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Frankfurt
(dfb). Berlin, Bremen, Hannover, Hoffenheim, Nürnberg und München
sind ab sofort neue Standorte einer "Eliteschule des Fußballs".
Dies beschloss der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach Prüfung der
jeweiligen Verbundsysteme von Leistungsfußball und Schule. Damit gibt es
bundesweit mittlerweile 20 "Eliteschulen des Fußballs".
"Eliteschule des Fußballs" ist ein Zertifikat für ein gut
funktionierendes Netzwerk von Schule, Leistungszentrum und Verband, das
garantiert, dass alle Spitzentalente auf umfassende Hilfe- und
Serviceleistungen mit dem Ziel einer parallelen sportlichen und
schulischen Karriereförderung zurückgreifen können. Dies zeigt sich zum
einen in zusätzlichen Trainingseinheiten im Rahmen des
Vormittagsunterrichts, zum anderen in Punkten wie beispielsweise
Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe und zeitlich flexibler Klausurtermine.
"Eine große Anzahl der Spitzentalente im Fußball lebt heute in
einem Spannungsfeld, das durch hohe schulische Anforderungen, häufiges
Training und länger andauernde Lehrgänge der Wettkampfreisen geprägt
ist. Durch die Anerkennung der Verbundsysteme als Eliteschule des Fußballs
würdigen wir zum einen die Leistung, ein Umfeld aufgebaut zu haben, in
dem Talente intensiv trainieren können und gleichzeitig schulisch
begleitet und gefördert werden. Zum anderen soll die Anerkennung als
Eliteschule aber auch ein Ansporn sein, dieses Verbundsystem von Schule,
Verein und Verband ständig zu optimieren“, so DFB-Generalsekretär
Wolfgang Niersbach in seinem Schreiben an die neuen Eliteschulen des Fußballs.
"Ziel des DFB ist es, ein bundesweites Netz an Eliteschulen des Fußballs
zu knüpfen. Jede dieser Schulen muss an ein Leistungszentrum eines
Vereins gekoppelt sein und höchste Qualitätsstandards im Hinblick auf
die Förderung der Talente erfüllen. Zur Sicherung der Ausbildungsqualitäten
an den Eliteschulen dient ein umfangreiches Zertifizierungssystem. Die
Einführung der Eliteschulen ist ein weiterer konsequenter Schritt in der
Nachwuchsförderung, durch den die größten Talente der Stützpunkte des
Talentförderprogramms in Zusammenarbeit mit den Leistungszentren
konzentriert und intensiv gefördert werden können", erklärt
DFB-Sportdirektor Matthias Sammer.
Verbundpartner in Berlin sind neben dem Verein Hertha BSC und dem Berliner
Fußball-Verband die Poelchau-Oberschule, während in Bremen der SV
Werder, der Bremer Fußball-Verband mit dem Gymnasium Obervieland und der
Integrierten Stadtteilschule Obervieland einen Verbund bilden. Der Niedersächsische
Fußballverband und Hannover 96 kooperieren vor Ort mit der
Carl-Friedrich-Gauß-Schule Hemmingen. Bundesliga-Aufsteiger TSG 1899
Hoffenheim und der Badische Fußballverband arbeiten gleich mit fünf
Schulen im Verbund. Neben dem Wilhelmi Gymnasium sind auch die
Kraichgau-Realschule, die Max-Weber-Schule, die Friedrich-Hecker-Schule
und die Theodor-Heuss-Schule im neuen System integriert. Der Bayerische Fußball-Verband
ist gleich in zwei neuen Verbundsystemen engagiert. In Nürnberg sind der
1. FC Nürnberg und die Berthold-Brecht-Schule die Partner, in München
die Hauptschule Taufkirchen, die Staatliche Walter-Klingenbeck-Realschule
in Taufkirchen und das Städtische Theodolinden-Gymnasium in München
sowie die beiden Vereine FC Bayern und TSV 1860.
"Es ist überragend, wie alle gemeinsam - über das Kultusministerium
bis zu den Schulen - an einem Strang ziehen und unseren Top-Talenten so
ermöglichen, einen Riesenschritt nach vorne zu machen. Ich freue mich für
alle Beteiligten, besonders im Nachwuchsbereich, dass sich ihre
permanenten Bemühungen nun auszahlen und wir nun zur Eliteschule des Fußballs
ernannt worden sind", freut sich Bernhard Peters, Direktor für
Sport- und Nachwuchsförderung bei 1899 Hoffenheim. |