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Ausgerechnet der zuvor nur wenig geprüfte
Torhüter Jens Bloszyk sicherte der Poelchau-Oberschule am Dienstag im
Stadion Wittenau den Einzug ins Endspiel um die Berliner
Schulmeisterschaft der Jahrgänge 1985-88. Die Charlottenburger, deren
Spieler überwiegend bei Tennis Borussia aktiv sind, setzten sich im
Halbfinale nach Elfmeterschießen mit 7:6 gegen die Köpenicker
Flatow-Oberschule durch. Morgen um 9 Uhr ist in Wittenau der Anpfiff zum
Finale. Gegner ist die Reinickendorfer Max-Eyth-Oberschule, die sich im
zweiten Ausscheidungsspiel gegen das Hohenschönhausener
Seelenbinder-Gymnasium überraschend deutlich mit 3:0 durchsetzen
konnte.
Die
Poelchau-Kicker hatten bis kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit von
siebzig Minuten nach Toren von Aschhan Dejagah (39.) und Mikael Camöz
(61.) mit 2:1 geführt, ehe Libero Patrick Bastian ein ausgesprochenes
Missgeschick unterlief. Bastian, der in diesem Jahr mit TeBe Berliner
Meister und Pokalsieger der C-Jugend wurde und U 15-Auswahlspieler
ist, hatte gerade die Riesenchance zum 3:1 vergeben und war nicht
rechtzeitig zurückgeeilt. Die ausschließlich für den 1. FC Union
spielenden Talente des Kontrahenten konnten das in der Schlussminute zum
2:2 nutzen.
Einige
der gelb gekleideten Akteure sanken im Angesicht des Desasters in die
Knie. Die Chancen auf ein glückliches Ende schienen entschwunden, zumal
die spielerisch deutlich überlegenen Charlottenburger zuvor schon
nervlich instabil wirkten. Ohne Verlängerung ging es sofort in die
Entscheidung vom Strafstoßpunkt aus. Dabei zeigte sich schnell, dass
den Torhütern an diesem Tag entscheidende Bedeutung zukommen sollte.
Jens Bloszyk war bei zwei vorherigen Versuchen der Ballabwehr knapp
gescheitert, tauchte dann jedoch in die richtige Ecke. Der Rest ging am
Dienstag ab 10.28 Uhr im Jubel unter. Um Bloszyks Gesundheit musste
ernsthaft gefürchtet werden, als sich das Ensemble im Siegestaumel
geschlossen auf ihn warf. Der Endspielgarant überstand die Prozedur glücklicherweise
unbeschadet. Morgen wird er im entscheidenden Kräftemessen gegen die überwiegend
für die Jugendabteilung der Reinickendorfer Füchse spielenden Talente
der Eyth-Oberschule wieder zwischen den Pfosten stehen. Rüdiger Barney,
der Leiter der Poelchau-Oberschule, kann dann gleich zwei Auftritte
seiner «Schützlinge» begutachten. Am Dienstag noch pendelte er an der
Göschenstraße zwischen zwei Plätzen hin und her, weil die Mädchen
seiner Bildungseinrichtung zeitgleich gegen die Steglitzer Dag-Hammarskjöld-Schule
antraten. Die Charlottenburgerinnen gewannen mit sage und schreibe 14:0
und bestreiten morgen von 9.45 Uhr an auf Kunstrasen das Endspiel gegen
die Herbert-Hoover-Oberschule aus dem Wedding.
Während
das Endspiel der Jungen keinen klaren Favoriten kennt, scheinen die
Poelchau-Mädchen in diesem Jahr schier unbezwingbar. In den drei
Partien der Vorrunde und im Halbfinale brachten sie es auf
beeindruckende 27 Torerfolge. Den jeweiligen Gegnern war in vier Spielen
nicht einmal ein Ehrentreffer vergönnt.
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