Künftig mit Profilsport Hockey ...  


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Nr. 27 vom 30. August 2001 - Text/Fotos: Martin Scholz

POELCHAU-OBERSCHULE BERLIN

Künftig mit dem
Profilsport Hockey

Wenn am 3. September in Berlin wieder die Schule beginnt, dann steht an der Poelchau-Oberschule auch Hockey auf dem Stundenplan. Schon 1995 gab sich die Schule ein sportliches Profil, doch erst ab dem kommenden Schuljahr ist die Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe als Sportschule anerkannt. Sie ist  bereits die vierte

Nicht unproblematisch ist die Lage der Poelchau-Oberschule. Sie befindet sich zwar im Schnittpunkt von gleich drei Stadtbezirken und liegt in unmittelbarer Nähe einer U-Bahn-Station. Direkt daneben befinden sich eine Grundschule, ein Kinderhort und ein Jugendfreizeitheim, in denen der Sport ebenfalls eine große Rolle spielt.

dieser Art in Berlin, jedoch die erste, in der Hockey angeboten wird.
Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Rudern, Schwimmen und eben Hockey sind die Sportarten, die mit Unterstützung des Berliner Landes- sportbundes als "Profilsportarten" eingerichtet sind. Hinzu kommen "Projektsportarten", die die Schule
ohne Hilfe des Landessportbundes

Die Hockey-Hochburg Berlins (BHC, Wespen, Z 88, TuSLi) liegt aber viel südlicher. Dort kooperiert die Wilma-Rudolph-Schule mit Z 88."Bei uns im Nord-Westen ist zwar kein weißer, aber höchstens ein grauer Fleck auf der Landkarte", so Werner Stahr. Es fehlt der Zulauf aus starken Vereinen.

Einziges Aushängeschild der Schule 

durchführt, dabei aber zum Teil mit Vereinen wie Hertha BSC kooperiert.
Federführend bei der
Einrichtung eines Hockey-Angebots war Werner Stahr (Foto), der Sportkoordinator der Poelchau-Schule. Er ist der Meinung, dass bei der Nachwuchs-Arbeit zu viel vom Engagement von einigen wenigen (positiv) "Verrückten" abhängt, aber "nicht richtig systematisch" gearbeitet wird.
Der Weg über die Sportschule ist in Berlin längst üblich. In fast allen Sportarten besucht der national und international erfolgreiche Nachwuchs mittlerweile eine Sportschule, was drei bis fünf zusätzliche Trainingseinheiten am Vormittag gewährleistet. Die Landestrainer sind in den Schulen tätig.  
"Auch im Hockey müssen wir mehr tun", meint Werner Stahr und glaubt, dass im Zuge der  
Neuorientierung nach Sydney "ein Umdenken von der Spitze her" stattfindet. Die Einladungen an Damen- und Herren-Bundestrainer, einmal bei der Poelchau-Schule vorbei zu schau en, sind bereits verschickt. Natascha Keller, Anne Müller, Uschi Schmitz und die Hentschel-Brüder waren in der Vergangenheit schon zu Besuch.
Ein "Motivationsschub durch Gäste" soll den Schülern möglichst auch in Zukunft geboten  werden.

ist derzeit die 40-fache Jugend-Nationalspielerin Koku Wasserthal (BHC/Foto), die wegen der Sport-Möglichkeiten vor einem Jahr an die Schule wechselte. Das sportliche Niveau ist noch bescheiden, aber immerhin sind viele Jugendliche durch das Schul-Hockey in Vereine eingetreten. 
Wichtiger wäre Werner Stahr nun aber der umgekehrte Weg. Er wünscht sich eine stärkere Mitarbeit des Berliner Verbandes: "Der
Landes-

trainer müsste sich aktiv beteiligen. Der Verband sollte unsere Ressourcen nutzen und auch aktiv für die Schule werben." Bislang, so sein Eindruck, "werden wir nur verbal unterstützt".
Für die im Herbst stattfindende Sichtung der Kinder, die nächstes Jahr in die 7. Klasse kommen, 

schwebt Werner Stahr eine "Koalition" der nördlichen Vereine vor. Doch schon für dieses Schuljahr erwartet der Lehrer "einen Quantensprung in der Qualität", weil mehrere gute Vereinsspieler auf die Poelchau-Schule wechseln und künftig Hockey auf ihrem Stundenplan haben werden.

  Presseschau

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