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Jugend trainiert: Talente gibt's genug
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Für einen Moment wirkt Timo Kirchenberger (s. Bild) irritiert. Gerade hat er von seinen Leistungen beim Herbstfinale von "Jugend trainiert für Olympia", Disziplin Leichtathletik, erzählt. 8,94 Sekunden über 75 Meter seien schon gut gewesen, meinte er. Aber jetzt horcht er erstaunt auf. Der Stadionsprecher hat seinen Namen genannt und spricht von einer "sagenhaften Zeit" über 75 m. Timo lacht verlegen. Er blieb als Einziger unter neun Sekunden. "Timo muss man nicht motivieren, das kommt alles von ihm", schwärmt Karsten Sokolowski, Sportlehrer an der Poelchau-Oberschule. Für seine Schule, die den sechsten Platz belegte, ist Timo in der Wettkampfklasse (WK) III im Sprint, Hoch- und Weitsprung gestartet. |
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Der Berliner |
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Die Mädchen der Werner-Seelenbinder-Schule sorgten mit dem Sieg in der WK II für das herausragende Berliner Ergebnis, die Jungen wurden Sechster. Vier Wochen ist es her, dass die deutsche Leichtathletik bei der WM in Paris in eine tiefe Krise schlitterte. Ohne Gold kehrten die Athleten zurück. Vielen - besonders im Nachwuchsbereich - fehle die Lust, sich richtig anzustrengen, lautete eine Krisendiagnose. Nachwuchstalent Timo Kirchenberger steht täglich um 5.30 Uhr auf und ist bis 16.30 Uhr in der Schule, wo vier Mal wöchentlich trainiert wird. Dazu kommen drei Einheiten beim SSV Lichtenrade. "Zwischendurch mach ich Hausaufgaben", ergänzt der deutsche Dreisprung-Meister der Schüler. Keine Lust sich anzustrengen? Auf ihn trifft dies sicher nicht zu. Fehlende Motivation beim Training kannte die frühere Weltklasse-Siebenkämpferin Sabine Braun in ihrer aktiven Karriere ebenfalls nicht. Doch in den zwei Jahren, in denen sie eine Schulklasse in einem Leichtathletik-Vielseitigkeitsprogramm unterrichtete, hat sie dies bei den Schülern sehr wohl bemerkt: "Es muss immer etwas Neues her, es soll immer spannend sein. Leider ist es das nicht", meint sie. Aber als Nachwuchstrainerin beim TV Wattenscheid hat sie auch festgestellt: "Talente gibt's genug. Es gilt, diese dauerhaft für die Leichtathletik zu begeistern." |
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