Reeder nicht zu bremsen ...    


aus: v. 6. Oktober 2000

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Reeder nicht zu bremsen

Finale bei "Jugend trainiert für Olympia"

Im Rahmen des Bundeswettbewerbs der Schulen „Jugend trainiert für Olympia" wurde vom 20.bis 22. September der Kellogg's Kicker Cup ausgetragen. Insgesamt 48 Fußball-Mannschaften aus ganz Deutschland zeigten rund um das Berliner Olympiastadion ihr sportliches Können. 
Die Berliner Schulen konnten an die Erfolge des vergangenen Jahres, als die Werner-Seelenbinder­Oberschule (WK II) den ersten und die Flatow-Oberschule (WK III) den zweiten Platz belegten, nicht anknüpfen. Bei den Jungen - WK II - landete die Werner-Seelenbinder-Schule am Ende auf einem enttäuschenden neunten Platz. Sieger wurde das Sportgymnasium Magdeburg.
Im WK III sprang für die Max-Eyth-OS lediglich der viertletzte (13.) Rang heraus. Die Lausitzer Sportschule Cottbus gewann das Turnier. 

Jasmin Reeder von der Poelchau-Oberschule beim Sturmlauf

Einzig die Mädchen (WK IlI) von der Poelchau-OS konnten von einer erfolgreicher Teilnahme sprechen. Die Charlottenburgerinnen kamen auf einen beachtlichen dritten Platz. Das Poelchau-Mädchen Trainergespann Druschky/Schmitsdorf war nach Turnierende hochzufrieden. „Wir haben das Optimale herausgeholt und dieser dritte Platz ist ein Riesenerfolg", so Schmitsdorf. 
Pokalsieger bei den Mädchen wurde das Sportgymnasium Neubrandenburg.

Mädchen (WK III): 
Spiel um den dritten Platz:
Poelchau-Oberschule -
Meldorfer Gelehrtenschule  
2:1 (0:0)

POELCHAU-OS: Hundertmark - Retkowski - Maass - Thomas - Plitt -  Primann - Reeder. Eingewechselt wurde Chaabi.
GS SCHLESWIG-HOLSTEIN: Wanntke - Seebrandt - Neumann, Greis - Bösel, Ehlers - Jansen. Eingewechselt wurde: Bähr.
SR: Both (Stern Marienfelde) - Z.: 40 auf dem Maifeld.

TORE: 1:0 (37.) Primann, nach Kombination von Thomas und Reeder; 1:1 (42.) Seebrandt, schließt Konter überlegt ab; 2:1 (50.) Eigentor Seebrandt, verlängert Flanke mit dem Kopf ins eigene Netz.
BESTE SPIELERINNEN: Thomas, Reeder, Retkowski -
Wanntke, Jansen.

Die Poelchau-OS war kombinationssicherer und ideenreicher, machte sich den Sieg aber durch vergebene Torchancen unnötig schwer. Meldorf wehrte sich kämpferisch, aber das reichte nicht einmal für ein Remis.
Von Beginn an dominierten die Berlinerinnen mit der klareren Spielanlage und der nötigen Aggressivität. Drei Ecken in den ersten zehn Minuten dokumentierte ihre Anfangsoffensive. Vor allem über die rechte Seite, wo sich Retkowski in den Vordergrund spielte, sorgten sie immer wieder für Gefahr. Es entwickelte sich in der

 

ersten Halbzeit ein Spiel auf ein Tor. Bei der Poelchau-OS gefiel U-17 Nationalspielerin Thomas, die ständig die Bälle forderte und zusammen mit Reeder das Angriffsspiel aufzog. Zwingende Torchancen konnten allerdings nur durch Fernschüsse erzielt werden (Thomas 1., 5., 7. und 10.), die allerdings von der starken Wanntke entschärft wurden. Bemerkenswerte Disziplin im Defensiv-Verhalten bildete das Fundament der Meldorferinnen, die niemals der Versuchung erlagen, reines Zerstörungswerk zu verrichten, sondern bei Ballbesitz schnell den Weg nach vorn zu suchen. Bei vielversprechenden (Überzahl-) Kontern, oft über Jansen vorgetragen, fehlte die Präzision im Abschluß.
Auch in der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: Die Berlinerinnen waren in jeder Hinsicht tonangebend. Die Meldorferinnen waren gut geordnet und effektiv in der Abwehrarbeit, jedoch mit zunehmender Spielzeit harmloser in der Offensive. Jansen blieb allein auf weiter Flur. Die Poelchauerinnen erspielten sich viele und gute Chancen (Thomas, Retkowski, Reeder). In der 37. Minute fiel dann folgerichtig die Führung, doch anstatt einer befreienden Wirkung für die Berlinerinnen war dies das Signal für die Meldorferinnen viel mehr nach vorne zu machen. Mit ihrer ersten hochkarätigen Chance in Halbzeit Zwei, glichen sie durch Seebrandt aus.
Mit Routine und Cleverness bekamen die Berlinerinnen das Spiel wieder in der Griff. Überragend die Angreiferin Reeder, die von ihren Gegnerinnen nicht zu bremsen war. Dazu eine sichere Deckung (Maass souverän, Retkowski zuverlässig) und im Mittelfeld, das Dank Thomas die Oberhand bekam. Ihre spielerische Überlegenheit münzten die Poelchauerinnen anschließend in eine erneute Führung um.

Die Berliner Schulen in Zahlen:
Jungen WK III Vorrunde: Max-Eyth­OS- Gesamtschule Allermöhe Hamburg 1:1, Max-Eyth - Lausitzer Sportgymnasium Cottbus 0:4, Max-Eyth - Otto-Hahn­Gymnasium Karlsruhe 1:2.
Zwischenrunde (Plätze 9 - 16): Max­Eyth - Schule mit sportlichen Profil Obervieland Bremen 0:4.
Qualifikation Plätze 13 - 16: Max­Eyth - Gesamtschule Saarbrücken-Rastbachtal 7:4.
Spiel um Platz 13: Max-Eyth - Gesamtschule Busecker Tal 8:3.
Jungen WK II  Vorrunde: Wemer­Seelenbinder-Schule - Sportgymnasium Jena 0:2, Werner-Seelenbinder- Otto­Hahn-Gymnasium Karlsruhe 0:2, Werner Seelenbinder - Schulzentrum Waller Ring 4:0.
Zwischenrunde (Plätze 9 - 16): Werner-Seelenbinder - Leibniz-Gymnasium Bad Schwartau 5:0.
Qualifikation Plätze 9 -12: Werner­Seelenbinder - Jugenddorf-Christophorusschule Rostock 3:0.
Spiel um Platz 9: Werner-Seelenbinder - Mittelschule Dresden 2:0.

Mädchen WK III Mdch. Vorrunde: 
Poelchau - Sportgymnasium Neubrandenburg 1:0, Poelchau - Wolterstorff Ballenstedt 6:0, 
Poelchau - Otto-Hahn Karlsruhe 2:1.
Zwischenrunde (Plätze 1 - 8): 
Poelchau - Koop. Gesamtschule Herxheim 4:0.
Qualifikation Plätze 1 - 4: 
Poelchau -Sportschule Potsdam 0:6.
Spiel um Platz 3: 
Poelchau - Meldorfer Gelehrtenschule Schleswig-Holstein 2:1.


Die Aufgebote der Schulen:
Max-Eyth-Oberschule (Jungen - WK III): Arndt, Beyer, Brahay, Cinar, Dugun, Gözübüyük, Kara­dag, Kickmunter, Sargan, Schnei­der. Werwinski, Wiese, Wietschke.
Werner-Seelenbinder-Schule
(Jungen - WK II): Arnold. Below, Flemming, Gehrke, Werner, Kayser, Fraune, Kellner, Stein, Kreciolo, Lorenz, Paul, Penk, Strauß, Wucke.

Poelchau-Oberschule
(Mädchen - WK III): Adomeit, Chaabi, Hein, Hundertmark, Maass, Plitt, Primann, Reeder, Retkowski,
Thomas.                    Lajos Metzel

Presse

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