Sebastian gewinnt Bronze bei EM ...

Sebastian Stürzebecher bei seiner ersten Jugendeuropameisterschaft

Sebastian gewinnt Bronze in Prag

Vom 15. bis 24. Juli fanden die 48. Jugendeuropameisterschaften in der wunderschönen SAZKAArena in Prag statt. Nach seinen teilweise sehr guten Ergebnissen bei den Internationalen Meisterschaften von Spanien und Polen, wurde Sebastian in das DTTB-Schülernationalteam berufen. Drei sehr intensive Vorbereitungslehrgänge, unter der Leitung des Bundestrainers Klaus Schmittinger, sorgten für den Feinschliff für das wichtigste europäische Nachwuchsturnier. Für Sebastian begannen die Euros mit dem Mannschaftswettbewerb.

Die Schülermannschaft (David Steinle/Ba-Wü, Ricardo Walther/WTTV, Patrick Franziska/HeTTV und Sebastian Stürzebecher) traf im ersten Gruppenspiel auf Kroatien, welche mit 3:1 bezwungen wurden. Basti steuerte mit zwei 3:0 Siegen (gegen Kovac Europas Nr. 6) zum Auftakterfolg bei. Im zweiten und dritten Gruppenspiel setzte man sich denkbar knapp mit jeweils 3:2 Spielen gegen Belgien und Ungarn durch. Neben Sebastian bekam nun der junge B-Schüler Patrick Franziska die Möglichkeit sich im Einzel zu bewähren, er bewies Nervenstärke und setzte sich jeweils im Abschlusseinzel durch.
Als Gruppensieger traf man im Achtelfinale auf Rumänien. Sebastian startete unglücklich, eine 2:0 Satzführung und vier Matchbälle ließ er ungenutzt. Im zweiten Einzel zeigte er seine alten Stärken und gewann sehr deutlich mit 3:0. Im Abschlusseinzel setzte sich zum wiederholten Male Patrick Franziska knapp mit 3:2 durch. Das Viertelfinale gegen Portugal war erreicht. Für dieses wichtige Spiel zum Einzug ins Halbfinale nominierte der Bundestrainer Sebastian und Patrick für die Einzel und im Doppel. Mit 3:0 konnten trotz hoher Satzrückstände die jungen Portugiesen bezwungen werden. Der Jubel war groß. Mit der Bronzemedaille in der Tasche spielte man nun gegen den großen Turnierfavoriten England. Das Schülerteam verlor gegen den späteren Sieger mit 0:3, wobei Stürze nur im Doppel eingriff. Im Spiel um den dritten Platz gegen Frankreich erhielt Ricardo Walther eine Chance auf seinen ersten Einzeleinsatz. Er nutzte sie, gewann das Abschlusseinzel und holte somit den entschiedenen Punkt zum 3:2 Sieg.
Nach dem Ruhetag begann am Donnerstag die Einzelkonkurrenz. Fur die erste Runde erhielt er ein Freilos. In der zweiten Runde wartete ein unangenehm spielender Schotte Craig Howieson auf ihm.
Nach verschlafenden ersten Satz und einer "Standpauke" von Eva Jeler steigerte sich Stürze ohne spielerisch zu überzeugen. In der dritten Runde zeigt Sebastian seine

spielerische Klasse. Der Slowene Matic Slodej bekam selten die Möglich keit seine starke Vorhand einzusetzen und wurde recht deutlich mit 4:1 geschlagen.
Am Freitag kam es zum "Showdown". Der Gegner hieß Thomas Tregler, Lokalmatador, Sieger der Internationalen Meisterschaften von Ungarn, Europarangliste Nr. 3 und Liebling des Publikums. Sebastian, betreut von Eva Jeler, startete sehr konzentriert und spielte auf einem sehr hohen Niveau. Auf alle Angriffsbemühungen des Tschechen hatte Stürze eine bessere Antwort, aktiv am Tisch wurde konsequent gegen gegangen. Eine Sensation bahnte sich an, Basti führte hoch mit 3:0 Sätzen und 6:2 bzw. 8:5 Punkten. Beim Spielstand von 9:9 nahm seine Betreuerin ein Time- out und legte die Aufschlagstrategie fest. Den Sieg vor Augen, zwei mittelmäßige Aufschläge und mit etwas Glück sicherte sich Tregler den vierten Satz. Plötzlich erwachte das Publikum und unterstützten ihren Mann lautstark. Die Sätze vier und fünf entschied der Tscheche knapp für sich. Basti spielte zu passiv, verließ sich zu sehr auf sein Blockspiel und überließ seinem Gegner die Initiative. Im Entscheidungssatz kämpfte Sebastian von Beginn an, ging mit 6:3 in Führung, lag anschließend 7:9 hinten und 8:10, ging dann volles Risiko 9:10 und
dann ein leichter Vorhandfehler beendete das Spiel.
Die bittere Niederlage noch nicht verdaut, traten 30 Minuten später David Steinle und Sebastian Stürzebecher gemeinsam in der 3. Runde ihr Auf takt-Doppel gegen die Paarung Jaime Vadal/Spanien und Boris de Vries/Niederlande an. Dieses Doppel ging relativ schnell mit 0:3 verloren. Am weitesten bei den Euros schaffte es Sebastian mit seiner abwehrspielenden Mixed-Partnerin Rosalia Stähr/TTVN. Ohne große Schwierigkeiten zog man bis in die Runde der letzen 16. Hier war jedoch Endstation gegen die späteren Europameister Ekaterina Kolodyazhnaya und Alexander Shibaev.


Fazit: Sebastian muss weiter hart an sich arbeiten. Er zeig te in Prag, dass er die Fähigkeiten und Fertigkei ten besitzt, gegen die besten Spieler Europas zu bestehen. Der nächste Schritt wird der DTTB-Vor bereitungslehrgang vom 04.09. bis zum 08.09.2005 in Heidelberg sein. Viel Erfolg, Ausdauer, Fleiß und Gesundheit für deine weitere Tischtenniszukunft wünschen Dir die Verbandstrainer und natürlich der Berliner Tischtennisverband. Zacho

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