Talente an die Spitze bringen ...


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vom 25. August 2005
Talente an die Spitze bringen
Vorbildliche Nachwuchsförderung: 
Eliteschulen bereiten junge Leistungssportler 
auch auf ein Leben nach der Karriere vor.

Seit ihrer Gründung vor über 200 Jahren bieten die Sparkassen moderne Finanzdienstleistungen an. Darüberhinaus engagieren sie sich gemeinnützig und sind damit unverzichtbar geworden. Eine Tradition, die sich heute auszahlt. Immer mehr Menschen nehmen das gesellschaftliche Engagement der Unternehmen positiv wahr.
Wie der Kundenservice im Kerngeschäft der Sparkasse, wirken auch die Fördermaßnahmen zunächst in die Breite. Mit dem Ziel, begabten Nachwuchs zu fördern und ihm Weg an die Spitze zu ebnen. Diese Unterstützung der leistungsbereiten Talente zieht sich durch alle Bereiche.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sportförderung. Die Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt 38 Eliteschulen in Deutschland. Hier erhalten  junge Talente neben intensivem Training eine solide schulische Ausbildung, die sie für ein Leben nach der Sportkarriere wappnet.

38 Eliteschulen kümmern sich in Deutschland um die Ausbildung junger Sporttalente. Dabei hat die Schule Priorität, das stellen Lehrer, Betreuer und Trainer sicher.

Talentförderung als ganzheitlicher Ansatz

Hinter der Karriere vieler deutscher Spitzensportler steht eine Eliteschule des Sports. Zu den renommiertesten gehört das Ski-Internat Furtwangen im Schwarzwald (Skif}. Prominente ehemalige Schüler wie der nordische Kombinierer Georg Huch, die Biathletin Simone Denkinger und der Skispringer Martin Schmitt belegen die erfolgreiche Arbeit des Internats. Die Trainer und Lehrer am Skif wollen aber aus ihren Sportlern nicht nur Weltklasseathteten machen.
"Oberste Priorität ist es, Schule und Sport optimal miteinander zu verbinden", so Internatsleiter Dieter Moll.
Der Erfolg des Skif resultiere aus der engen Zusammenarbeit des Internats mit dem Don-Bosco-Wohnheim, den Partnerschulen und dem Olympiastützpunkt in Freiburg.
Mittelpunkt der Eliteschule sind die Partnerschulen Robert-Gerwig- Schule und Otto-Hahn-Gymnasium.
"Bei uns bekomm keiner eine bes sere Note in Mathe, nur weit er Deut scher Jugendmeister im Skispringen geworden ist", beto nt Rainer Eberlei, Schulleiter der Rort-Gerwig-Schule. "Alle werden g leich behandelt, egal, ob Eliteschüler oder nicht."
Der Koordinatnslehrer Wolfgang  Hörle behält den Überblick über die schulischen Leistungen. Mit den Eliteschülern und Lehrern bespricht er, wie Versäumtes nachgeholt und eventuelle Schächen ausgeräumt wer den können. Fall nötig, verordnet er Nachhilfe. "So Iassen sich bis zu 60 Fehlstunden im Schuljahr rechtfertigen und kompensieren", erklärt er. 
Seine Aufgabe ist es zudem, den nötigen Freiraum für den Sport zu schaffen. Dafür erstellt er zusätzliche Lehrpläne und betreut die Sportschüler bei Wettkämpfen oder Lehrgängen per Fernunterricht. Teilweise bekommen die Athleten sogar ihr eigenes Notebook, Modem und Handy, damit sie ihre Aufgaben via Internet und E-Mail bearbeiten können. Die Mittel dafür kommen von der Sparkassen-Finanzgruppe.

Nachhilfe und Betreuung kompensieren Fehlstunden

Als Schnittstelle zwischen Schule und Sport organisiert der Koordinationslehrer weitere Fördermaßnahmen. Dabei arbeitet Hörle häufig Hand in Hand mit dem Laufbahnberater vom  

Olympiastützpunkt Freiburg, dem dritten Partner im Verbundsystem. "Der Kollege dort hilft uns dabei, dass unsere Eliteschüler sich für ein Studium oder einen Beruf entscheiden, der zu ihnen passt."Einer dieser Skif-Eliteschüler ist Patrick Bodmer, Skispringer aus Meßstetten. Der 16-)ährige war bereits drei Jahre Mitglied der Nationalmannschaft und hat zahlreiche Meisterschaften und Pokale gewonnen. Nach seinem Realschulabschluss macht er nun an der Robert-Gerwvig-Schule eine Ausbildung zum Systemelektroniker. Sein Tagesablauf beginnt wie der anderer Berufsschüler: "Um 6:45 Uhr klingelt der Wecker und um 7:45 Uhr fängt der Unterricht an", erzählt Patrick. Nachmittags steht Sport auf dem Programm, Zeit für die Hausaufgaben bleibt abends nach dem Training. In der wenigen Freizeit spielt der Sportler gern am Computer, und "wenn ein guter Film kommt, setze ich mich abends vor den Fernseher". Ein fast ganz normales Schülerleben also. Nur mit deutlich mehr Sport.

Training richtet sich nach dem Stundenplan 

Patricks Trainer ist Landestrainer Hans-Paul Herr, früher selbst Skispringer. Für ihn ist sein Job mehr Berufung als Beruf. Dennoch lautet auch seine oberste Prämisse: "Training richtet sich nach dem Stundenplan." So fährt er erst spät nach mittags mit den Skif-Schülern Ios, um mit ihnen auf einer der nahen Schan zen die Sprünge zu trainieren. Neben dem Training hat Herr jedoch auch ein offenes Ohr für Probleme. "Bei den Sportlern geht es nicht nur um die richtige Technik, sondern auch um Gefühle", erklärt er. Er sein nicht nur der Trainer, sondern auch eine Art "Vaterersatz". in den kleinen Gruppen bekomme er schnell Veränderungen in den Stimmungen und Leistungen der Sportler mit, sagt Herr. Schulische Probleme gebe er an Koordinationslehrer Hörle weiter.
Die Betreuer sind sich in einem Punkt besonders einig: "Gute Sportler sind gute Schüler." Ein Sportler lerne sich durchzubeißen, erklärt Internatsleiter Moll. Nicht nur, wenn es um die Goldmedaille gehe. "Auch bei schulischen Leistungen." Diese Leistungsorientierung ist es, die junge Leute auszeichnet, die sich neben der Schule dem Wettbewerb stellen, egal ob im musischen, sportlichen oder in einem anderen Bereich. Indem sie das eigene Leben aktiv gestalten, bringen sie auch die Gesellschaft voran. Entsprechend wichtig ist es der Sparkassen-Finanzgruppe, diese Talente zu fördern.

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