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Ende
Juni reisten 16 Schüler mit Frau Fischer und Herrn Straßenberger für
viereinhalb Wochen zum Schüleraustausch nach Guayaquil/Ecuador. Die
Poelchau-Oberschule pflegt seit zwei Jahren diesen Schüleraustausch mit
dem Colegio Aleman Humboldt Guayaquil.
Die ecuadorianische Schüler besuchen uns in Berlin während ihrer
Sommerferien im Januar. Der Gegenbesuch erfolgt in unseren Sommer-
ferien, denn in der tropischen Winterzeit ist dort Schulzeit.
Nach 15 Stunden Flug mit einem Aufenthalt in Amsterdam wurden wir von
Veikko Bersug, dem deutschen Lehrer vor Ort, und unseren neuen
Gasteltern in Empfang genommen. Es war ein freudiges Wiedersehen, denn
Veikko und die Schüler kannten wir gut von unserer gemein- samen
Skireise, die bei ihrem Besuch in Deutschland integriert war. Wir wurden
alle in netten Gastfamilien untergebracht, deren Kinder meist selbst
schon in Berlin waren oder es für das kommende Jahr planen. Die
ecuadoriani- schen Schüler sprechen in der Regel sehr gut deutsch.
Deutsch ist bei ihnen in der Schule ein Hauptfach. Zusätzlich werden ab
der 7. und 9. Klassenstufe auch andere Fächer – bspw. Geschichte und
Biologie – auf deutsch unterrichtet. Häufig kann auch ein Elternteil
deutsch sprechen, weil es selbst einmal Schüler der deutschen Schule
war. |
wie
dem Ozelot, Krokodilen, Papageien und vielem mehr nachgebaute Häuser im
Kolonialstil zu sehen.
Die reguläre Schulzeit geht bis 16.30h mit einer einstündigen
Mittagspause, in der die Schüler zum Mittagessen meist nach Hause gehen.
In den Nachmittagsstunden liegen Trainingszeiten und unsere Schüler
nahmen dort ebenso am Fußball-, Leichathletik- oder Schwimmtraining wie
zu Hause teil. Sportliche Höhepunkte waren die Teilnahme an einen
Schwimmwettkampf sowie an den Bundesjugendspielen des Colegio Aleman
Humboldt, dem Freundschaftsspiel der Fußballmannschaft Colegio Aleman
Humboldt gegen das Team der Poelchau-Oberschule sowie der Besuch eines Fußballspiels
im Stadion von Guayaquil.
Höhepunkt der gesamten Reise war der dreitägige Ausflug unserer Gruppe
nach Baňos.

Auf
der sechsstündigen Busfahrt ins Hochland der Anden gab es landschaftlich
wunderschöne Ausblicke auf eine für uns ganz ungewöhnliche
Gebirgslandschaft. Die Höhenlandschaft der Anden erlaubt aufgrund ihrer
äquatorialen Lage Baumbewuchs und Landwirtschaft noch in 3000m Höhe. Die
weite Sicht (u. a. mit Blick auf den 6272m-hohen Berg Chimborazo)
und das Grün der Landschaft sowie die tief eingeschnittenen Täler sind
atemberaubend. Charakteristisch für diese Region ist das
Tageszeitenklima, so sagt man in Baňos: morgens ist Frühling
mit tiefhängenden Wolken und viel Feuchtigkeit auf den Wiesen; gegen
Mittag hat es die Sonne geschafft, die Wolken aufzulösen und man erlebt
einen Sommertag mit stark wärmender Sonne; am Nachmittag wird es Herbst,
Wolken kommen und häufig gibt es Regen; nachts lernt man den Winter
kennen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Ein faszinierendes Erlebnis.
Für unsere Schüler waren aber wohl eher die Aktivitäten in Baňos
faszinierend. Am ersten Abend wurde eine Rundfahrt durch die Stadt auf
einem offenen Bus mit lauter Popmusik gemacht. Am nächsten Tag gab es
einen Ausritt zu Pferde und eine Mountainbikefahrt.
Besondere Freude machte die Raftingtour flussabwärts. Darüber
hinaus bot Baňos als eines für Touristen am weitesten
erschlossenen Städtchen eine einladende Atmosphäre zum Bummeln und
verweilen. Manche von uns hatte auch das örtliche Thermalbad mit seinen
heißen Quellen besucht.
Etwas unfreiwillig blieben wir noch einen ganzen Tag länger in Ecuador,
denn die Fluggesellschaft KLM hatte unseren Flug aufgrund technischer Mängel
abgesagt. Aber so richtig traurig war darüber eigentlich keiner von uns,
konnten wir doch so noch einen wunderschönen Tag am Swimmingpool des
Hilton Colon Hotel Guayaquil verbringen. Und wann hat man schon mal die
Gelegenheit in einem 5 Sterne Hotel zu wohnen und zu speisen?
Die schöne Reise ist vorbei – wertvolle Erinnerungen bleiben. Einem Schüler
gefiel es ja schon im letzten Jahr so gut in Ecuador, dass er uns diesmal
wieder begleitete. Die Poelchau-Oberschule sagt: „Ecuador wir kommen
wieder!“
C.
Fischer |
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mit
dem ecuadorianischen Schüler in die Schule - Schulbeginn 7.20 Uhr! –
um dann mit in den regulären Schulunterricht zu gehen. Glücklicherweise
fällt einem das Aufstehen in Ecuador doch wesentlich leichter als in
Berlin. Es ist bereits ab 5 Uhr morgens hell und auch trotz
Winterjahreszeit mit Temperaturen um die 20°C auch schon morgens
angenehm warm. Stiegen die Temperaturen im Laufe des Tages, so konnten
wir zwischenzeitlich das Freibad auf dem Schulgelände als nette
Abwechslung nutzen. Neben dem regulären Unterricht hatte unsere Gruppe
die Gelegenheit, gesondert Spanisch-Unterricht zu erhalten
(Buénos días! ~ Guten Tag! ¿Comó te llamás? ~ Wie heißt du?).
Außerdem hatte Veikko viel Ausflüge für uns geplant. So haben wir
die Bananenplantage der Firma Dole und die Kaffeerösterei
El Café besucht. Wer weiß denn schon, dass die
Bananenpflanze ein Zwiebelgewächs ist? Oder Instant-Kaffee neuerdings
bei den Abnehmer so hoch im Rennen liegt, weil die Herstellung im
Gefrierverfahren gesünder und damit auch bekömmlicher ist als gerösteter
Kaffee. Nun wir wissen es jetzt. Außerdem besuchten wir eine Krabben-
und Fischfabrik sowie den Historischen Garten von
Guayaquil.
Die Stadt Guayaquil ist die größte Stadt Ecuadors und an
der Flussmündung des Rio Daule zum Pazifischen Ozean gelegen. Die
Spanier hatten es zu keiner Zeit geschafft, Guayaquil einzunehmen,
wodurch sich das Fehlen der sonst für lateinamerikanische Großstädte
üblichen Kathedralen erklären lässt.
Guayaquil
hatte seine Blütezeit zu Beginn des letzten Jahrhunderts und im Historischen
Garten sind neben landestypischen Tieren
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