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Krieg
steht nicht auf dem Stundenplan Von Uta Keseling |
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Schüler aus 91 Klassen lesen zurzeit die Morgenpost im Unterricht und
schreiben Artikel für die Jugendseite. Die tägliche Berichterstattung
über den drohenden Krieg ist in vielen Klassen Anlass für heftige
Diskussionen - und für eigene Texte. |
Bedeutung
hat, die Bush nicht einfach ignorieren darf." |
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Stress gibt es spätestens dann, wenn um den "Heiligen Krieg" gestritten wird. Manche Lehrer vermeiden das Thema lieber ganz und berufen sich auf den Lehrplan, auf dem natürlich der Irak-Krieg nicht steht. Dass es auch anders geht, beweisen die Lehrer, die mit ihren 91 Klassen seit den Winterferien |
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ermöglicht konkrete Einblicke in die moderne Autoproduktion von heute und die Technologien von morgen. Ein Thema stößt in vielen Berliner Schulklassen zurzeit auf besonders Interesse: "30 Nationen unter einem Dach" - wie schafft es ein internationales Unternehmen, |
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Spaß am Diskutieren: Im Deutschkurs der Poelchau-Oberschule |
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die Berliner Morgenpost täglich in der Schule lesen. Deutschlehrerin Ute Lenz-Averhoff unterrichtet an der Poelchau-Gesamtschule in Charlottenburg einen Deutschkurs Klasse 9. "Einige meiner Schüler haben Familien, die aus Afghanistan oder dem Iran stammen. Deswegen war der Wissenstand anfangs sehr unterschiedlich", berichtet sie. Anhand der täglichen Zeitungslektüre tauschten die Schüler natürlich auch politische Meinungen und Argumente. "Um die Diskussion sachlicher zu gestalten, haben alle Schüler Referate zu aktuellen politischen Themen vorbereitet", berichtet Lenz-Averhoff. Themen waren z. B. die Anti-Kriegsdemonstrationen, die UNO oder der Irak. Die Erfahrung, wie wichtig für die Schüler dieses Hintergrundwissen ist, schildert Andriy (16): "Nach meinem Referat über die UNO habe ich meine Meinung zum Krieg völlig geändert. Eigentlich fand ich Bushs Politik in Ordnung. Dann wurde mir klar, dass die UNO eine viel zu wichtige |
dass
Mitarbeiter der unterschiedlichsten religiösen und politischen Zugehörigkeit
friedlich und konstruktiv zusammenarbeiten? Mehr dazu lesen Sie demnächst
auf dieser Seite.Die Artikel, die die Schüler im Rahmen von "Schüler
machen Zeitung" verfassen, werden jeden Montag auf der Jugendseite
veröffentlicht. Die Berliner Morgenpost hilft den Schülern mit Tipps
und persönlichem Rat. Wie Nachrichten entstehen und die Zeitung gemacht
wird, erfahren die Jugendlichen direkt beim Besuch des Druckhauses in
Spandau oder von Redakteuren, die auf Wunsch die Klassen besuchen. |
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"Nachrichten kann
man wegzappen, den Konflikt nicht": Eine politische Diskussion |
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Cathérine (16) (s. Bild): Wenn der Krieg ausbricht, dann kommt der Hass auch zu uns. Manche nennen es den Heiligen Krieg, also den Krieg zwischen den Religionen. Ich finde aber, Kriege können nicht heilig sein, denn wenn Tausende von Menschen darunter leider, ist das nur grausam. Patrick (15): Ich glaube, Bush Junior will mit seinem Krieg jetzt beweisen, dass er das schafft, was sein Vater im ersten Golfkrieg nicht geschafft hat, nämlich sich die irakischen Ölquellen zu sichern und sich dort strategisch zu positionieren. Wie bei einem Schachspiel. Ich befürchte auch, dass durch Krieg die Reichen noch |
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reicher und die Armen noch ärmer werden. Die Waffenindustrie verdient dann zwar viel Geld, aber davon haben die Armen nichts. |
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Eileen (16): Uns in Deutschland betrifft der Krieg nicht so direkt. Wenn ich abends den Fernseher anmache und entspannen will, dann zappe ich halt weg, wenn schon wieder diese Kriegsnachrichten kommen. Aber wenn man mal wirklich nachdenkt, merkt man, was für unglaubliche Folgen ein Krieg haben kann. Auch für uns. Ich finde es krass, dass die Amerikaner gleich das ganze Land bambardieren wollen, obwohl es ihnen doch einfach nur um Saddam Hussein geht. Zino (14) (s. Bild): Meine Familie stammt aus Afghanistan und Persien. Wir glauben |
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nicht, dass Bush mit seinem Krieg tatsächlich eine Demokratisierung im Irak bezweckt. Ihm geht es vielmehr darum, seinen Einfluss dort zu sichern. Wenn nach Saddam der nächste Diktator kommt, wird er das zulassen, solange sich dieser ihm unterwirft. Amerika ist tyrannisch und macht, was es will. Es tritt die Vernunft der Welt mit Füßen. |
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