Poelchau-Oberschule konnte mithalten ...


aus: v. 1. Oktober 2001

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Poelchau-Oberschule konnte mithalten

48 Teams waren beim Finale von "Jugend trainiert für Olympia" dabei

VON Klaus-Jürgen H o f f m a n n

Das ist die zweitbeste Mädchen- Schulmannschaft Deutschlands in der Altersklasse III - die Poelchau-Oberschule, Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf vertrat das Land Berlin.

 


Im Bild:
Hundertmark, Adomeit, Priemann, Maass, S. Baneckei, N. Banecki, Melzheimer, Wenzel, Chaabi, Demski
Trainer: Jürgen Druschky (re)
Betreuer: Schmitsdorf/Ziebell (hi)

Drei Tage lang zeigten die 48 besten Schul-Teams Deutschlands im Rahmen des Bundesfinakls "Jugend trainiert für Olympia" auf dem Maifeld ihr beachtliches Können. Die Poelchau-Oberschule vertrat Berlin in allen drei Altersklassen. Am weitesten brachten es die Mädchen im WK III. Sie scheiterten erst im Finale an der Sportschule Potsdam mit 0:6, die immerhin mit drei Nationalspielem der U-16 antraten und auch den älteren Jahrgang besaß. Im Match um Platz drei im WK II (Jahrgänge 1984-87) der Jungen dominierte "Poelchau" gegen die Rostocker Jungen mit 7:1. Schließlich landeten im WK III (Jahrgänge 1986-89) der Jungen die Berliner auf Rang fünf, fertigten im Platzierungsspiel das Sportgymnasium Leipzig souverän mit 7:0 ab. Sicher war hier mehr drin, verlor man doch im Viertelfinale nach einer 2:0-Führung noch geg en die Gelsenkirchener Jungs nach einem 2:2-Endstand im Elfmeterschießen mit 4:2. "Wir können mit dem Abschneiden zufrieden sein", freute sich auch der Direktor der Poelchau-Oberschule Rüdiger Barney.

Mädchen, WK III - Finale:
Poelchau-Oberschule -
Sportschule Potsdam 0:6 (0:2)

Beste Spielerinnen: 
Nicole und Silvie Banecki, Hundertmark - 
Kuznik, Thoms, Krone, Buseck.
Von Beginn an bestürmten die Potsdamer Mädels das Gehäuse der Poelchau-Schule. Zum Glück war deren Keeperin Hundertmark gut und verhinderte durch tolle Reflexe eine höhere Schlappe. Die Gäste hatten immerhin mit Bu sack, Kuznik und Thoms drei aktu elle U 16-Nationalspielerinnen und waren teilweise über ein Jahre älter. Das soll sicher nicht deren gute Lei stungen schmälern.
Die bis dahin toll auftrumpfenden Zwillinge Nicole und Silvie Banecki bemühten sich mit hoher Laufbereitschaft gegen die körperlich weitaus stärkeren, auch spielerisch toll auftrumpfenden Potsdamer gegen zu halten. Das aber war nicht ganz einfach. "Unter 16 Teams Vizemeister zu werden ist, eine gute Sache, zumal alle auch noch im nächsten Jahr dabei sind", war Trainer Jürgen Druschky trotz der zu erwartenden Niederrage nicht ganz unzufrieden.
Es sah schon gut aus, wenn Kuznik aus dem Mittelfeld servierte oder selbst marschierte, Krone aus dem hinteren Bereich maßgerecht servierte. Erst nach gut zehn Minuten wagte sich S. Banecki nach vorn, nach schönem Doppelpass mit Chaabi. Bis zum Pausenpfiff konnte man die Niederlage mit 0.2 noch in Grenzen halten, dann aber war man auf Grund des hohen Einsatzes körperlich am Ende. Die wohl klarste Berliner Möglichkeit hatte
wiederum S. Banecki (57.), als ein Freistoß vom Quergebälk aufgehalten wurde.
Vorrunde: Poelchau - Comenius-Mittelschule Chemnitz (Sachsen) 2:1, Poelchau - Gymnasium Lingen (Niedersachsen) 2:0, Poelchau -Anne-Frank-Realschule (Rheinland-Pfalz) 3:1.
Viertelfinale: Poelchau - Sportgymna sium Neubrandenburg 3 :0 
Tore: N. Banecki (2), Demski.
 
Halbfinale: Po elchau - Gymnasium Phillipinum Weilburg (Hes) 4:0. 
Tore: N. Banecki, Demski, Primann, Wenzel.

WK II, Jungen, Spiel um Platz 3:
Poelchau-Oberschule - 
Christophorusschule Rostock 7:1 (0:1)
Tore: 0.1 (25.) Zachhuber, per Kopf auf Flanke von Hopfmann, 1:1 (31.) Salihovic, nach Freistoß von Hendschke, 2:1 (36.) Hendschke, zeigt Kirschnil die Hacken, 3:1 (42.) Hendschke, staubt ab, 4:1 (54.) Boukantar, Zuspiel von Salihovic, 5:1 (62.) Boukantar, von Hendschke in den Lauf gespielt, 6:1 (65.) Shephard, Seitz legt clever ab, 7:1 (68.) Seitz, schöner Heber.
Beste Spieler: Salihovic, Hampel, Bastian

Nach dem "schwarzen" Tag der Zwischenrunde, als man zwei rote Karten für Wallschläger und Schumann im Spiel gegen den späteren Turniersieger die Lausitzer Sportschule aus Cottbus hinnehmen musste, ein anderes Gesicht der Truppe um Coach Ekrem Asma. Allerdings erst im zweiten Abschnitt, als man Fußball vom Feinsten bot, Gegner und Ball laufen ließ, ansehnliche Treffer herausholte und vorbereitete. Zur Pause musste Coach Asma seine Mannen wachrütteln, was auch gelang.
Vorrunde: Poelchau - Staatliche Realschule Freyung (Bayern) 3:1, Poelchau - Sportgymnasium Guts Muths Jena (Thüringen ) 0:2, Poelchau - Utzburg (Schleswig-Holstein) 10:0.
Viertelfinale: Poelchau -Sportgymnasium Halle 3:1. Für Poelchau traf dreimal Salihovic 
Halbfinale: Poelchau - Lausitzer Sportschule 0:3. Hier war für die Gäste der überregende Wojcichowski dreimal erfolgreich.

WK III, Jungen:
im Viertelfinale etwas glücklos

Viele sprachen im Spiel des Viertelfinals zwischen der Poelchau-Schule und der Gesamtschule Berger Feld aus Gelsenkirchen von einem vorweggenommenen Endspiel in dieser Altersklasse, beide zeigten bis dahin technisch ansprechende Leistungen.
Die Mannen um Trainer Markus Schatte führten schnell durch Sonar und Boateng 2:0, bestimmten deutlich die Szenerie, ehe man durch zwei unnötige Foulelfmeter noch den Ausgleich hinnehmen musste. Plötzlich schaltete man einen Gang herunter, zog sich mehr nach hinten zurück, wollte den Vorsprung über die Zeit retten. Im notwendigen Elfmeterschießen hatten die Gäste die besseren Nerven und setzten sich mit 4:2 durch. Schade, es war mehr drin für die Burschen um A. Dejagah und Boateng.
WK III, Jungen, um Platz 5: 
Poelchau-Oberschule -
Sportgymnasium Leipzig 7:0 (2:0)
 
Torschützen der Berliner. Dejagah (2), Sonar (2), Bieler (2) und Müller.
Wie im Training legte das Team der Poelchau-Schule ihr Pensum hin. Vor allem nach der Pause wirkten die Leipziger oftmals sehr hilflos, sie waren einfach zu drucklos.
Vorrunde: Poelchau - Hauptschule Taufkirchen (Bayern) 5:0, Gesamtschule Mümmelmannsberg (Hamburg) 4:0, Poelchau - Bad Bergzabem (Rheinland
Pfalz) 4:0. 
Viertelfinale: Poelchau - Ge samtschule Berger Feld Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) 2:2, 2:4 im Elfme terschießen. 
Um die Plätze 5 bis 8: Po elchau - Wilhelm-Heinrich-von Riehl Schule (Hessen) 5:0. 

TORE: Sonar (2), Grubert, Dejagah (2).

Klaus- Jürgen Hoffmann

Presse

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