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Charlottenburg. Seit
1993 bemühte sich die Poelchau-Oberschule darum, Berlins vierte
Sportschule zu werden. Mit Erfolg-. Zum Schuljahr 2001/2002 bekommt sie
die gymnasiale Oberstufe und damit auch den Status einer Sportschule.
Dazu der
Charlottenburger Sportstadtrat, Andreas Statzkowski (CDU): „Die
Poelchau-Oberschule hat sich schon vor vier Jahren ein sportliches
Profil gegeben und damit gute Vorarbeit geleistet." Ein weiterer
Vorteil sei auch die Nähe zu vielen Sportstätten und die
Zusammenarbeit mit der sportbetonten Erwin-von-Witzleben-Grundschule.
Die Poelchau-Oberschule wird die vierte Sportschule in Berlin. Die
bisherigen drei Schulen liegen allesamt im Ostteil der Stadt. Zukünftig
können sich also sportliche Schüler aus dem Westteil einen langen
Schulweg sparen. Ab jetzt wird neben Hohenschönhausen, Köpenick und
Prenzlauer Berg auch in Charlottenburg die sportliche Elite gefördert.
Der Erfolg kann sich sehen lassen. In Sydney waren von 59 teilnehmenden
Berlinern 40 Schüler einer Sportschule.
Im Gegensatz zu den anderen Sportschulen sollen aber auch weiterhin
„Nichtsportler" die Poelchau-Oberschule besuchen können. Neben
drei Sportklassen, von denen zwei für Hochleistungssportler bestimmt
sind, wird es auch in Zukunft drei Regelklassen geben. In diesen Klassen
belegen die Schüler statt Sport ein Wahlpflichtfach, wie zum Beispiel
Arbeitslehre oder eine zweite Fremdsprache.
Bis auf das Wahlpflichtfach werden die Schüler der Sportklassen
weiterhin in den üblichen Fächern unterrichtet. Dazu der Schulleiter Rüdiger
Barney: „Hochleistungssport ist das eine, schulische Leistung das
andere - beides muss zusammenpassen." |
Es gibt
mehrere Voraussetzungen, um in eine Sportklasse aufgenommen zu werden.
Schüler müssen mindestens eine „Zwei" in Sport, möglichst noch
eine Empfehlung eines Landes- oder Vereinstrainers haben. Außerdem gibt
es einen Vorstellungstermin, bei dem letztendlich entschieden wird, ob
der Schüler aufgenommen wird.
Diejenigen, die es schaffen, haben dann zehn Stunden Sport in der Woche.
Sie werden mit einem Bus von der Schule zu der jeweiligen Sportstätte
gefahren. |
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Deniz Aydin
spielt seit vier Jahren Tischtennis. Der 14-Jährige ist dreifacher
Berliner Meister, trainiert täglich bis zu vier Stunden. Sportlich wünscht
er sich, irgendwann einmal in der ersten oder zweiten Bundesliga zu
spielen.
Bereits jetzt trainiert Deniz Aydin an der Poelchau-Oberschule zusammen
mit dem ebenfalls 14jährigen Lukasz Chmielewski. Er wolle ebenfalls
sein Abi machen.
Auch Peter Hanisch, Präsident des
Landessportbundes, meint, dass es ein Leben neben dem Leistungssport
geben müsse. Er fühlt sich verpflichtet, sich auch neben der
sportlichen Karriere um die weitere Entwicklung der Athleten zu kümmern
und sie ins „nicht sportliche Leben" zu integrieren. |