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Gutes Zeugnis, schlechtes Zeugnis von Sabine Klier |
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Wie eine Seifenoper ist die jährliche Zeugnis-Vergabe. Happy End oder großes Drama? |
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GZSZ (Gutes Zeugnis, schlechtes Zeugnis) ist die Abschluss-Show des Schuljahres. Davon konnten sich am Dienstag 320.000 Berliner Schüler schwarz auf weiß selbst überzeugen. Mit Höhen und Tiefen und garantiert viel Diskussionsstoff. Und manchmal auch der Weg zur ganz großen Karriere. |
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Die
B.Z. traf zwei Hauptdarsteller: Julian (13) von der
Poelchau-Oberschule in Charlottenburg ist auf dem besten Weg, will ganz groß
rauskommen. „Ich würde gern Fußball-Profi werden“, sagt er
selbstbewusst. „Mein Ziel ist es, bei der WM 2018 dabei zu sein.“ Lässig
präsentiert er sein Zeugnis mit der Durchschnittsnote 1,1. Elf Einsen, eine
Zwei – in Ethik. In seiner Klassenstufe hat er damit schon einen
gesteigerten Bekanntheitsstatus erreicht. „Streber“, so nennen ihn
scherzhaft seine Kumpels. Von einer 1 in Mathe kann Myriam (16, Name geändert) aus Neukölln nur träumen. Ihre Noten gereichen zu eher zweifelhaftem Ruhm. Sie geht in die neunte Klasse der Kepler-Schule, hat vier Fünfen und sechs Sechsen auf dem Zeugnis. Dazu 58 Fehltage, 54 davon unentschuldigt, und elf Verspätungen. „Ich bin lieber mit meinen Freundinnen shoppen gegangen“, sagt sie. Die Klasse muss sie jetzt wiederholen. „Das ist mir schon peinlich. Deswegen sehe ich das als Chance“, gibt Myriam kleinlaut zu. „Nächstes Jahr werde ich büffeln!“ Gedanken an ihre Zukunft verschwendet sie trotzdem nicht. „Das klappt schon!“, meint sie. Fortsetzung im kommenden Schuljahr. |