Sportbetonte Schulen unter sich ...


aus: vom  7. Juli 2003

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Mielke als Matchwinner

Sportbetonte Schulen diesmal unter sich

Kurz vor der Zeugnisausgabe wollten sich Berlins Schulfußballer auch sportlich beweisen. Nachdem sich im WK II der Mädchen die Poelchau-OS gegen die Dag-Hammerskjöld-OS bereits vor Wochen mit 4:0 durchgesetzt hatte, zogen nun die restlichen Altersklassen nach. Dabei kam es zum Gipfeltreffen der sportbetonten Schulen. In allen Endspielen vertreten war die Poelchau-OS. Bei den Jungen im Wettkampf III wurden die Charlottenburger allerdings durch die Werner-Seelenbinder-Schule überrascht, deren entfesselter Goalgetter Mielke die Tore zum 2:1 besorgte. Den Spieß umdrehen konnten die älteren Jungen. Sie bezwangen die Köpenicker Flatow-OS mit 6:1. Aus allen Siegesträumen wurde die Poelchau-OS bei den Mädchen (WK III gerissen. "Flatow" hatte mit 3:1 verdient die Nase vorn.

WK III (Jungen, Jhg.1989-91) 
Poelchau-OS - Werner-SeelenbinderOS  1:2 (1:1) POELCHAU: Koch - Köster, Seelisch, Wilkell, Nebus - Bräuer, Arslan, Topuz, Ismail - Adumatta-Donkor, Schmoldt. Eingewechselt wurden: Schedlinski, Fengler.
SEELENBINDER: Burchert-Raue-Eiler, Scheuer - Reinhardt, Hebler, Sonnenburg, Pfingst, Jaskowsky - Steinbom, Mielke, Eingewechselt wurden: Ullrich, Plöger, Abranitsch, Beck.
SR: Gohlke (FC Treptow) - Z .: 150.
TORE: 0:1 (14.) Mielke, schüttelt Wilkell und Nebus eiskalt ab; 1:1 (35.) Schmoldt, tolles Solo; 1:2 (58.) Mielke, abermals lässt sich der "Lange" keine Fesseln anlegen.
BESTE SPIELER: Arslan, Ismail - Burchert, Raue, Reinhardt, Mielke.

In den letzten Monaten war von der Seelenbinder-Schule nicht viel zu sehen und zu hören. Nun aber trumpften die Jungen um den überragenden Libero Raue gewaltig auf und boten vor allem im taktischen Bereich eine disziplinierte Leistung. "Da stimmte heute alles", war auch Trainer Ulli Netz mit seinem Team zufrieden. Zwar waren die favorisierten Jungen der Poelchau-OS optisch über weite Strecken überlegen, doch konnten besonders Arslan und Ismail nichts Entscheidendes daraus machen. Es fehlte oft der letzte entscheidende Pass. Auch vom Angreifer Schmoldt war nicht viel zu sehen. Einer seiner wenigen Lichtblicke führte fast mit dem Pausenpfiff zum Ausgleich.
An der gut gestaffelten Abwehr der Hohenschönhausener mit dem reaktionsschnellen Schlussmann Burchert scheiterten die oft planlos vorgetragenen Angriffsversuche. Der kaum in den Griff zu bekommende Mielke hätte sogar das 2:0 (16.) machen können, doch freistehend verstolperte er den Ball. Nach dem Seitenwechsel traf Plöger das leere Tor nicht. Auch Ullrichs Alleingang (55.) wäre einen Treffer wert gewesen.

WK II (Jungen, Jhg. 198789) 
Poelchau-OS
- Flatow-OS 6:1 (3:1)
POELCHAU:Senkbeil - Cakmak, Özipek, Bongartz, Boateng - Ruttke, Prestel, Capolei, Ben-Hatira - Jach, Preiß. Eingewechselt wurden: Lemke, Brendel, Ebert.

FLATOW: Klose - Günther - 'Hurtig, Götze - Kibke, Hochscheidt, Manteufel, Wortmann, Kunkel - Martins, Lindenberg. Eingewechselt wurden: Placzek, Kempter, Distelkam.TORE: 0:1 (8.) Lindenberg, marschiert über links durch; 1:1 (16.) Jach, nach kapitalem TW-Fehler von Klose; 2:1 (20.) Ben-Hatira, genaues Zuspiel durch Capolei; 3:1 (26.) Preiß, vollendet einen exakt getimten Pass von Ben-Hatira; 4:1 (61.) Ebert, wieder von Ben-Hatira vorbereitet; 5:1 (67.) Preiß, aus Nahdistanz; 6:1 (77.) Ben-Hatira, steht völlig frei.
BESTE SPIELER: Prestel, Ben-Hatira, Preiß - Martins, Lindenberg.

Der verantwortliche Coach der Poelchau-OS, Michael Wolf; gleichzeitig auch A-Jugendtrainer bei Hertha BSC, schonte einige namhafte Akteure aus dem B-Jugendbereich der Gesundbrunner, da diese gleichzeitig um die Deutsche Jugend-Meisterschaft spielen.
Dennoch reichte es am Ende dank überzeugender Leistungen zu diesem klaren Erfolg, der auch in der Höhe verdient war. Lediglich zum Auftakt schienen einige Poelchau-Akteure mental noch in der Kabine, was die Köpenicker zur Führung nutzten. Mehr aber ließen die Charlottenburger nicht zu.
Vor allem die Abwehr-Viererkette war gut abgestimmt. Bongartz und Boateng zogen hier alle Register ihres beachtlichen Könnens. Die bis auf drei Spieler alle bei Hertha BSC spielenden Youngster dominierten über weite Strecken deutlich und ließen das Leder geschickt laufen.
Natürlich war es bitter für das unterlegene Team, als deren Keeper Klose beim Ausgleich einen kapitalen Fehler machte, indem er eine eher harmlose Flanke unterlief. Der für ihn eingewechselte Kempter zeigte zwar viel Ehrgeiz, war aber bei den weiteren Gegentreffem machtlos.
Allerdings gebührt _Flatow" Anerkennung. Die Köpenicker steckten nie auf und hatten durch Martins (37.) sowie Lindenberg (46.) durchaus Möglichkeiten, das Resultat etwas freundlicher zu gestalten.
Berlin hat beim diesjährigen Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia" vier Eisen im Feuer. Jeweils die Sieger von Wk II und Wk III bei den Jungen und Mädchen nehmen daran vom 24. bis 26. September in Berlin teil.   
                                             Klaus-Jürgen Hoffmann

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