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Ein DDR-Modell macht Schule |
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Berlin (sid) Ein Ost-Modell fasst nun auch im Westen Fuß. Die Kinder- und Jugendsportschulen (KJS) der ehemaligen DDR werden mit Beginn des Schuljahres 2001/2002 auch in den Westteil Berlins "exportiert". "Wir werden zwei Klassen mit jungen Athleten einrichten, die pro Woche zehn Stunden Sportunterricht haben, davon acht in ihrer jeweiligen Spezialdisziplin. Und abends wird in den Vereinen trainiert", erklärt Rüdiger Barney, Leiter der für das Modell vom Berliner Sensat ausgewählten Poelchau-Oberschule im Stadteil Charlottenburg, die zudem eine gymnasiale Oberstufe erhalten wird. |
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Derzeit
gehen über 300 der insgesamt 650 Schüler in den Klassen sieben bis
zehn zum Training, bevor für sie die erste Unterrichtsstunde
beginnt. Für eine Klasse pro Jahrgang soll das so bleiben, drei
weitere Klassen werden als Regelklassen geführt. Die Sport-Klassen
sind dem Leistungssportgedanken in den Disziplinen Leichtathletik,
Hockey, Schwimmen, Wasserball, Rudern und Moderner Fünfkampf
verbunden. "Allein die Klassenstärke von jeweils 25 Schülern
ist ein Luxus", sagt Barney. "An wen die Plätze vergeben
werden, entscheiden die Landesfachverbände und der Landessportbund,
der auch viele Trainer bereitstellen wird." Entscheidender
Unterschied zu den drei Eliteeinrichtungen im Osten, wo einst
Schwimm-Weltrekordlerin Franziska van Almsick oder
Bahn-Olympiasieger Robert Bartko die Schulbank drückten und 40 der
insgesamt 59 Berliner Sydney-Starter ihre Karrieren vorbereiteten:
Dem "Modell Poelchau" ist kein Internat angeschlossen. Das
war bei der klassischen Variante unabdingbar, weil zu DDR-Zeiten die
meisten Olympioniken in spe aus anderen Städten in die Zentren und
zu den großen Klubs delegiert wurden. |