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| Selbstkritisch statt selbstzufrieden |
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Jochen Zinner, Leiter
des Olympiastützpunktes in Berlin, bilanziert trotz 13 Medaillen |
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Mit
großen Hoffnungen und begleitet von hohen Erwartungen waren die 58
Olympiateilnehmer nach Athen gereist, die am Olympiastützpunkt (OSP) in
Berlin betreut werden. Weltmeister, Europameister und Olympiasieger
standen im Berliner Aufgebot, doch wenn Jochen Zinner, der OSP-Leiter,
jetzt Bilanz zieht, wird deutlich, dass die Erwartungen nur zum Teil
erfüllt wurden. Der 60-Jährige fasst sein Fazit in vier Worte
zusammen: "Es war mehr drin." |
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Doch
erst einmal zum Positiven: Insgesamt gewannen die Berliner in Athen 13
Medaillen in fünf verschiedenen Sportarten. Gold gab es für Katrin
Rutschow-Stomporowski (Rudern), Ronald Rauhe und Maike Nollen (beide
Kanu) sowie das Hockey-Quartett Natascha Keller, Badri Latif, Sonja
Lehmann und Louisa Walter. Silber gewannen Stefan Ulm (Kanu) und Britta
Oppelt (Rudern). Mit Bronze kommen nach Hause: Tibor Weißenborn
(Hockey), Guido Fulst (Bahnrad) und Franziska van Almsick (Schwimmen),
die zwei Mal mit Staffeln Dritte wurde. Zum Vergleich: In Sydney vor
vier Jahren holten 59 Berliner Teilnehmer 15 Medaillen, davon drei in
Gold.Besonders auffällig ist für Zinner, dass einige amtierende
Weltmeister oder Weltrekordinhaber in ihren Disziplinen leer ausgingen.
So beispielsweise Fünfkämpfer Eric Walter, Robert Sens aus dem
Ruder-Vierer, Susanne Schmidt und Silke Günther im Achter oder
Franziska van Almsick über 200 m Freistil. |