"Stürze" macht reinen Tisch ...


v.  12. Dezember 2006


Das 16-jährige Tischtennis-Talent dominiert 
die Berliner Jugend-Meisterschaften in Einzel und Doppel

Stürzebecher macht reinen Tisch

Klar musste Sebastian Stürzebecher gestern schon wieder in die Schule. "Wir hatten aber nur zwei Stunden", sagte der frisch gekürte Berliner Jugend-Meister im Tischtennis. Seit gestern zählt die Poelchau-Oberschule, die der 16-Jährige besucht, neben der Werner-Seelenbinder-Schule, der Flatow-Schule und dem Coubertin-Gymnasium offiziell zu den Berliner Eliteschulen des Sports. Das passt, zählt Stürzebecher, der nur eine Minute von der Poelchau-OS entfernt zu Hause ist, doch längst zur deutschen Elite im Tischtennis-Nachwuchs.

Kaum Konkurrenz in Berlin

Deutscher Schüler-Meister und Jugend-EM-Dritter 2005, dazu zahlreiche Berliner Titel - da wirken die Erfolge 2006 in Einzel und Doppel (mit Nicolas Bartels/TTC Neukölln) vom Wochenende fast wie Routine. "Leider ist die Konkurrenz in Berlin nicht so groß", sagt Stürzebecher. Nur gut, dass es das Training gibt, um an seinen Qualitäten zu arbeiten.
Dreimal stehen für den Schüler der zehnten Klasse Übungseinheiten an der Platte auf dem Stundenplan. "Dazu trainiere ich fast jeden Abend im Verein", so das Talent von Tennis Borussia. Arbeit, die sich bislang ausgezahlt hat.
Mit sieben Jahren kam der Blondschopf vom Fußball zum Tischtennis. "Ein Freund hatte mich gefragt, ob ich nicht mal mitkommen möchte. Und es hat mir gefallen", sagt Stürzebecher, der in seinen Anfangsjahren Jan-Ove Waldner zum Vorbild hatte.

Bundesliga und Olympische Spiele als Ziel

Der Schwede holte neben Olympia-Gold (1992) auch zwei Weltmeisterschaften (1989, 1997) und einen Europameister-Titel (1996). Ziele, die auch Sebastian Stürzebecher vor Augen hat. "Ich würde später gern in der Bundesliga spielen. Und dann natürlich auch bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen."
Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. So steht zunächst im Februar kommenden Jahres das Top-12-Turnier des Deutschen Tischtennis-Bundes an, gefolgt von den Deutschen Meisterschaften zwei Monate später. So lange geht Sebastian Stürzebecher weiter in die Schule. Um zumindest in der Hauptstadt weiter einen Titel nach dem anderen zu sammeln.

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