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Die Poelchau-Gesamtschule kann sich jetzt stolz „Eliteschule des Fußballs“
nennen und reiht sich damit in den Kreis 19 weiterer in Deutschland ein. Dieses
Zertifikat und die damit verbundene finanzielle Unterstützung von 30 000 Euro für
Material, Koordination und Trainer des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird für
ein Netzwerk von Schule, Leistungszentrum und Verband vergeben.
Die Ernennungsfeier am Donnerstag leiteten Schulleiter Rüdiger Barney und
Florian Riedel, Schüler und Jungprofi bei Hertha BSC, ein. Sie berichteten, wie
aus einer Schule ohne gymnasiale Oberstufe und mit soziokulturell eher
schwieriger Schülerschaft eine Sportschule wurde, die nun die einzige Berliner
Eliteschule des Sports und des Fußballs ist.
Hans-Dieter Drewitz, Vizepräsident des DFB, sprach davon, dass die
Poelchau-Schule in der Vergangenheit „die Kurve gekriegt“ hat und nun voll
durchstarte. Allerdings müsse die Schule auch weiterhin Flexibilität zeigen:
„Profifußballer sind ständig unterwegs, da muss es möglich sein, eine
Klausur auch mal außer Lande zu schreiben“. Dafür wolle man auch Lehrer als
Koordinatoren beim DFB einstellen.
Der Sportdirektor des DFB, Matthias Sammer, ließ sich gut gelaunt von Schülern
interviewen und betonte, dass Schule und Leistungssport immer parallel laufen
sollten. Auch die geistige Entwicklung eines Spielers müsse unterstützt
werden. Schließlich wolle man im Fußball „Typen mit Ausstrahlung“. Es dürfe
nicht passieren, dass der Leistungssport daran hindere, den gewünschten
Schulabschluss zu schaffen.
Von Marcel Subke, dem „rappenden Torwart“, noch sichtlich beeindruckt, wies
Michael Preetz vom Herthaner Nachwuchszentrum auf die gute Zusammenarbeit von
Schule und Verein hin. Er appellierte an die Schule, auch den Mädchenfußball
zu fördern. jure
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