Investition in die Zukunft ...


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Stadionzeitung, Bayern München-Hertha BSC (1:1) 20. März 2004

Investition in die Zukunft

HERTHA BSC ist ein Fußball-Bundesligist. Das dürfte kaum einem entgangen sein. Aber der Klub nimmt auch seine Verantwortung in Ausbildungsfragen ernst. Aufgrund der momentanen Ausbildungsmisere in Deutschland hat die Bundesregierung den Druck auf die Wirtschaft erhöht, damit mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden. HERTHA BSC konnte damit jedoch nicht gemeint sein: Der Verein hat allein im vergangenen Jahr fünf neue Auszubildende eingestellt. Damit ist die Zahl der »Lehrlinge« bei HERTHA BSC auf stolze zehn angestiegen.

Im Vergleich zu den anderen Bundesliga-Vereinen, wie z.B. Bayer Leverkusen, die drei Sportund Fitnesskaufleute ausbilden, ist HERTHA BSC deutschlandweit an vorderster Stelle, was die Ausbildungsplatzabgabe angeht. Aber auch was den Umfang der Ausbildungsplätze betrifft, hat Berlins Fußballklub Nr. 1 die Nase vorn: So bildet der Klub neben Sport- und Fitness-, Büro- und Veranstaltungskaufleuten auch zwei Studenten der Berufsakademie aus. ....
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Einige der Azubis wurden schon während ihrer Schulzeit durch HERTHA BSC betreut. Christian Preiß erwarb seinen Schulabschluss auf der Poelchau-Sportoberschule,
der Kooperationsschule des Vereins. 

Diese Schule besuchen über 50 Spieler von HERTHA BSC - die jüngsten aus der D-Jugend, die ältesten aus der Amateurmannschaft. Christian und den anderen Schülern und Azubis wird geholfen, wenn sie aufgrund von Nationalmannschaftsreisen o.ä. Stoff nachzuarbeiten haben oder es sonst mal hakt. Ansprechpartner in Schul und allgemeinen Ausbildungsfragen ist für die Jungs auf Seiten des Vereins Andreas Kloke, der neben seiner Tätigkeit als Studienrat an einer Berliner Berufsschule den jungen Herthanern hilft, die Doppelbelastung als Schüler und Leistungssportler zu bewältigen. »Mal sind es kleinere Hilfen bei Hausaufgaben, mal ist eine eingehende Beratung über die weitere Schul- oder Ausbildungslaufbahn notwendig - die Aufgaben sind vielfältig«, beschreibt er seine Tätigkeit.
Klar, dass Reiner Kübler und Andreas Kloke sich oft beraten, wenn es darum geht, die Hertha-Azubis in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung voranzubringen. Charakter, Erfolgswille und eine professionelle Einstellung werden für die älteren Jugendlichen eine immer wichtigere Komponente, wenn sie ihre Ziele in Sport und Beruf erreichen wollen. »Solche Qualitäten lassen sich in Schule und Ausbildung oft besser ablesen und schulen als auf dem Trainingsgelände«, ist Andreas Kloke überzeugt.
Für die nächsten Jahre sieht er noch Verbesserungsmöglichkeiten »Nach der großen Aufbauleistung der vergangenen Jahre brauchen wir jetzt noch mehr Absprache unter allen Erwachsenen der Fußballakademie -Trainern, Koordinatoren,

Internatsbetreuern, Lehrern - um den Jugendlichen klare Vorgaben machen zu können und unser Leitziel, Entwicklung junger Fußballspieler zu Persönlichkeiten, noch intensiver zu verfolgen.Gleichzeitig müssen wir den Talenten ein Gemeinschafts-, ein Vereinsgefühl vermitteln. Die Jungen - vor allem die Internatsspieler - verbringen den größten Teil ihrer Freizeit bei HERTHA BSC, die Azubis sogar ihren kompletten Arbeitstag dazu. Die Fußballakademie steht deshalb in der besonderen Verantwortung, ganzheitlich auf die Jungen einzugehen,  vom Trainingsalltag bis zur Geburtstagsfeier.«

Andreas Kloke,
Studienrat,
ist Ansprechpartner in allen
ausbildungsrelevanten Fragen

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