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Neben dem organisierten
Spielbetrieb durch den BFV ist der
Schulfußball inzwischen nicht
mehr wegzudenken. Die Spiele
beginnen im September mit dem
jeweiligen Schuljahr. Höhepunkt ist
Mitte Juli das Finale der besten
Teams bei den Jungen und
Mädchen.
In der Führungsetage ist
Kontinuität angesagt. Über viele
Jahre leitet eine bewährte Crew
versierter Pädagogen den
Spielbetrieb. Hier seien Werner
Hüffer als "Chef", seine
Stellvertreter Dieter Stein, Ingolf
Lange und Walter Braun sowie die
30 Verantwortlichen in den
Bezirken erwähnt. Inzwischen
jagen in acht Wettbewerben für
Jungen und Mädchen in vier
Regionen zu jeweils drei Bezirken
über 13.000 Schulfußball-Kicker
dem Ball nach. Neben der großen
Begeisterung legen die Kids auch
beachtliches Können in die
Waagschale. Zuletzt gingen mehr
als 1500 Teams an den Start.
Natürlich gibt es entsprechende
Hochburgen. Ob nun die Otto-Hahn-OS aus Neukölln, die Max-Eyth-OS
aus
Reinickendorf oder das Steglitzer
Willi-Graf-Gymnasium - sie alle
heimsten bereits etliche Pokale und
Medaillen ein. Dem Graf-Gymnasium gelang beim
diesjährigen Wettkampf I im
Endspiel gegen das Friedrich-Engels-Gymnasium aus
Reinickendorf ein Hattrick. Beim 3:2
glänzte besonders
Mittelfeldregisseur Björn Baer von
Hertha 03 Zehlendorf.
Aber auch kleinere Schulen, die
bislang nicht so bekannte
Einrichtungen waren, spielen sich
mehr und mehr nach vorn. So
wurden erst kürzlich für gute
Leistungen die Hellen-Keller-Sonderschule aus
Charlottenburg, die Johann-Thienemann-OS aus Steglitz und die
Robinson-Grundschule aus
Lichtenberg mit dem Sepp-Herberger-Preis ausgezeichnet. |
Spieler wie Ardeshir Dejagah
oder Sejad Salihovic (beide Hertha
BSC) oder Jeffrey Seitz (Tasmania
73 Gropiusstadt)
konnten beim letzten Endrunden-Turnier in der Göschenstraße mit
ansprechenden technischen
Leistungen glänzen.
"Gerade für viele vereinslose
Spieler sind diese Wettkämpfe eine
willkommene Möglichkeit, sich
anzubieten, während sich die
Vereinsspieler mit anderen
Schulteams messen können, also
noch zusätzliche Wettkämpfe
haben", unterstreicht Michael Wolf,
A-Jugendtrainer bei Hertha BSC,
die Bedeutung des Schulfußballs.
Er beobachtete häufig die Turniere
der Schulteams, so auch das
diesjährige Endrunden-Turnier.
Natürlich spielen sich mehr und
mehr die sportbetonten Schulen mit
ihren vielen Talenten in den
Vordergrund. War es im Vorjahr die
Werner-Seelenbinder-OS aus
Hohenschönhausen, die im
Rampenlicht stand, konnte beim
kürzlichen Finalturnier die
Charlottenburger PoelchauOberschule in
drei Wettbewerben triumphieren:
bei den Jungen (WK II und III) sowie
bei den Mädchen (WK III). Diese
drei Teams vertreten Berlin beim
Bundesfinale "Jugend trainiert für
Olympia". 1999 gewann hier die Werner-Seelenbinder-Oberschule im
WK II mit den Jungen, ein Jahr
später war die sportbetonte Flatow-Oberschule aus Köpenick sowohl
bei den Jungen als auch bei den
Mädchen erfolgreich.
Viel Freude und Begeisterung bei
Berlins Schuljugend und eine
sachgemäße Anleitung durch die
vielen fleißigen Helfer, Sportlehrer
und Obleute in den Bezirken sind
Garanten des Erfolgs. Großen
Anteil am Aufschwung haben auch
die Vorgänger des jetzigen
Schulfußball-Obmanns Werner
Hüffer, unter ihnen "Joschi"
Albrecht, Gerhard Fischer und
Bodo Kriegelstein.
Klaus-Jürgen Hoffmann |