Von Charlottenburg zur Olympiade ...    


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  vom 6. Dezember 2000
Von Charlottenburg
zur Olympiade

 

 

Poelchau-Oberschule
wird ab 2001/2002
vierte Sportschule

Charlottenburg. Seit 1993 bemühte sich die Poelchau-Oberschule darum, Berlins vierte Sportschule zu werden. Mit Erfolg-. Zum Schuljahr 2001/2002 bekommt sie die gymnasiale Oberstufe und damit auch den Status einer Sportschule.
Dazu der Charlottenburger Sportstadtrat, Andreas Statzkowski (CDU): „Die Poelchau-Oberschule hat sich schon vor vier Jahren ein sportliches Profil gegeben und damit gute Vorarbeit geleistet." Ein weiterer Vorteil sei auch die Nähe zu vielen Sportstätten und die Zusammenarbeit mit der sportbetonten Erwin-von-Witzleben-Grundschule.
Die Poelchau-Oberschule wird die vierte Sportschule in Berlin. Die bisherigen drei Schulen liegen allesamt im Ostteil der Stadt. Zukünftig können sich also sportliche Schüler aus dem Westteil einen langen Schulweg sparen. Ab jetzt wird neben Hohenschönhausen, Köpenick und Prenzlauer Berg auch in Charlottenburg die sportliche Elite gefördert. Der Erfolg kann sich sehen lassen. In Sydney waren von 59 teilnehmenden Berlinern 40 Schüler einer Sportschule.
Im Gegensatz zu den anderen Sportschulen sollen aber auch weiterhin „Nichtsportler" die Poelchau-Oberschule besuchen können. Neben drei Sportklassen, von denen zwei für Hochleistungssportler bestimmt sind, wird es auch in Zukunft drei Regelklassen geben. In diesen Klassen belegen die Schüler statt Sport ein Wahlpflichtfach, wie zum Beispiel Arbeitslehre oder eine zweite Fremdsprache.
Bis auf das Wahlpflichtfach werden die Schüler der Sportklassen weiterhin in den üblichen Fächern unterrichtet. Dazu der Schulleiter Rüdiger Barney: „Hochleistungssport ist das eine, schulische Leistung das andere - beides muss zusammenpassen."

Es gibt mehrere Voraussetzungen, um in eine Sportklasse aufgenommen zu werden. Schüler müssen mindestens eine „Zwei" in Sport, möglichst noch eine Empfehlung eines Landes- oder Vereinstrainers haben. Außerdem gibt es einen Vorstellungstermin, bei dem letztendlich entschieden wird, ob der Schüler aufgenommen wird.
Diejenigen, die es schaffen, haben dann zehn Stunden Sport in der Woche. Sie werden mit einem Bus von der Schule zu der jeweiligen Sportstätte gefahren.


"Neben dem Leistungssport muss es auch noch ein Leben geben"


Deniz Aydin spielt seit vier Jahren Tischtennis. Der 14-Jährige ist dreifacher Berliner Meister, trainiert täglich bis zu vier Stunden. Sportlich wünscht er sich, irgendwann einmal in der ersten oder zweiten Bundesliga zu spielen.
Bereits jetzt trainiert Deniz Aydin an der Poelchau-Oberschule zusammen mit dem ebenfalls 14jährigen Lukasz Chmielewski. Er wolle ebenfalls sein Abi machen.

Auch Peter Hanisch, Präsident des Landessportbundes, meint, dass es ein Leben neben dem Leistungssport geben müsse. Er fühlt sich verpflichtet, sich auch neben der sportlichen Karriere um die weitere Entwicklung der Athleten zu kümmern und sie ins „nicht sportliche Leben" zu integrieren.

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