Ecuador  - ein Reisebericht ...

Stand: 12.11.06


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Schüleraustausch Ecuador 2003 - Ein Reisebericht

Ende Juni reisten 16 Schüler mit Frau Fischer und Herrn Straßenberger für viereinhalb Wochen zum Schüleraustausch nach Guayaquil/Ecuador. Die Poelchau-Oberschule pflegt seit zwei Jahren diesen Schüleraustausch mit dem Colegio Aleman Humboldt Guayaquil
Die ecuadorianische Schüler besuchen uns in Berlin während ihrer Sommerferien im Januar. Der Gegenbesuch erfolgt in unseren Sommer- ferien, denn in der tropischen Winterzeit ist dort Schulzeit.
Nach 15 Stunden Flug mit einem Aufenthalt in Amsterdam wurden wir von Veikko Bersug, dem deutschen Lehrer vor Ort, und unseren neuen Gasteltern in Empfang genommen. Es war ein freudiges Wiedersehen, denn Veikko und die Schüler kannten wir gut von unserer gemein- samen Skireise, die bei ihrem Besuch in Deutschland integriert war. Wir wurden alle in netten Gastfamilien untergebracht, deren Kinder meist selbst schon in Berlin waren oder es für das kommende Jahr planen. Die ecuadoriani- schen Schüler sprechen in der Regel sehr gut deutsch. Deutsch ist bei ihnen in der Schule ein Hauptfach. Zusätzlich werden ab der 7. und 9. Klassenstufe auch andere Fächer – bspw. Geschichte und Biologie – auf deutsch unterrichtet. Häufig kann auch ein Elternteil deutsch sprechen, weil es selbst einmal Schüler der deutschen Schule war.

wie dem Ozelot, Krokodilen, Papageien und vielem mehr nachgebaute Häuser im Kolonialstil zu sehen.
Die reguläre Schulzeit geht bis 16.30h mit einer einstündigen Mittagspause, in der die Schüler zum Mittagessen meist nach Hause gehen. In den Nachmittagsstunden liegen Trainingszeiten und unsere Schüler nahmen dort ebenso am Fußball-, Leichathletik- oder Schwimmtraining wie zu Hause teil. Sportliche Höhepunkte waren die Teilnahme an einen Schwimmwettkampf sowie an den Bundesju­gendspielen des Colegio Aleman Humboldt, dem Freundschaftsspiel der Fußballmannschaft Colegio Aleman Humboldt gegen das Team der Poelchau-Oberschule sowie der Besuch eines Fußballspiels im Stadion von Guayaquil.
Höhepunkt der gesamten Reise war der dreitägige Ausflug unserer Gruppe nach Baňos

Auf der sechsstündigen Busfahrt ins Hochland der Anden gab es landschaftlich wunderschöne Ausblicke auf eine für uns ganz ungewöhnliche Gebirgslandschaft. Die Höhenlandschaft der Anden erlaubt aufgrund ihrer äquatorialen Lage Baumbewuchs und Landwirtschaft noch in 3000m Höhe. Die weite Sicht (u. a. mit Blick auf den 6272m-hohen Berg Chimborazo) und das Grün der Landschaft sowie die tief eingeschnittenen Täler sind atemberaubend. Charakteristisch für diese Region ist das Tageszeitenklima, so sagt man in Baňos: morgens ist Frühling mit tiefhängenden Wolken und viel Feuchtigkeit auf den Wiesen; gegen Mittag hat es die Sonne geschafft, die Wolken aufzulösen und man erlebt einen Sommertag mit stark wärmender Sonne; am Nachmittag wird es Herbst, Wolken kommen und häufig gibt es Regen; nachts lernt man den Winter kennen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Ein faszinierendes Erlebnis.
Für unsere Schüler waren aber wohl eher die Aktivitäten in Baňos faszinierend. Am ersten Abend wurde eine Rundfahrt durch die Stadt auf einem offenen Bus mit lauter Popmusik gemacht. Am nächsten Tag gab es einen Ausritt zu Pferde und eine Mountainbikefahrt
Besondere Freude machte die Raftingtour flussabwärts. Darüber hinaus bot Baňos als eines für Touristen am weitesten erschlossenen Städtchen eine einladende Atmosphäre zum Bummeln und verweilen. Manche von uns hatte auch das örtliche Thermalbad mit seinen heißen Quellen besucht.
Etwas unfreiwillig blieben wir noch einen ganzen Tag länger in Ecuador, denn die Fluggesellschaft KLM hatte unseren Flug aufgrund technischer Mängel abgesagt. Aber so richtig traurig war darüber eigentlich keiner von uns, konnten wir doch so noch einen wunderschönen Tag am Swimmingpool des Hilton Colon Hotel Guayaquil verbringen. Und wann hat man schon mal die Gelegenheit in einem 5 Sterne Hotel zu wohnen und zu speisen?
Die schöne Reise ist vorbei – wertvolle Erinnerungen bleiben. Einem Schüler gefiel es ja schon im letzten Jahr so gut in Ecuador, dass er uns diesmal wieder begleitete. Die Poelchau-Oberschule sagt: „Ecuador wir kommen wieder!“
 

C. Fischer

Unser typischer Tagesablauf begann so gegen 6.15 Uhr mit dem Aufstehen. Wenig später fuhren wir gemeinsam 

 mit dem ecuadorianischen Schüler in die Schule - Schulbeginn 7.20 Uhr! – um dann mit in den regulären Schulunterricht zu gehen. Glücklicherweise fällt einem das Aufstehen in Ecuador doch wesentlich leichter als in Berlin. Es ist bereits ab 5 Uhr morgens hell und auch trotz Winterjahreszeit mit Temperaturen um die 20°C auch schon morgens angenehm warm. Stiegen die Temperaturen im Laufe des Tages, so konnten wir zwischenzeitlich das Freibad auf dem Schulgelände als nette Abwechslung nutzen. Neben dem regulären Unterricht hatte unsere Gruppe die Gelegenheit, gesondert Spanisch-Unterricht zu erhalten (Buénos días! ~ Guten Tag! ¿Comó te llamás? ~ Wie heißt du?).
Außerdem hatte Veikko viel Ausflüge für uns geplant. So haben wir die Bananenplantage der Firma Dole und die Kaffeerösterei El Café besucht. Wer weiß denn schon, dass die Bananenpflanze ein Zwiebelgewächs ist? Oder Instant-Kaffee neuerdings bei den Abnehmer so hoch im Rennen liegt, weil die Herstellung im Gefrierverfahren gesünder und damit auch bekömmlicher ist als gerösteter Kaffee. Nun wir wissen es jetzt. Außerdem besuchten wir eine Krabben- und Fischfabrik sowie den Historischen Garten von Guayaquil. 
Die Stadt Guayaquil ist die größte Stadt Ecuadors und an der Flussmündung des Rio Daule zum Pazifischen Ozean gelegen. Die Spanier hatten es zu keiner Zeit geschafft, Guayaquil einzunehmen, wodurch sich das Fehlen der sonst für lateinamerikanische Großstädte üblichen Kathedralen erklären lässt. 

Guayaquil hatte seine Blütezeit zu Beginn des letzten Jahrhunderts und im Historischen Garten sind neben landestypischen Tieren 

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