![]() vom 6. Dezember 2000 |
Aufschwung West
Vom Osten lernen, heißt
siegen lernen: |
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Der Vorgang paßte zur nacholympischen Diskussion über Wohl und
Wehe des deutschen Spitzensports. Ende November wurde in Berlin auf
einer Pressekonferenz von Sport-, Schul- und Jugendsenator Klaus Böger,
LSB-Präsident Peter Hanisch und dessen für Leistungssport zuständigen
Vize Dr. Dietrich Gerber, dem Charlottenburger Sportstadtrat Andreas
Statzkowski und Rüdiger Barney, Direktor der Poelchau- Oberschule,
ein nunmehr von allen politischen und sportlichen Instanzen
beschlossenes Projekt vorgestellt, das Gerber pathetisch als »Sternstunde
des Berliner Leistungssports« bezeichnete. |
»daß ein
junger Athlet neben Gold in seiner Disziplin auch soziale Sicherheit
erreichen soll«. Berlin, so Hanisch, habe bereits ein vorbildliches
Verbundssystem Leistungssport-Schule, auf das aus anderen Bundesländern
durchaus mit Neid geschaut werde. »Dieser Neid dürfte sich jetzt
noch etwas verstärken.«Zwar sieht der LSB-Präsident in den Sportschulen nicht den
einzigen Weg zum Erfolg, »aber es dürfte inzwischen allen klar sein,
daß er ein ganz wesentlicher ist«. Von den 59 Berliner
Olympia-Startern in Sydney hätten allein 40 den Weg über diese Fördereinrichtungen
genommen. Insgesamt besuchen 979 Schüler die drei Sportschulen im
Osten der Metropole. Mit der Poelchau-Oberschule wird das Problem der
mitunter mehr als zweistündigen Schulwege jetzt gelöst. »Wir tilgen
einen weißen Fleck, was die Talentförderung angeht«, fügt Gerber
hinzu und attestiert Senator Böger »eine sporthistorische Tat in
Zeiten von Restriktionen, Kürzungen und Streichungen«. |