer Sportklasse
zusätzliche Trainingszeiten in
hervorragenden Trainingsstätten und bei
qualifizierten Trainern zur Verfügung.
Um sich diesen Status zu erhalten werden
insbesondere von der Schule, aber auch
von den beteiligten Verbänden und Vereinen
regelmäßige Leistungsnachweise im
normalen Wettkampfbetrieb der jeweiligen
Sportarten, engagierte Trainingsteilnahme,
adäquate schulische Leistungen sowie ein
angemessenes, sportliches Verhalten im
Schulalltag gefordert. Besonders talentierte
und erfolgreiche Schüler werden nach dem
Wechsel in die 9. Klasse auf Empfehlung der
Landestrainer in Elite-Sportklassen
aufgenommen. Ein in Details geringfügig
veränderter Stundenplan erlaubt hier ein
noch intensiveres Training.
An der Poelchau-OS wird zwischen Profil- und Projektsportarten unterschieden;
Tanzen
gehört zusammen mit Basketball,
Eishockey, Fußball, Tennis und Tischtennis
zu den Projektsportarten der Schule. Das
Sportmanagement ist ebenfalls an dieser
sportorientierten Schule, die vom
Landessportbund Berlin und von den
kooperierenden Vereinen und Verbänden
unterstützt wird, ein Unterrichtsfach.
Die Abiturprüfung wurde in folgende
Prüfungsfächer eingeteilt:
I: Basics: Demonstration in Theorie und
Praxis
II: Choreographieren und Darbieten
(Wettkampfcharakter);
III: Reflexion in Praxis
mit/ und Theorie
Zu I: Grundschritte, Gehschritte, Drehungen
(Dreischrittdrehungen, Spotturns, Spins), drei
Tänze wurden ausgelost/gezogen und in
Bezug auf Basics geprüft;
Zu II: kurze Choreographie (ausgelost
Rumba) in kürzester Zeit erarbeiten, zwölf
Takte, drei vorgeschriebene Figuren,
paarweise (Tanzpartner/in war dafür dabei),
danach als Herr und als Dame tanzend
vortragen;
Zu III: in Bezug auf Schritttechnik,
Körperbewegungen und Führung unter
Berücksichtigung des Rahmentrainingsplans
des DTV.
Je Abiturient wurde eine Prüfungsdauer von
50 Minuten veranschlagt. Allgemeine
Organisation des Sports in der gymnasialen
Oberstufe:
- Sport ist durchgängig Pflichtfach
- Sport wird im Klassenverband oder als
Basiskurs unterrichtet
- pro Semester muss ein Grundkurs
Sportpraxis belegt werden
- zusätzlich müssen zwei Kurse Sporttheorie
belegt werden,
- die Grundkurse sind zweistündig (Praxis,
Theorie)
Für Schüler der Sportklassen im 11.
Jahrgang ist Sport zweites Prüfungsfach im
Abitur, d.h. in der E-Phase sind ein Profilkurs
und in der Qualifizierungsphase ein
Leistungskurs Sport zu belegen! Inzwischen
gibt es immer mehr Schüler, die sich der
Projektsportart Tanzen in der Poelchau-Oberschule
verschrieben haben; da auch der LTV Berlin
mit immer mehr Vereinen hinter diesem
Projekt steht, hoffen wir, dass bald viele
sportorientierte Schulen den Tanzsport als
Projektsportart in ihr Programm
aufnehmen.
URSULA STILLER
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