Rauchen und Faulheit ...



v. 30. Juni 2003


Teure Angelegenheit: Rauchen

Früher, als ich 13 Jahre alt war, habe ich noch gesagt, dass ich niemals rauchen würde. Ich fand Rauchen eklig. Zum ersten Mal habe ich dann vor zwei Jahren geraucht. Ehemalige Klassenkameraden rauchten damals schon heimlich und hatten ihre Zigaretten leider nicht gut genug versteckt. Ich fand sie und wollte es auch mal ausprobieren. Aus dem Probieren wurde mehr, nach einiger Zeit rauchte ich ein- bis zweimal am Tag.

Das lief ein paar Monate so, bis ich dann ein Jahr lang gar keine Zigarette mehr anrührte. Heute rauche ich fast eine ganze Schachtel am Tag. Ich muss ständig Geld von meinem Konto abheben, weil ich es mir sonst kaum leisten könnte.

Auch wenn Zigaretten teurer wären, würde es mir nicht wirklich leichter fallen, mit dem Rauchen aufzuhören. Denn Menschen, die süchtig sind, werden trotzdem Raucher bleiben. Wenn die Tabaksteuer erhöht werden sollte, finde ich, dieses Geld sollte sinnvoll eingesetzt werden. Zum Beispiel für Werbespots gegen das Rauchen.

Seit einer Weile versuche ich, wieder aufzuhören. Das fällt jemandem, der fast immer von Rauchern umgeben ist, aber nicht leicht. Wenn man zum ersten Mal eine Zigarette in der Hand hält, ist für die meisten schon fast zu spät.

Von Markus Keller, Jgg. 1987, Klasse 9R2, Poelchau-Oberschule, Charlottenburg

Faulheit ist ein schlechtes Motto

 Wieso werden viele Schüler immer schlechter in der Schule? Eine kleine, nicht repräsentative Umfrage unter meinen Freunden ergab, dass sie sich längst daran gewöhnt haben, ihre Hausaufgaben einfach nicht zu machen. Sie erklärten mir auch, warum das so ist: "Noch sind wir ja nicht in der Oberstufe, wo man sowieso die ganze Zeit nur lernen muss. Deshalb nehmen wir uns unsere Freizeit jetzt im Voraus."

 

Die Entscheidung, welchen Schulabschluss sie erreichen werden, kommt erst im 10. Schuljahr. Und wenn man bis dahin nicht sitzen geblieben sei, dann sei noch alles unter Kontrolle. Sagen sie.
Es stimmt, dass die Entscheidung über den Schulabschluss erst im kommenden Jahr fällt, doch ich finde, bis dahin muss man doch auch gute Zeugnisse anstreben. Das schafft nicht jeder. Und wenn es jemand schafft, dann deswegen, weil er wusste, dass man dafür auch etwas tun muss.Die Jugendlichen heute denken, das Wissen kommt ganz von alleine ins Gehirn! Sie kommen nach Hause und machen keine Hausaufgaben, sondern gehen lieber Freunde besuchen. Vielleicht nehmen sie sich gerade noch vor, dass sie die Aufgaben irgendwann später erledigen. Aber dann kommen sie spät nach Hause und stellen fest, dass sie viel zu müde dazu sind. Also lassen sie es ganz sein.

Einer meiner Freunde stellte mir einmal die Frage, wozu wir eigentlich eine Fremdsprache lernen sollen? Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte, mir war die Frage einfach peinlich. Da einige Schüler nicht mal das Deutsche gut beherrschen, wollen sie erst recht keine Fremdsprache lernen. Dann behaupten sie einfach, sie könnten mit der deutschen Sprache überall gut auskommen. Sie verhalten sich entsprechend der Theorie, je fauler man ist, desto länger man lebt. Das ist ihr Motto.

Meiner Meinung nach sollte die Jugend sich ändern, sie sollte mehr in die Zukunft schauen und darüber nachdenken, was sie im Leben alles erwartet. Wir Jugendlichen, wir wollen später auch mal ein schönes Leben führen. Aber das muss man sich als junger Mensch doch erst aufbauen!

Von Jonas Michelsen (Name verändert), Jgg. 1988, Klasse 9R2, Poelchau-Oberschule, Charlottenburg

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