Olympiagelände nutzen ....


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vom 26. Juli  2001

Vereine wollen Olympiagelände nutzen

Bürgermeister Statzkowski lud Sportler 
zum öffentlichen Gespräch über Zukunft des Areals ein


Bekannt ist, dass das 130 Hektar große Olympiagelände in Charlottenburg als Gesamt-Ensemble ein kultureller Schatz ist, der in Europa seinesgleichen sucht. Bekannt ist aber auch, dass es für die vielen Bauten und für das etwa 260 Fußballfelder große Gelände noch längst kein Konzept gibt, obwohl die britische Armee das Areal schon vor sieben Jahren räumte. Bezirksbürgermeister Andreas Statzkowski hatte deshalb die Vereine am Dienstagabend zu einem Diskussionsabend ins Theater Coupé, zum Thema «Olympiagelände» eingeladen.
Peter Hahn, beim Landesportbund Berlin zuständiger Abteilungsleiter Sportstätten: «Sportsenator Klaus Böger (SPD) hat uns auf unsere Frage zur Entwicklung des Geländes zugesagt, nach den Schul-Sommerferien eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, die sich mit der Entwicklung und Nutzung des sensiblen Olympiageländes befasst.» Es könne nicht sein, dass nur das Stadion unter modernen Gesichtspunkten umgebaut und zum Deutschen Turnfest 2005 und zur Fußball-Weltmeisterschaft ein Jahr später genutzt werde, und sich rings um die sanierte Sportarena auf 127 Hektar weiterhin eine «Terra incognita», ein Niemandsland befinde.
Der Nutzungs-Schwerpunkt sollte nach Ansicht des Sportbundes auf dem denkmalgeschützten Gelände durchaus Fußball sein. Hertha BSC sei ohnehin schon Mieter, habe vor vier Jahren seine Geschäftsstelle dorthin verlegt, ist dabei, ein Fußball-Internat zu gründen. Die ersten 18 talentierten Nachwuchskicker ziehen gerade ins Friesenhaus an der gleichnamigen Allee ein.

«Durch die Zusammenarbeit mit der Poelchau-Schule marschieren wir zweigleisig: Die Jungs sollen auch eine vernünftige Schulausbildung erhalten, damit sie, wenns mit dem Profi-Fußball nicht klappen sollte, nicht in ein abgrundtiefes Loch fallen», so Hertha-Geschäftsführer Ingo Schiller. Hertha versuche nicht und werde auch in Zukunft nicht danach trachten, andere Vereine oder Interessenten vom Gelände zu drängen. Vielmehr lege der Fußballverein Wert darauf, zu einer einvernehmlichen Nachbarschaft zu kommen, die allen Seiten hilft.

Darauf setzt auch Andrea Fusaro. Der Vize-Vorsitzende des Radsport-Clubs Charlottenburg wird noch in dieser Woche mit Schiller ein erstes Gespräch über eine Kooperation zwischen Fußball und Radsport führen. Fusaro, der nicht auf dem Podium, sondern im Zuhörerraum des Coupé-Theaters saß, verabredete das Gesprächsverabredung am Rande des Diskussionsabends.
Für die Wasserfreunde Spandau 04 war nach «einer Art Ausbürgerung aus der Havelstadt» der Einzug ins Forum-Bad ein Glücksgriff, sagte Vize-Präsident Carsten Kusch. Die Unruhe wegen der vermeintlichen Bad-Schließung durch die Berliner Bäder-Betriebe sei erst einmal vom Tisch, so der Diplom-Ingenieur weiter. Nicht Personal-, sondern die hohen Energiekosten hätten zu den BBB-Schließungsgedanken geführt.
«Dieses Problem wollen wir gemeinsam mit einem privaten Investor lösen», berichtete Kusch weiter. Für größere Investitionen müssten die Wasserfreunde aber einen Pachtvertrag erhalten, dessen Laufzeit erheblich länger als ein Jahr beträgt. hani

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