Hertha BSC und TeBe gefragt ...    


aus: vom  22. Dezember 2003

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Hertha BSC und TeBe gefragt

Charlottenburger Poelchau-Oberschule zieht erfolgreiche Bilanz


Die in Charlottenburg beheimatete Poelchau-Oberschule wurde 1973 gegründet. Später wurde sie nach dem Gefängnispfarrer Harald Poelchau benannt. Inzwischen zählt diese sportbetonte Einrichtung neben der Flatow- und der WernerSeelenbinderSchule zu jenen, die durch den DFB gefördert und unterstützt werden.
Es handelt sich um eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe im Ganztagsbetrieb. Nach - zehn Schuljahren werden die Weichen für den weiteren Berufsweg gestellt. Wie die anderen sportbetonten Einrichtungen zog kürzlich auch _Poelchau" Bilanz und veranstaltete einen ,Tag der offenen Tür". In der Aula und auf der Bühne boten Jungen und Mädchen Ausschnitte aus ihrem Trainingsbetrieb.

Herthaner zeigen Karate
Etwas skeptisch schauten viele drein, als einige Hertha-Nachwuchsspieler Ausschnitte aus dem Bereich Kampfsport boten. Es waren Darbietungen aus dem KarateProgramm, das durchaus der breiten athletischen Basis dient und vor allem die Beweglichkeit verbessert. Keine Angst, es sollen künftig keine Punkte mit Karate-Einlagen _eingefahren" werden.
Übrigens werden die Herthaner auch vom Sprinttrainer des DLV Uwe Hakus in den Bereichen Athle tik und Sprungkraft trainiert. Apropos Hertha BSC: Im vierten Jahr haben die Herthaner an der Poelchau-Oberschule eigene Klassen. Rund 80 Jungen besuchen derzeit diese Schule und hatten bislang viele Erfolge aufzuweisen.

So waren am 8. April beim Schüler- Länderspiel (U 16) gegen Österreich mit den Herthanern Christian Preiß, Kevin Boateng und Daniel Bongartz drei Jungen der Poelchau-Oberschule dabei. Bei den jüngsten vier Pokalendspielen des BFV im Sommer wirkten bei den erfolgreichen Herthanern 32 Jungen mit, die die Poelchau-Oberschule besuchen. Zudem waren in der Schule neun Jungen, die mit Hertha BSC in diesem Jahr Deutscher B-Jugendmeister wurden. 

Mit Andreas Kloke besitzt man einen sachkundigen Koordinator zwischen Hertha BSC und der Poelchau-Oberschule.

Im Endspiel erfolgreich
Beim jüngsten Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia" schnitt die Poelchau-Oberschule ebenfalls sehr erfolgreich ab. Die Jungen der Jahrgänge 1987/89 setzten sich im Endspiel gegen die Lausitzer Sportschule mit 4:3 in der Verlängerung durch. Etwas Pech hatten die Mädchen. Gegen die Sportschule Potsdam unterlagen sie im Finale unglücklich mit 0:1.

Einige Jahre länger arbeitet Ten nis Borussia erfolgreich mit der Poelchau-Oberschule zusammen. Hier ist Markus Schatte seit vielen Jahren Ansprechpartner und Trainer neben Holger Kraft und Steffen Borkowski. Des Weiteren gehören rund 75 Jungen und Mädchen 20 Vereinen an, in denen die Talente auch an den Nachmittagen trainieren. Zu Ex-Schülem der Poelchau-Schule zählen beispielsweise Christian Ritter (VfL Wolfsburg) und Charles Takyi (Schalke 04). "Allerdings fragen wir an der Schule nicht danach, ob sie nun Hertha BSC, Tennis Borussia oder anderen Vereinen angehören. Talent allein reicht noch nicht. Gerade schulische Leistungen sind wichtig und zählen", sagt der fußballbegeisterte Schulleiter Rüdiger Bamey.
Eine weitere Sichtung für das kommende Schuljahr findet am 22. Januar um 16.30 Uhr auf der Anlage am Kühlen Weg für Jungen und Mädchen der jetzigen 6. Klassen statt.

Denis Lapaczinski dabei
Wie bereits im Vorjahr zählte Hertha-Profi Denis Lapaczinski am "Tag der offenen Tür" zu den gefeierten Gästen. Vor allem waren seine Autogramme gefragt. Der aus Reutlingen stammende Herthaner stand den Mädchen und Jungen natürlich Rede und Antwort.
Klaus-Jürgen Hoffmann

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