Poelchau eine Klasse für sich ...


vom 23. April 2007


Poelchau-Schule bei der WM in Chile 
eine Klasse für sich

Von Michael Färber

Dirk Kunert kommt aus dem Schwärmen nicht heraus. "Die Jungs haben gefightet ohne Ende und eine taktische Meisterleistung abgeliefert. Das war eine richtig geile Sache", sagte der Trainer der Poelchau-Oberschule, die sich durch ein 2:1 (1:1) gegen Südafrika den Fußball-WM-Titel gesichert hatte. Zehn Monate nach dem Sommermärchen bei der WM 2006 der "Großen" hat sich der Nachwuchs seinen Traum beim Turnier in Chile erfüllen können.

Mit 17 Spielern (zwölf von Hertha BSC, vier von Tennis Borussia und einem von Hertha 03 Zehlendorf) war Kunert, selbst Coach der Hertha-B-Junioren, nach Südamerika gereist: "Wir wussten gar nicht, was da auf uns zukommt." Doch schon vom ersten Tag an war ihm klar: "Das war hier wie eine richtige Weltmeisterschaft." Soll heißen: Betreuung rund um die Uhr, zu den Spielen ging es stets per extra eingerichtetem Bustransfer, das Endspiel wurde sogar live im Fernsehen übertragen.
Und die "Hertha-Klasse" zeigte ihre Klasse. Marvin Knoll, mit zehn Treffern Torschützenkönig, brachte das deutsche Team in Führung, das sich auch durch den Ausgleich vor der Pause durch Jubalani Shongwe nicht schocken ließ. Kevin Stephan sorgte für die Entscheidung gegen die Südafrikaner, die "spielerisch etwas besser waren" (Kunert). Es war die Krönung nach vier Vorrundensiegen, dem 6:0-Triumph im Viertelfinale gegen Italien und dem 3:1 im Halbfinale gegen Tschechien. Und der Beweis für die ausgezeichnete Jugendarbeit an der Charlottenburger Poelchau-Oberschule. Kunert schwärmt: "Alle Spieler kennen sich, spielen auch in der Auswahl zusammen. Ein Klasse-Team."

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