|
|
|
|
vom 15. Oktober 2006 |
|
Eine Woche Fußballschule bei Bundesligatrainer Jürgen Klopp |
|
James Czesky (Nächst Neuendorf) gewinnt bei der bundesweiten Talentsichtung "Weltmeister von morgen" |
|
Schon der Garten hinter dem Haus in Nächst-Neuendorf verrät, dass sich bei Familie Czesky alles um das runde Leder dreht. Vater Thomas, selbst noch bei den Alten Herren der SG Glienicke aktiv, hat dort für seine beiden Kinder ein Fußballtor samt Fangnetz gebaut. Jetzt sorgte sein Sohn James fußballerisch in Halle für besonderes Aufsehen. Aus einer Teilnehmerschar von 8000 Kindern und Jugendlichen hatte sich der Elfjährige im Frühjahr am Südring Center Groß Machnow für das Finale im Talent-Sichtungswettbewerb „Weltmeister von morgen" - veranstaltet von der Metro-Gruppe - qualifiziert. Das fand am vorigen Montag im Halle-Center Pleißen statt. Unter den Augen von Jury-Mitgliedern wie der Weltfußballerin Birgit Prinz und einstigen Bundesliga-Größen wie Mario Basier, Ingo Anderbrügge oder Martin Wagner mussten sich die Endrunden-Teilnehmer bei Schuss-Zieltraining, Dribbeln. Schussgeschwindigkeitsmessung, Jonglieren, Sprungkrafttraining oder Torschuss beweisen. James Czesky machte das so gut, dass er eine professionelle Ausbildung in der Fußballschule von Jürgen Klopp, dem Trainer des Bundesligisten Mainz 05, gewann. In den Sommerferien 2007 wird der junge Nächst-Neuendorfer eine Woche lang dort in Freudenstadt im Schwarzwald zu Gast sein. Seit seinem fünften Lebensjahr jagt James dem runden Leder nach. „Anderes Spielzeug braucht er nicht", sagt seine Mutti Julie. Wenn er nicht kicke, dann spiele er vielleicht einmal mit der Playstation - dann natürlich Fußball. |
|
Nach der Schule an drei weiteren
Tagen in seinem neuen Verein BSC Rehberge, mit dem er in der
Berliner D-Junioren-Verbandsliga antritt.
„Mittwochs haben wir meist noch ein
Freundschaftsspiel", ergänzt der junge
Kicker, der auf dem Fußballfeld
im offensiven Mittelfeld
oder Sturm zu Hause ist. Bei all dieser Fußballbegeisterung erübrigt sich die Frage nach dem Berufswunsch fast von selbst. Fußballprofi wolle er werden, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen. „Und wenn Du aus Altersgründen kein Profi mehr sein kannst?" Auch hier folgt die passende Antwort prompt: „Dann werde ich Trainer". Seinen bisher größten sportlichen Erfolg erlebte James Czesky, der seine Stärken in Technik und Ballbehandlung, seine Schwäche im Zweikampfverhalten weiß, mit den Glienicker E-Junioren, die sich bis in die brandenburgische Hallenfußball-Meisterschaftsendrunde gekämpft hatten. „Und natürlich auf die Sportschule nach Berlin zu kommen", unterstreicht James Czesky. Dort habe er auch seine bisher bitterste Niederlage erlebt: Zum Auftakt der Verbandsliga-Saison in Berlin. Als sein Team beim Lichtenrader BC 3:4 unterlag. „Nach einer 3:1-Führung!" |
|
Trainiert und gespielt hat James Czesky zunächst bei der SG Glienicke. Dort war sein erster Trainer Bodo Wosch. Der ihn aber, erinnert sich der iunge Mann, noch zu oft auf der Bank schmoren ließ. Deshalb wechselte er nach Ludwigsfelde, wo er auch drei Jahre sein Können im DFB-Talentstützpunkt vervollkommnete, kam nach Glienicke zurück, trainierte er bei Übungsleiter Axel Niestle weiter. Seit Beginn dieses Schuljahres ist James Czesky Schüler der sportbetonten Poelchau-Oberschule mit gymnasialer Oberstufe in Berlin-Charlottenburg. Dort wird dreimal wöchentlich im Rahmen des Unterrichts eine Doppelstunde lang Fußball trainiert. |