Spandauer Meisterschule ...


v.  14. November 2006


Spandauer Meisterschule

Ex-Profis wie Slavomir Andruszkiewicz führen Berlins Talente in die deutsche Spitze

Seine Stimme klingt erschöpft. Auch eine Erkältung ist nicht zu überhören. "Es war eine lange Heimfahrt", sagt Slavomir Andruszkiewicz. Noch in der Nacht zum Montag war er mit der Wasserball-B-Jugend von Spandau 04 von der deutschen Endrunde aus Krefeld nach Berlin zurückgereist. Um gestern früh bei einem Turnier der Spandauer Grundschulen schon wieder nach neuen Wasserball-Talenten zu suchen.
Richtig abschalten konnte der Ex-Profi der Wasserfreunde dabei jedoch nicht. Zu aufreibend waren die Finalspiele seiner Schützlinge am Wochenende, zu nah war man am Titel dran - zu groß ist die Enttäuschung, nachdem es nur zu Rang drei gereicht hat. "Die Spieler hatten sich schon zu früh als Meister gefühlt", so Andruszkiewicz. 6:2 lagen die Spandauer gegen den späteren Champion OSC Potsdam bereits vorn. Nach drei Gegentoren in Folge in der Schlussphase hieß es am Ende jedoch 8:9. Da auch der Direktvergleich gegen die punktgleichen Uerdinger 6:7 verloren wurde, blieb nur Bronze. Auch weil in beiden Partien ein Fünfmeter vergeben wurde. "Bei fünf Spielen in zweieinhalb Tagen fehlten Kraft und Konzentration", so der Coach.
Eines haben die Auftritte in Krefeld jedoch erneut gezeigt: Spandau 04 bleibt eine Top-Adresse, wenn es um Wasserball-Nachwuchs geht. Als einziger Klub sind die Wasserfreunde in allen Endrunden (A- bis D-Jugend) vertreten. 
Dank der Zusammenarbeit mit der sportbetonten Poelchau-Oberschule und dank der Spandauer Meisterschule.

Medaillenchancen in allen Altersklassen

So wurde die A-Jugend unter Trainer Piotr Bukowski zuletzt Meister (2004) und Zweiter (2005), und ebenso wie die von Axel Baehr und Wladimir Chamow betreute C-Jugend zählt auch Spandaus ältester Nachwuchs wieder zu den Titelkandidaten. "Ziel ist es, immer ganz oben zu stehen", so Andruszkiewicz. Mit dieser Vorgabe war auch die B-Jugend nach Krefeld gereist. Doch schon im ersten Spiel gegen Duisburg (14:8) fiel mit Mats Döring ein Leistungsträger mit Gehirnerschütterung nach einem Schlag an den Kopf aus.
Immerhin sprang die erste Medaille für die Spandauer Jahrgänge 1989/90 heraus. "Und Dennis Eidner wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt", fügt Andruszkiewicz hinzu. Die Enttäuschung in seiner Stimme nach dem verpassten Titel war dennoch nicht zu überhören.

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