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Die Kosten für
das Flugticket kann
sich der FC Bayern
sparen. Ben-Hatira
hat jetzt einen Ver
trag unterschrieben - bis 2008 - beim
Hamburger SV.
Er
ist erst 17 Jahre jung, spielt bei den A-Junioren, ist aber,
wie HSV-Sportchef
Dietmar Beiersdor
fer sagt, "einer der
besten offensiven
Mittelfeldspieler sei
nes Jahrgangs". Zu
nächst wird Ben-Ha
tira als Vertragsamateur geführt, soll im
Regionalliga-Team des HSV Erfahrung
sammeln. "Aber schon wenn er nur fünf
Mal in der Bundesliga auf der Bank sitzt,
wird sein Vertrag in einen Profivertrag
umgewandelt", sagt Tennis Borussias Auf
sichtsratsvorsitzender Willy Kausch.
Reich macht der Transfer die in der
Viertklassigkeit spielenden Tennis Borussen
nicht. Es gibt rund 2 5 000 Euro als
Ausbildungsentschädigung. TeBe erhält noch
einen Nachschlag, wenn Ben-Hatira zu
Bundesligaeinsätzen kommt. Geschätzt 120
000 Euro werden da noch einmal an TeBe
überwiesen.
Änis Ben-Hatira ist der Sohn tunesischer
Eltern. Geboren wurde er in Berlin. Hertha
BSC bildete ihn fußballerisch aus und sortierte
ihn schließlich aus. Der Grund: Ben-Hatira
war den Trainern zu ballverliebt. "Der galt als
Fummelkönig.
Er hat sich selten mal an das gehalten, was
ihm die Trainer gesagt haben", sagt Ronny Maschke, Sportlicher Leiter bei TeBe, zuvor
Leiter der Amateurabteilung bei Hertha. "Ein
Schock" sei die Trennung von Hertha für ihn
gewesen, sagt Ben-Hatira, "ich dachte
wirklich schon daran, mit dem Fußballspielen
aufzuhören".
Nach kurzer Bedenkzeit in Tunesien kehrte
er zurück, schloss sich TeBe an. "Er ist
zielstrebig und hat den absoluten Willen", sagt Kausch. "Ich will mir selbst beweisen, dass
ich es schaffe", sagt Ben-Hatira. Als er im
November zu einem dreitägigen Probetraining
in Hamburg war,
ließ
ihn HSV-Trainer Doll
gleich bei den Profis ran. Ein gutes Zeichen.
In München trainierte er nur mit den
Amateuren.
(Änis
ist Schüler einer 10. Sportklasse und seit vier Jahren an unserer
Schule)
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