|
Während die Feldhockeysaison ihrem dramatischen Ende zustrebt und noch keine Entscheidungen betreffs Bundesliga-Auf- und Abstieg gefallen sind, hat sich im Deutschen Hockey-Verband ein völlig undramatischer Führungswechsel vollzogen. Dr. Christoph Wüterich gab auf dem Bundestag des DHB in Mönchengladbach sozusagen den Hockeystock an Stephan Abel weiter. BHV-Schatzmeister Heiner Lohmann wurde (Achtung, Tradition!) als Kassenprüfer wiedergewählt und DSB-Präsident Manfred von Richthofen
("MvR") konnte unwidersprochen obigen Satz gelassen aussprechen.
Da trifft es sich gut, dass wenige Tage später die Berliner Hockey-Schulmeisterschaften stattfanden. Sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen haben sich die Vorjahressieger Wilma-Rudolph-Oberschule und Schadow-OS durchgesetzt, sie werden Berlin beim Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia" im September vertreten.
Für die Hockeyspieler der Poelchau-Oberschule lief es .diesmal nicht so gut. Waren sie in der Halle noch Berliner Meister geworden, mussten sie sich auf dem Kunstrasen im Halbfinale dem Dauerrivalen von der Wilma-Rudolph-OS knapp geschlagen geben. Die Poelchau-Mädchen belegten den zweiten Platz hinter dem überlegenen Titelträger Schadow-Oberschule.
Apropos "fast alle klug". Lesen Sie bitte die
|
stark
gekürzte Selbstdarstellung der sportbetonten Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, also der
Poelchau-Oberschule:
Die Anforderungen an die Sportler steigen auch im Hockey. Was für gute Schwimmer oder Schwimmerin seit Jahren als selbstverständlich gilt, trifft auch in zunehmendem Maße auf Hockey zu. Will man Hockey auf hohem Niveau spielen, dann reicht ein zwei- bis dreimaliges Training pro Woche nicht aus.Hockey wird vom LSB und BHV nur an der Poelchau-Oberschule in Berlin-Charlottenburg gefördert. Neben Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Wasserball und Moderner Fünfkampf als so genannte Profilsportarten haben die Schüler hier besondere Privilegien:
Viermal Training im Rahmen des Unterrichts (durchgängig von der 7. Klasse bis zum Abitur), kleine Klassen (20 bis 24 Schüler), flexible Klausurtermine und die Möglichkeit; Hockey in den Leistungskurs Sport der Oberstufe einzubringen, eine Lösung, die es nur an den Sportschulen in Berlin gibt.
Aufgenommen werden nur Schülerinnen und Schüler, die eine besondere Eignung nachweisen können. In der Regel erfolgt die Aufnahme mit der 7. Klasse, "Quereinsteiger" haben jederzeit die Chance zur Aufnahme, wenn der Landestrainer sein "okay" und das Zeugnis es her gibt - auch nach der 10. Klasse beim Übergang auf die gymnasiale Oberstufe.
Klaus-Jürgen Hoffmann
|