Investition in die Zukunft ...  


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Der Verknüpfung von schulischer und sportlicher Ausbildung wird bei Hertha BSC seit diesem Jahr ein besonderes Augenmerk geschenkt. Fußball-Akademie, Jugendinternat und Fußballer-Patenschaft sind Schlüsselwörter für eine erfolgreiche Nachwuchsentwicklung.

Investition in die Zukunft des Vereins

"Der Begriff Fußball-Akademie umfasst die gesamte Ausbildung von Hertha BSC. Das heißt die sportliche Ausbildung an sich, unser Internat und die Schulkooperation", erklärt Jugend- und Amateur-Koordinator Falko Götz, der das Grundkonzept für die Akademie in langjähriger Arbeit erstellt hat. Als Grundkonsens der Jugendausbildung bleibt Herthas Philosophie der Entwicklung junger Fußballer zu Persönlichkeiten.
Zur sportlichen Ausbildung zählt Hertha BSC auch zwei Arten von Kooperation. Zum einen eine enge Zusammenarbeit mit der Schule und zum anderen die Kooperation mit anderen Berliner Vereinen. Zu einer schlüssigen Umsetzung der Philosophie spielt vor allem die Verknüpfung von Schule, Ausbildung und Sport eine wichtige Rolle.

Die Einheit 
von Schule und Sport

 

Die Bundesliga-Profis posieren mit ihren Paten, den Schülern unserer Schule, zum Gruppenfoto

"In erster Linie arbeiten wir mit der Poelchau-Oberschule in Berlin-Charlottenburg zusammen. Der Kontakt kam zustande, weil wir zur Optimierung unserer Ausbildung eine Schule gesucht haben, die mehrere Komponenten miteinander vereint. Das heißt eine Schule, die während des Unterrichts Trainingseinheiten für uns freistellt und die in unmittelbarer Nähe zum Olympiagelände liegt, um lange Transportzeiten zu vermeiden", legt Götz dar, warum das Charlottenburger Bildungsinstitut besonders geeignet für die Zusammenarbeit ist.  .

"Außerdem bietet sie unseren Jugendlichen die Möglichkeit, sämtliche Wege derSchulausbildung - Gymnasium, Real- oder Hauptschule - zu wählen. Darüber hinaus hat sie seit diesem Jahr die staatliche Anerkennung als sportbetonte Schule, weil nicht nur Fußballspieler, sondern auch Leistungssportler aus anderen Sportarten sie besuchen", so Götz weiter.
Durch die gezielte Zusammenarbeit mit Berliner Vereinen strebt Hertha BSC kurzfristig eine Vernetzung innerhalb Berlins und langfristig eine selbige über Berlin hinaus an, um die gesichteten Talente noch breitflächiger fördern zu können

Jugend-Internat ist Meilenstein
Ein Meilenstein zur Intensivierung der Jugendarbeit stellt das Internat im Kursistenflügel des Friesenhauses auf dem Geschäftsstellengelände dar. In dem Komplex, der Wohnraum für maximal 18 Schüler in Ein-Bett-Zimmern bietet, sind seit Saisonbeginn 14 Jugendliche untergebracht. "Wir starten mit 14 Spielern der Jahrgänge 1983 bis 1986, haben aber jederzeit die Option, auf 18 zu erhöhen. Wir haben uns die Möglichkeit offen gelassen, Spieler, die zu uns zum Probetraining kommen, im Internat unterzubringen", erklärt der Koordinator. Bei der Auswahl der Internatsschüler wurde das Hauptaugenmerk auf das sportliche Talent gelegt. Doch laut Götz wurde darauf 

Prominenz beim ersten Spatenstich

geachtet, "dass es auch Charaktere sind, die sich weiterentwickeln wollen und zu unserer Philosophie passen."

Glücksgriff: Ehepaar Ramin
Mit dem Betreuerehepaar Harri und Regina Ramin, die beide sehr an Hertha interessiert und seit langen Jahren Anhänger der Blau-Weißen sind, haben Götz und seine Helfer einen wahren Glücksgriff getan. "Wir sind sehr glücklich, dass wir diese beiden gefunden haben. Sie kümmern sich um das gemütliche Leben und die Betreuung in dem Internat, sind aber auch Ansprechpartner für die Nöte und Wehwehchen der Schüler und haben engen Kontakt zu den Spielern als Elternersatz", schenkt Götz dem zuverlässigen Ehepaar sein volles Vertrauen. Andernfalls sind auch die sportliche Leitung und die Trainer oft im Internat, um den Schülern rund um die Uhr das Gefühl zu geben, für sie da zu sein.

Schulsenator Böger zu Besuch

Neben einem Speisesaal mit Küche, Unterrichts- und Schulungsräumen, einer Wohnung für das Betreuerehepaar Ramin und Büroräumen für die Internatsleitung, stehen den "Jung-Akademikern" auch ein Internet-Café sowie ein Spiel- und Gesellschaftsraum zur individuellen Freizeitgestaltung zur Verfügung. Ihre Eltern haben jederzeit Besuchsrecht und haben so Teil an der Entwicklung ihres Kindes. Zudem haben 14 Hertha-Profis des aktuellen Kaders Patenschaften für die Internatsschüler übernommen. "Dadurch versprechen wir uns eine hohe Identifikation mit dem Verein. Unsere Profi-Spieler bekunden so ihr Interesse, den Verein würdig zu vertreten. Es symbolisiert das starke Zusammengehörigkeitsgefühl im Verein. Für unsere Jugendspieler sind die Patenschaften ein weiterer Ansporn, noch härter an sich und ihrer Entwicklung zu arbeiten", schildert Götz die Vorteile.
Schließlich liegen die Kabinen der Profis und das Internat nicht allzu weit auseinander, so dass es für die Profis und die Schüler die Möglichkeit gibt, in der Mensa zusammen etwas zu trinken, zu diskutieren oder gemeinsam im Spielsalon bei Dart, Billard und Flipper die Freizeit zu genießen.
Doch bekanntlich kommt nicht nur für die "Stars von morgen" das Vergnügen erst nach der Arbeit. 

Dienstags, mittwochs und donnerstags finden im Rahmen des Schulprogramms um 8.15 Uhr und 10.15 Uhr Trainingseinheiten statt, ansonsten haben die Internatsschüler ab 8 Uhr morgens Unterricht. Nach Beendigung des Schultages um 15.20 Uhr haben die Schüler Freizeit. 

Zusätzlich kommt vier- bis fünfmal pro Woche das reguläre Mannschaftstraining. Ein hartes, aber dennoch optimales Ausbildungsprogramm. Schließlich haben die hochveranlagten Nachwuchsspieler noch viel vor.
Internatsordnung regelt Zusammenleben
Das gemeinsame Zusammenleben außerhalb des gewohnten Familienbundes regelt eine Art Grundsatz-Charta, die vom Koordinator Götz bei der offiziellen Eröffnung des Internats verlesen wurde. Das neun Punkte umfassende, am Eingang des Internats hängende Dokument, beinhaltet die Rechte und Pflichten der Akademiebewohner. Diesen Anweisungen haben die Internatsschüler Folge zu leisten. 
aus: Wir Herthaner - Jugendmagazin von Hertha BSC Heft 1 2001

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