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Patrick Ebert, Kevin-Prince Boateng oder Niko Pellatz: Die drei
erfolgreichen Nachwuchskicker stehen stellvertretend für die
hervorragende Jugendarbeit, die bei HERTHA BSC seit Jahren reife
Früchte trägt. Ein wichtiger Baustein im ausgetüftelten Nachwuchskonzept
der »Blau-Weißen« ist die Poelchau-Oberschule in
Charlottenburg-Wilmersdorf. 39 HERTHANER profitieren momentan von der
reibungslosen Zusammenarbeit mit der sportbetonten Bildungsstätte
unweit des Olympiastadions. Ein Nutznießer der kurzen Wege und tollen
Ausbildung ist Damir Coric.
Vor den Erfolg haben die Götter
bekanntlich den Schweiß, also die
harte Arbeit, gesetzt. Das ist bei Damir
und seinen Mitspielern nicht anders.
Um 6.30 Uhr schrillt der Wecker und
ein gut strukturierter Tag wartet auf den
Abwehrspieler mit bosnischen
Wurzeln. Nach dem Frühstück geht's
zuerst zur Schule. Von 8 bis 9.35 Uhr gibt's
Kopfgymnastik. Der eigens
bereitgestellte Bus sorgt danach
dreimal in der Woche (Dienstag bis Donnerstag) für den reibungslosen
Transport zum HERTHA-Trainingsgelände: Zur ersten Einheit unter Leitung seines Coaches Dirk
Kunert.
Ab 10 bis 11.30 Uhr wird der Körper geschult. Danach Duschen,
in den Bus und ab zwölf folgte Runde
zwei in der Poelchau-Schule, die sich
bis 14.30 Uhr hinziehen kann.
Am
Nachmittag fährt Damir dann nach
Hause. Ein bisschen Relaxen okay,
aber lange die Beine hochlegen und
Faulenzen ist nicht. Denn
Trainingseinheit Nummer zwei, von 17
bis 18.30 Uhr, steht gleich wieder auf
dem Programm.
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Und das »jeden Tag«
wie uns der bescheidene Damir
versichert. Ein langer Tag, der noch
länger werden kann, wenn
Hausaufgaben anstehen.
Seit zwei
Jahren besucht der zurückhaltende
Jungnationalspieler die sportbetonte
Gesamtschule mit gymnasialer
Oberstufe.
»HERTHA hat bei meinen
Eltern angefragt und hat sich dann um
alles gekümmert«, beschreibt er die
Aufnahme in die Schule als für ihn
unproblematisch. Seit nunmehr elf
Jahren trägt der gebürtige Berliner den
Dress des Hauptstadtklubs und ist in
seinem Heimatverein hochzufrieden.
Das sind auch die Verantwortlichen
von HERTHA BSC mit dem 1,73
Meter großen Abwehrmann. Denn
ellenlang ist die Latte der Vorzüge Damirs: Eine unwahrscheinliche Physis, eine ungeheuere
Zweikampfstärke, Schnellig
Mit
diesen Eigenschaften ist es nicht
verwunderlich dass der Poelchau-Schüler eine Berufung in die
Nationalmannschaft erhielt. Seit Ende
September stehen in der sportlichen
Vita des
15-Jährigen zwei DFB-Länderspiele.
Zusammen mit seinen Mannschaftskameraden Shervin Radjabali Fardi
und Lennart Hartmann wurde er zu den
Vergleichen gegen Nordirland
eingeladen und trug dabei die
Kapitänsbinde der U16.
Die drei
HERTHANER erlebten einen tollen
Einstand, wurde doch die Partie in Rotenburg/Wümme mit 2:1 und
auch das Spiel zwei Tage darauf in
Schneeverdingen mit 4:0 gewonnen.
Zwar musste Damir mit einer
Prellung am Knöchel in Spiel zwei
vorzeitig vom Platz, aber die
Verletzung ist auskuriert. Auch für
die folgenden Länderspiele in
Mazedonien ist der
HERTHA-Youngster nominiert.
Die
sportliche Entwicklung des
hoffnungsvollen
Talents geht also im Nationalteam
weiter. Wie auch die Schulische
am Halemweg, die »schon okay« ist,
aber »weniger Unterricht« wäre ihm auf
alle Fälle lieber, verrät uns Damir.
Doch trotz der fußballerischen Präferenz will er auf alle Fälle das
Abitur machen. Das ist auch die
Intention der Poelchau-Oberschule und
HERTHA BSC, die 2001/2002 ihre
Zusammenarbeit begannen. Neben der
hervorragend organisierten
Trainingsarbeit in der Jugendakademie
galt es, auch den schulischen Bereich
für die in HERTHAs Obhut befindlichen
Jugendlichen zu gewährleisten. Mit der
sportbetonten Poelchau-Schule wurde
dieser Partner gefunden. Patrick Ebert,
Kevin-Prince Boateng und Niko Pellatz
profitierten davon. Wie auch Robert
Müller: Damirs Vorbild.
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